Zukunft Tischfussball

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blue77
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Zukunft Tischfussball

Beitrag von blue77 » 26.10.2019, 11:41

Bin gerade über das Thema "Was ist dran am Tischfussballboom .... " gestolpert. Höchst interessant alles. Tiefgründiges über Strukturen, Vorstände, die die Zeichen der Zeit nicht erkennen, die Leiden der Ehrenamtlichen und dass die Welt so voller Undank usw. Alles richtig und wichtig.

Heute Stadtmeisterschaft in Bonn. Anmeldungen Junioren Einzel: 2. In Worten Zwei. Eins, zwei. Hoffentlich kommen die alle! Was bedeutet es für die Zukunft eines Sports, wenn 10 mal soviele Senioren als Junioren am Start sind? Nichts Gutes vermutlich.

Jugendarbeit? In NRW mag es sie geben, aber ich kriege davon nichts mit - und die jungen Leute, mit denen ich zu tun habe, leider auch nicht. Bin ich ein Meckerer, der selbst nix tut? Ja, bin ich. Darf einer, der selbst nix tut, die Jugendarbeit eines Verbandes kritisieren? Ja, darf er.

Vor vielen Monaten kam mal eine Mail mit nem Haufen Fragen zum Thema Jugendarbeit. Alles brav beantwortet (Frage mich, ob das mal einer ausgezählt hat und was dann mit den Ergebnissen gemacht wurde. Vermutlich in einem Aktenordner abgeheftet). Auf der letzten Delegiertenversammlung (NRW) stand einer auf der Bühne - zuständig für Jugendarbeit. Den Namen habe ich mir nicht gemerkt, wollte ich auch nicht. Käppi mit Schirm im Nacken, vermutlich als Zeichen der Jugendaffinität. Was hat er gesagt: Nichts, oder nichts, was man sich hätte merken müssen.

Warum schreibe ich das? Weil ich mich doch ärgere. Wer über Tischfussball in D schreibt und nichts über die mehr als prekäre Situation beim Nachwuchs spricht, hat das Thema wohl doch verfehlt.

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TommyZero
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Re: Zukunft Tischfussball

Beitrag von TommyZero » 26.10.2019, 17:48

blue77 hat geschrieben:
26.10.2019, 11:41
Heute Stadtmeisterschaft in Bonn. Anmeldungen Junioren Einzel: 2. In Worten Zwei. Eins, zwei. Hoffentlich kommen die alle! Was bedeutet es für die Zukunft eines Sports, wenn 10 mal soviele Senioren als Junioren am Start sind? Nichts Gutes vermutlich.
... vielleicht bedeutet das auch, dass die meisten Spieler nach ihrem Juniorenalter zum Kickern finden. Natürlich wäre es zu begrüßen, wenn deutlich mehr Junioren am Start wären. Aber "die Zukunft des Tischfussballs" sehe ich durch die Teilnahme von leider nur 2 Junioren in Bonn nicht bedroht ;) Alles immer eine Frage der Argumentation^^ [/quote]
blue77 hat geschrieben:
26.10.2019, 11:41
Jugendarbeit? In NRW mag es sie geben, aber ich kriege davon nichts mit - und die jungen Leute, mit denen ich zu tun habe, leider auch nicht. Bin ich ein Meckerer, der selbst nix tut? Ja, bin ich. Darf einer, der selbst nix tut, die Jugendarbeit eines Verbandes kritisieren? Ja, darf er.
Du kritisierst Arbeit, von der du selbst aber nix mitkriegst ... oder verstehe ich irgendwas falsch?
blue77 hat geschrieben:
26.10.2019, 11:41

Warum schreibe ich das? Weil ich mich doch ärgere. Wer über Tischfussball in D schreibt und nichts über die mehr als prekäre Situation beim Nachwuchs spricht, hat das Thema wohl doch verfehlt.
... ich glaub, du schreibst das weil du Kickern gut findest. Und weil du dich gern drüber unterhalten möchtest. :-)
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Tex-Hex
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Re: Zukunft Tischfussball

Beitrag von Tex-Hex » 26.10.2019, 22:15

blue77 hat geschrieben:
26.10.2019, 11:41
Bin ich ein Meckerer, der selbst nix tut? Ja, bin ich. Darf einer, der selbst nix tut, die Jugendarbeit eines Verbandes kritisieren? Ja, darf er.
Darf einer meckern und gleichzeitig möglicher Kritik daran sofort präventiv den Wind aus den Segeln nehmen, indem er fragt ob man meckern darf und es dann direkt selbst mit Ja beantwortet? Keine Ahnung, ist mir zu philosophisch. Muss man diese Art der Diskussionsführung mögen? Ich tus jedenfalls nicht.

Zum Thema: Klar ist es schwierig, die Jugend von einem Sport zu begeistern, von dem die breite Masse noch nicht mal weiß, dass man es überhaupt als ernsthaften Sport betreiben kann. Trotzdem ist die Nachfrage unter den Junioren so groß wie nie und steigt auch immer weiter, wenn auch langsam. Daran ändert auch ein einzelnes Turnier nichts, wo es vielleicht etwas enttäuschend wenige Anmeldungen gab. Bonn ist ein einfaches Challenger, wenn auch an zwei Tagen. Nicht mal ein Itsf. Daran festzumachen, wie schlecht es doch um unsere Jugend steht finde ich etwas übertrieben.

Bratpopel
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Re: Zukunft Tischfussball

Beitrag von Bratpopel » 26.10.2019, 23:07

Ich glaube auch, dass das Challenger keine Rückschlüsse auf die Jugendarbeit zulässt.

Jugendliche waren im Kickersport schon immer rar gesät. Die Meisten kommen tatsächlich erst mit den Erwachsenenalter an unseren schönen Sport.

Bei uns gibt es sogar ein Angebot für Jugendliche, wird aber bisher nicht so recht angenommen.

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Re: Zukunft Tischfussball

Beitrag von LieberEinzel! » 28.10.2019, 22:16

blue77 hat geschrieben:
26.10.2019, 11:41

Heute Stadtmeisterschaft in Bonn. Anmeldungen Junioren Einzel: 2. In Worten Zwei. Eins, zwei. Hoffentlich kommen die alle! Was bedeutet es für die Zukunft eines Sports, wenn 10 mal soviele Senioren als Junioren am Start sind? Nichts Gutes vermutlich.
Es sah so aus. Aber dann ist Fränkisch Crummbach noch mit dem Bus vorgefahren. :mrgreen:
Schlussendlich waren es insgesamt 12 Jugendliche. Inklusive einem grandiosen U16 Michel, der mal eben das OE (54 Teilnehmer) klargemacht hat.
Durch die ITSF-Absage des Turniers in Luxemburg wurde die Bonner Stadtmeisterschaft über Nacht zum größten NRW-Challenger 2019.

Und auch wenn deine Aussage nun etwas hinkt, kann man aber trotzdem mal einige Fakten hinterfragen:
- 10 der 12 Jugendlichen kamen aus Fränkisch Crumbach
- 95 DTFB-gelistete U19 Junioren vs. 269 DTFB-gelistete Ü50 Senioren (2019)
- Anzahl der BuLi-Vereine vs. Anzahl der Vereine mit aktiver Jugendarbeit (ohne Worte)

Verwundert bin ich allerdings, über die "Kosten-Nutzen-Rechnung" der Abteilungen Damen, Senioren und Jugend.
Wärend man sich im gleichen Zeitraum für "kleine Erfolge" im Jugendbereich Beine ausreißen musste, boomt es bei den Damen und Senioren scheinbar von alleine. Das ist schon erstaunlich.

Meine Theorie ist, dass 15 km für U18-JuniorInnen einfach schon ein unüberwindbares Hindernis darstellen.
Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass man die Nachnamen vieler JuniorInnen auch in der Ü35-Herrenrangliste findet.

Klaus G.
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Re: Zukunft Tischfussball

Beitrag von Klaus G. » 28.10.2019, 22:37

Welch ein schöne Gelegenheit, um allen Menschen, die sich um unseren Tischfußballnachwuchs kümmern, Danke zu sagen. Herzlichen Dank liebe Helfer und Betreuer!

Im Jugendbereich geht es stetig aufwärts und zwar deshalb, weil wir mehr und mehr tolle Menschen haben, die ihre Freizeit einsetzen, um der wachsenden Anzahl an Kindern und Jugendlichen, die Spaß am Kickern haben, entsprechende Möglichkeiten zu bieten.

In Bonn beim Challenger waren auch nicht 2 oder 12 sondern mindestens 15 Jugendliche, von denen ich weiß, 12 davon haben das Junioren-Doppel gespielt.
Und Michel, der das offene Einzel gewonnen hat, ist übrigens gerade erst 15 geworden. So etwas hätte man sich vor 10 Jahren vermutlich nicht vorstellen können. Das ist sicherlich auch ein Ergebnis der Jugendarbeit.

Bei der letzten WM gingen von den 7 ausgespielten Goldmedaillen im Juniorenbereich 6 nach Deutschland inkl. dem Titel für das deutsche Juniorennationalteam.

Die Deutsche Tischfußballjugend DTFJ richtet pro Jahr zwei gut besuchte Kickercamps aus, in der Junioren-Bundesliga spielen in diesem Jahr 13 Teams (im letzten Jahr waren es 10) und bei der DM im Januar waren über 80 Junioren am Start - rund doppelt so viel wie bei der DM im Jahr zuvor.
Es gibt immer mehr Vereine, die außerhalb der Gastronomie organisiert sind und damit die Möglichkeit haben, Angebote für Jugendliche zu unterbreiten. Und viele tun das auch wie z.B. in Fränkisch-Crumbach, Ingolstadt, Telgte, St. Wendel, Ottweiler, Neudenau, St. Pauli, Frankenthal oder auch in Jugendzentren wie im new way in Berlin.

Und ja, wir haben immer noch deutlich mehr Senioren als Junioren. Und ja, wir sprechen hier über ein sehr zartes Pflänzchen bei der Jugendarbeit. Aber in den letzten Jahren tut sich sehr viel und wir sind weltweit im Jugendbereich ganz sicher die führende Nation. Daher sollten wir einfach allen denen, die für diese schöne Entwicklung Sorge tragen, Danke sagen und hoffen, dass sie bei der Stange bleiben, damit sich der Trend fortsetzt.

Diego29
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Re: Zukunft Tischfussball

Beitrag von Diego29 » 30.10.2019, 20:23

Klar sollten es in Zukunft deutlich mehr Junioren auf den DTFB/ITSF Veranstaltungen werden, dass wäre schön und mit Sicherheit auch ein wichtiger Indikator, wie weit Tischfußball als Sport etabliert ist. Aber was bitte ist schlimm daran, dass mehr Senioren, als Junioren beim Challenger waren? Ich finde gerade die Senioren, sind eine so tolle Bereicherung für den Tischfußball, mit all ihrer Erfahrung und Einsatz in den Vereinen, die oft auch noch einen anderen Blick oder ein Gefühl zum Vereinsleben haben. Von mir aus kann gerne auch die Anzahl der Senioren stetig weiter steigen! : )

lg Alex

gus
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Re: Zukunft Tischfussball

Beitrag von gus » 08.11.2019, 19:31

"Aber was bitte ist schlimm daran, dass mehr Senioren, als Junioren beim Challenger waren? "

Es ist doch total logisch, dass es mehr Senioren im Tischfussball gibt als bei den Junioren: Wer einmal von der Kickersucht berührt wurde, der steigt auch nicht mehr aus und spielt ewig weiter ;-) Der Altersunterschied bei den Senioren ist viel höher als bei Junioren... Die Senioren spielen zwar seltener, dafür aber umso regelmäßiger bis ins "höchstmögliche" Alter hinein.

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Seppo
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Re: Zukunft Tischfussball

Beitrag von Seppo » 12.11.2019, 13:27

Ich kenne viele Hobbyspieler, die als Kind mal gelegentlich gespielt haben und dann mit den ersten Kneipenbesuchen wieder dazu gekommen und geblieben sind. Die Frage wohl auch bis zu welchen Alter man den Nachwuchs definiert.

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