Challenger nur noch für Ligaspieler?


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Klaus G.
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Re: Challenger nur noch für Ligaspieler?

Beitrag von Klaus G. » 18.02.2018, 12:15

Die spannende Frage ist, wie sich die Challenger-Serie in Zukunft entwickelt.

Der Anfang war überraschend positiv. Durch das Mitwirken von vielen Vereinen können mittlerweile unser Aktiven fast flächendeckend Wettkampfpraxis sammeln. Im vergangenen Jahr waren es fast 200 Challenger, mit weit über 2.000 unterschiedlichen Aktiven, die teilgenommen haben. Wir hätten uns nicht träumen lassen, dass dies so schnell solch ein Erfolg wird.

In meinen Augen gibt es zwei Rahmenbedingungen, die Volltreffer waren. Einerseits ist es der Modus mit dem Schweizer System, der perfekt für Tischfußball-Turnierveranstaltungen mit vielen Teilnehmern ist. Und zweitens ist es natürlich die sehr geringe Gebühr, die keine Hürde darstellt.

Meine Sicht auf die Zukunft ist die, dass die Challenger mehr und mehr Eventcharakter bekommen. Einen Tag lang Kickern, Spaß haben mit cooler Musik im Hintergrund, leckeres Catering, wertige Siegerehrung...
Ich war im vergangenen Jahr z.B. in Paderborn und muss sagen, da ging mir das Herz auf. Das war eine mit viel Liebe organisierte Veranstaltung. Und ich bin positiv gestimmt, dass sich unsere Challenger allesamt nach und nach in diese Richtung entwickeln.
Wenn dann in jedem Landesverband pro Jahr ca. 8 - 10 solch wertige Events stattfinden würden, dürften wir zufrieden sein.

Um so etwas aufzubauen und um für die Vereine vor allen Dingen in den aktuell noch mitgliederärmeren Regionen ausreichend Anreize zu setzen und ihnen gleichzeitig die Möglichkeit zu geben, nicht an jeden Cent denken zu müssen, halte ich 10 Euro als Gebühr für sinnvoll.

Wenn man vergleicht, was man für sonstige Freizeitangebote in anderen Sportarten (Squash- oder Tennisplatz mieten, Kartfahren, ...) zahlt, sind 10 Euro für einen kompletten Tag sicherlich kein Wucher. Und wenn dann der durchschnittliche Spieler im Jahr vielleicht 10 Challenger besucht, dann wären das gut angelegte 100 Euro mit viel Spaß als Belohnung.

Und parallel dazu hoffe ich, dass es flächendeckend Tausende von Mini-Challengern gibt, wo überall und jederzeit für 2 oder 3 Euro Gebühr gekickert werden kann.

Dann wäre es rund.

Preisgeld wird es bei den Challengern natürlich nicht geben, außer es käme ein Sponsor um die Ecke, was nicht sehr wahrscheinlich ist. Wir sehen uns als Sportverband und nicht als eine Struktur, die Zocken um Geld organisiert. Und ja, ich kenne die Geschichte unseres Sports, der viele Jahre lang und teilweise immer noch so funktioniert hat. Aber auch hier sind wir auf einem guten Weg.

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Re: Challenger nur noch für Ligaspieler?

Beitrag von LieberEinzel! » 11.09.2018, 17:03

Klaus G. hat geschrieben:
18.02.2018, 12:15
In meinen Augen gibt es zwei Rahmenbedingungen, die Volltreffer waren. Einerseits ist es der Modus mit dem Schweizer System, der perfekt für Tischfußball-Turnierveranstaltungen mit vielen Teilnehmern ist. Und zweitens ist es natürlich die sehr geringe Gebühr, die keine Hürde darstellt.
@Klaus
Gibt es denn von Seiten des DTFB auch Ansätze die Rahmenbedingungen der Ligen der Verbände zu verbessern?
Die Ligen der Verbände sind zwar berechtigterweise Ländersache, trotzdem häufig zu unattraktiv.

Wenn ich mir die Teams der Herren-Bundesligisten oder die TOP 50 der DTFB-Rangliste anschaue, habe ich das Gefühl, dass 60% der Spieler nicht in ihrem Verband Liga spielen. Auch wenn die deutschen Spieler natürlich als Mitglieder irgendwo gelistet sind. Wie soll man auf der Basis Interessenten die Ligamitgliedschaft schmackhaft machen?

Es gibt meiner Meinung nach aktuell kaum einen Mehrwert für Spieler, die Tischfußball als Mannschaftssportart betreiben wollen. Weshalb wohl auch die Tendenz vieler dahin geht, Challenger ODER Liga zu spielen.
Auch an dieser Stelle sollte man ansetzen.

Klaus G.
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Re: Challenger nur noch für Ligaspieler?

Beitrag von Klaus G. » 14.09.2018, 11:23

Wir sitzen einmal pro Jahr mit allen Landesverbänden zusammen bei unserem Präsidententreffen. Das dient primär dazu, alle miteinander zu vernetzen und auf Basis der gemachten Erfahrungen nach Optimierungen zu suchen.
Im Endeffekt entscheidet dann aber die Mitgliederversammlung eines jeden Landesverbands.
Dort muss dann auf Basis der Rahmenbedingungen entschieden werden, was für den jeweiligen Landesverband mit seinem Ligabetrieb sinnhaft ist.

Als DTFB können wir exklusiv über die nationalen Ligabetriebe wie die Bundesligen und die Aufstiegsrunden entscheiden.

Unabhängig davon ist es so, dass aktuell deutlich mehr als doppelt so viele Mitglieder in unseren Strukturen am Ligabetrieb teilnehmen im Vergleich zum Turnierbetrieb. Das Interesse am Ligabetrieb ist also hoch. Es gilt also "lediglich" nach Lösungen auf regionaler Ebene zu suchen, wie dies so interessant wie möglich gestaltet werden kann - das, was wir auch für unsere Bundesligen ständig versuchen.

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Re: Challenger nur noch für Ligaspieler?

Beitrag von investigent » 17.09.2018, 19:10

Der große Durchbruch lässt isch kaum DAMIT erreichen, einen Elitegedanken zu verbreiten, weil dann die BESTEN Turnierformate für AnfängerINNEN nicht zum Tragen kommen - da kann keine Ligaleitung ein Feedback geben, weil diese Spieler sich einfach nicht in das Format einbinden lassen wollen -

OFFENES Turnier?
Draw Your Partner?
3-er Teams (d.h. mit einem Auswechselspieler)?

Es macht einen Unterschied, ob man sich an den Mitgliederzahlen oder an den Beitragszahlen messen läßt (extern / intern) - und wenn dann alle Plätze, auf die es ankommt für 2019 schon besetzt sind schaut man sich als "Underdsog" nach anderen Möglichkeiten um und orientiert sich daran, wie es in der Vergangenheit war, als man noch in eine x-beliebige Kneipe mit Kickergerät gehen konnte, sich das Spielgeschehen angeschaut hat und 50 Cent auf den Tisch gelegt hatte - und wenn es dann gepasst hatte, war man am Tisch und hat gegen jemanden gespielt, den man ansonsten nur von sehr weiter Ferne betrachten kann - im Internet ... :-((( Ich kenne sehr wenige Spitzensieler, die siuch um den Nachwuchs kümmern - so als ob es den Film "Die Farbe des Geldes" gar nicht geben würde --- da geht es um die Turnierszene Billard und das Geschehen im Trainingsraum --- :-))))

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Re: Challenger nur noch für Ligaspieler?

Beitrag von Elternabend » 18.09.2018, 08:02

Wenn Herr Gottesleben sich über die fehlende Jugend bei den Turnieren des DTFB beschwert, sollte er dies bei einem der nächsten Elternabenden in der Schule / Kita einmal ansprechen - bei der Ausschreibung zur DM 2019 wurde ja ein Formular bereitgestellt, in dem die Eltern den Kindern die Erlaubnis erteilen. bei den Turnieren anwesend zu sein. Bei den Kitas jedenfalls habe ich einmal angefragt, ob die auch anstatt mit Bauklötzen zu spielen auch schon mir Tischfußballfiguren spielen würden (weckt schon einmal erstes Interesse: "Was ist das?") - dabei bin ich dann ziemlich altmodisch gewesen und habe die Farben ROSA und HELLBLAU in´s Spiel gebracht - rosa für die Mädchen und hellblau für die Jungen. Dabei haben die Kleinen allerdings sämtliche erziehungspädagogischen Hilfsmittel für die Geschlechtertrennung über Bord geworfen und jeder macht was er will (war jka nicht anders zu erwarten, weil die Kleinen schon ziemlich früh feste Freundschaften zum SPIELKAMERADEN eingehen) - mit den Kleinen ist dann nicht gut Kirschen essen und der Bereich Gleichstellung (Männerquote - hier: in Hamburg und dort: Frauenquote) ist Herrn Gottesleben scheinbar noch nicht aufgefallen - ich mache ihm aber keinen Vorwurf, denn an Herrn Gottesleben ist die Vaterrolle vorbeigegangen (spurlos wie mir scheint). Vielleicht sollte Herr Gottesleben sich einmal die Tischfußballabteilung des Fc St. Pauli anschauen - der dortige Leiter, Herr Auria bringt auf die Turniere schon seine Kleinsten mit - auch wenn die dann letzter werden ist das egal (Credo vom Technischen Dierektor des Fc St. Pauli, Herr Lienen: Man muss beim Spielen nicht immer gewinnen - schön viele Gegentore zulassen :-) :-) :-) - am ende wird der Abstieg wieder verhindert und der Sasonhöhepunkt ist ja das Spiel gegen den HSV ... .

Pierre
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Re: Challenger nur noch für Ligaspieler?

Beitrag von Pierre » 19.09.2018, 10:39

Klaus soll Kickerfiguren in Kitas verteilen, damit kleine Kinder die schonmal in der Hand hatten und darauf konditioniert werden, verstehe ich das richtig?

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