Anschlagfoul beim Bandenpass


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Vortex
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Anschlagfoul beim Bandenpass

Beitrag von Vortex » 03.04.2018, 13:29

Moin :-)

mich würde mal interessieren wie ihr es handhabt wenn ihr einen Brushpass zur Bande "blockt".
Ich habe es öfters erlebt das der Gegner ein Foul angesagt hat, weil er der Meinung war er hat den Ball durch das Anschlagen verloren.
Wie seht ihr das?
ich habe in einem Fall das ganze als "in Ordnung" akzeptiert, weil die Puppe nach hinten gerichtet stand und er genau drunter gepasst wurde.
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phelan
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Re: Anschlagfoul beim Bandenpass

Beitrag von phelan » 04.04.2018, 11:32

Versteh ich nicht. Wer hat den Ball wo verloren? Liegt er danach bei dir auf der Fünf? Oder hast du ihn zwischen Figur und Bande eingequetscht oder sowas?

Vortex
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Re: Anschlagfoul beim Bandenpass

Beitrag von Vortex » 04.04.2018, 19:17

also Spieler 1 spielt einen Bandenpass als Brush
Spieler 2 (defensiv an der 5) blockt den Ball und hat das Gefühl durch den Schlag den Ball verloren zu haben, da er denkt ohne den schlag wäre besagter Pass an der Bande unter der Puppe geblieben.
sowas hier. Der schiri lässt allerdings laufen.
https://youtu.be/176wJF-S3VI?t=996
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Thomas K.
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Re: Anschlagfoul beim Bandenpass

Beitrag von Thomas K. » 05.04.2018, 16:46

Ewiges Thema. Wird immer wieder kontrovers diskutiert...

Aus Regelsicht ist es so, dass offensive Aktionen anders bewertet werden als defensive - das heißt:
  • wenn du nicht im Ballbesitz bist, ist ein Anschlagen (also ein potenzielles Foul) genau dann nicht regelkonform, wenn durch die eigene Aktion die Chancen des Gegners auf Ballbesitz klar verringert wurden (man hat es ihm schwerer gemacht, deswegen konnte er den Ball nicht fangen -> Foul)
  • wenn du im Ballbesitz bist und anschlägst, ist es nur dann ein Foul, wenn durch diese Aktion dem Gegner definitiv die Möglichkeit auf Ballbesitz genommen wurde
Das führt dann dazu, dass der Schlag alleine natürlich nicht ausreicht - der blockende Spieler muss m.E. auch sowohl die Figur nach hinten angewinkelt haben, als auch irgendwie bereit gewesen sein, den Ball auch wirklich zu behalten (wollte ihn reinlaufen lassen oder fangen) und er stand nicht einfach nur vollkommen angespannt in der Gegend rum und wurde angeschossen :wink:

Tatsache ist, dass manche Spieler sehr wohl hart anschlagen beim Bandenpass. Diese technische Schwäche sollte natürlich nicht dazu führen, dass der Pass im Endeffekt effizienter ist, da niemand den Ball behalten kann beim Block. Deswegen gibt es meist ein gewisses Maß an Härte, das nicht überschritten werden darf; um das herauszufinden, braucht es einfach Erfahrung. Es kommt meiner Meinung nach auch darauf an, von wo der Pass gespielt wurde, denn bei einem sehr schrägen Bandenpass wird 1. logischerweise mehr angeschlagen, da die Brushbewegung ja auch mehr Seitwärtsbewegung beinhaltet als bei einem flachen Bandenpass und 2. ist das "Timing" des Schlags anders, d.h. evtl. ist der Ball noch nicht in Puppenkontakt, wenn der Schlag kommt. Bei einem flachen Bandenpass, bei dem sehr hart angeschlagen wird (was ja an sich schon mal unnötig ist, es könnte auch bewusst so trainiert worden sein, um eben diesen Effekt des "der Gegner kann ihn so schwerer effektiv blocken"'s herbeizuführen) ist das Timing vom Anschlagen meist genau in dem Moment, wenn der Ball die gegnerische Figur berührt (starkes Indiz für ein Foul).

Als Schiedsrichter gibt es im Laufe des Spiels meist mehrere solcher Situationen zu beurteilen und das Wichtigste dabei ist, dass man eine einheitliche Linie fährt. Das heißt, man nimmt sich einen bestimmten Härtegrad als Maßstab ("Das Anschlagen bei dem Pass war genau an der Grenze") und versucht dann, ähnliche Situationen fair einzuschätzen. Generell kommt es ja auch ein bisschen auf das technische Niveau der Spieler an, ab wann es wirklich ein Foul ist (also der Moment, ab dem eine tendenziell irreguläre Aktion wirklich zum Nachteil für eine Partei führt) - aber das ist dann eine andere Geschichte :-) Frage beantwortet?

Vortex
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Re: Anschlagfoul beim Bandenpass

Beitrag von Vortex » 10.04.2018, 11:45

Kannst du mir den Regelauszugn dazu nennen, Thomas?
Davon habe ich nie gehört.
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Thomas K.
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Re: Anschlagfoul beim Bandenpass

Beitrag von Thomas K. » 19.04.2018, 10:26

Any banging of the side walls or movement of the table that causes the opponent to lose possession or prevents them from
catching the ball is considered a jarring infraction. Simultaneous bumping of the wall, as part of a pass or shot, is not considered
jarring unless there was excessive force that clearly prevented the opponent from gaining possession

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Re: Anschlagfoul beim Bandenpass

Beitrag von abc123312123 » 19.04.2018, 11:24

kannst du noch die quellle posten?

Vortex
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Re: Anschlagfoul beim Bandenpass

Beitrag von Vortex » 19.04.2018, 15:12

Ist aus dem ITSF Regelwer, Englische Version Seite 12, Punkt 16

Thomas:
Da steht aber doch nichts von offensiv oder defensiv?
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Tex-Hex
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Re: Anschlagfoul beim Bandenpass

Beitrag von Tex-Hex » 19.04.2018, 16:30

Naja, 'Teil eines Passes oder Schusses' kann man schon getrost als offensive Aktion interpretieren ;-)

Thomas K.
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Re: Anschlagfoul beim Bandenpass

Beitrag von Thomas K. » 23.04.2018, 14:48

Ja, das trifft es wahrscheinlich sogar eher als meine relativ pauschale Einteilung in offensiv und defensiv. Im Endeffekt geht es ja darum, wie sehr man anschlagen darf, wenn der Schlag ein Teil des Passes/Schusses war.

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Re: Anschlagfoul beim Bandenpass

Beitrag von Bambole » 23.04.2018, 17:22

Sehr interessant! Vielen Dank für diese Erklärungen!

Wie verhält es sich beim Anschlagen auf der 3 - bei einem Snake? Beim Garlando ist es öfter so, dass die Schussabgabe "ganz aussen" ist, was entsprechend auch einen solchen "Bandenkontakt" zur Folge haben kann.

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Re: Anschlagfoul beim Bandenpass

Beitrag von Kubala » 23.04.2018, 23:48

Bambole hat geschrieben:
23.04.2018, 17:22


Wie verhält es sich beim Anschlagen auf der 3
Meines Wissens nach ebenfalls Anschlagfoul. Beispiel rechts lang: Der Schütze jagt den Ball rechts sehr lang knapp an den Pfosten und zieht die Stange so weit, dass er hinten anschlägt. Dadurch kann er sogar den Tisch so verschieben, dass aus einem Pfostenschuss noch ein Tor wird, daher Foul.

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Re: Anschlagfoul beim Bandenpass

Beitrag von Thomas K. » 26.04.2018, 00:13

Kubala hat geschrieben:
23.04.2018, 23:48
Bambole hat geschrieben:
23.04.2018, 17:22


Wie verhält es sich beim Anschlagen auf der 3
Meines Wissens nach ebenfalls Anschlagfoul. Beispiel rechts lang: Der Schütze jagt den Ball rechts sehr lang knapp an den Pfosten und zieht die Stange so weit, dass er hinten anschlägt. Dadurch kann er sogar den Tisch so verschieben, dass aus einem Pfostenschuss noch ein Tor wird, daher Foul.
Das ist in 99% der Fälle definitiv kein Foul. Dafür muss der Tisch schon ordentlich bewegt werden und meist hebt er sich nur ca. 0,5cm an (fühlt sich halt immer viel heftiger an). Wie schon oben geschrieben: wenn bei der offensiven Aktion nicht eindeutig klar ist, dass dadurch irregulär ein Vorteil errungen wurde, macht da kein guter Schiedsrichter etwas.

Wer es noch nicht kennt, das ist auch recht interessant: https://www.youtube.com/watch?v=n4zRgaH8hi0

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Re: Anschlagfoul beim Bandenpass

Beitrag von scorp » 26.04.2018, 09:10

Moin,

ich kenn das Video, es war auch schon hier im Forum. Es lässt sich leider alles sehr schwer nachvollziehen, seine übermäßigen anschläge sind kaum als Wackler zu erkennen. Vielleicht ist der Bonzini auch viel toleranter gegenüber anschlagen. Diese Aussage "wenn dein Winkel stimmt ist egal wie hart angeschlagen wird" mag aufm Bonzini korrekt sein, beim Leo mit aktuellem Ball glaube ich das kaum.

Ich persönlich habe da leider überhaupt kein Gefühl dafür. Manche Leute callen jede Bandenberührung im richtigen Moment als Anschlagfoul (ich war Verteidiger), andere geben mir nach meinen pässen von allein den Ball wieder obwohl ich selbst nichtmal ein Anschlagen bemerkt habe. Der Ball is mir eben weggerutscht. Ich habe auch noch nie mit Schiri gespielt.

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Re: Anschlagfoul beim Bandenpass

Beitrag von Thomas K. » 26.04.2018, 09:30

Es ist nicht einfach, keine Frage. Abgesehen von den unterschiedlichen Tischmodellen kommt es rein theoretisch neben dem Timing und der Härte des Schlags auch noch darauf an, wie sicher der Tisch steht (wackelt er leicht, steht er bombenfest wegen Teppichuntergrund o.ä.), was das technische Niveau der Spieler ist und in welchem Zustand Tisch/Ball sind.

Zum Beispiel merke ich bei einem wackligen Tisch mit rutschigem Ball jede Bandenberührung durch den gesamten Tisch gehen, er vibriert regelrecht. Und nicht nur ich, auch andere merken das ;-) Abgesehen davon merkt man das auch irgendwann statistisch, wenn quasi jedes Mal nach dem Anschlagen der Ball wegspringt, aber sonst die Fangquote/Ballsicherheit bedeutend höher ist.

Weichere Puffer, wie die neuen bei Ullrich, wären eine einfache Lösung. Leonhart hat sich damals leider für harte und laute Puffer entschieden, damit man eindeutig merkt, wann ein Foul begangen wird... zumindest war das der Gedanke, glaube ich.

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