Challenger nur noch für Ligaspieler?


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B.Martinez
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Challenger nur noch für Ligaspieler?

Beitrag von B.Martinez » 14.02.2018, 09:10

Hallo zusammen,

kann mir hier vielleicht jemand verraten, warum die DTFB-Challenger Turniere 2018 nur noch für Ligaspieler zugelassen sind. Ich fand es für ambitionierte Hobbyspieler immer eine gute Gelegenheit sich mit Vereinsspielern unter Wettkampfbedienungen zu messen, und diese näher an die Vereine heranzuführen.

Danke und sportliche Grüße

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Re: Challenger nur noch für Ligaspieler?

Beitrag von phelan » 14.02.2018, 10:58

Moin,

oh diesen bösen Ligaspieler :)

ABER: Man muss nicht in einer LIGA in einer MANNSCHAFT gemeldet sein um Challenger spielen zu können. Es reicht wenn du im Verein angemeldet bist und dieser dich an den DTFB meldet. Das ist nicht dasselbe!

B.Martinez
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Re: Challenger nur noch für Ligaspieler?

Beitrag von B.Martinez » 14.02.2018, 11:17

Hallo,

danke für den Hinweis, so war es auch nicht gemeint.

Es gibt halt doch ein paar Spieler die nicht in einem Verein sind und trotzdem gerne mal ein Turnier mitspielen würden, bzw. mitgespielt haben. War ja in den letzten Jahre auch immer möglich, so bin ich z.B. dann zu einem Verein gekommen. Mich würde halt nur interessieren, warum jetzt nur noch DTFB-Mitglieder mitspielen dürfen.

Danke und sportliche Grüße

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Krezip
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Re: Challenger nur noch für Ligaspieler?

Beitrag von Krezip » 14.02.2018, 11:53

Hey,

mir scheint, dass diese Regelung nicht einheitlich bei allen Verbänden angewendet wird. In der Ausschreibung für das Challenger am 25.03. in Berlin findet sich noch folgende Formulierung: "15€ pro Person // 10€ pro Junior // 10€ RABATT FÜR DTFB - MITGLIEDER"

In der Spielordnung, die laut Ranglistenturnierordnung die Teilnahme regelt, steht folgendes:
"3.1.2Berechtigung zur Teilnahme an den Wettbewerben des DTFB
3.1.2.1 Startberechtigung von Einzelspielern
(1) An den Einzel- und Doppelwettbewerben der Ranglistenturniere des DTFB können grundsätzlich
alle aktiven Mitglieder des DTFB teilnehmen. Spieler, die kein aktives Mitglied des DTFB sind,
können gegebenenfalls teilnehmen, wenn die Bedingungen dafür in der jeweiligen Ausschreibung
festgelegt sind. Die Teilnahmevoraussetzungen sind vom Ausrichter oder der von ihm bestellten
Turnierleitung bei Anmeldung zu prüfen."

Eine Pflicht scheint es daher nicht zu geben. Oder gibt es eine offizielle andere Info? Blöd ist natürlich, dass das Blanko-Formular zur Turnierausschreibung aktuell keine andere Option lässt, als nur Verbandsmitglieder zuzulassen.

Gruß,

Krezip

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Re: Challenger nur noch für Ligaspieler?

Beitrag von eumelzock » 14.02.2018, 12:08

B.Martinez hat geschrieben:
14.02.2018, 11:17
Mich würde halt nur interessieren, warum jetzt nur noch DTFB-Mitglieder mitspielen dürfen.
Ich vermute mal, das es sich hier um eine durchaus legitime Maßnahme zur Stärkung der Mitgliederzahlen in den Vereinen handelt.
DTFB Challenger sind Ranglistenturniere die ein gewisses Maß an Professionalität voraus setzen sollten (wie in jedem anderen Spitzensport auch), dazu gehört u.a die ordentliche Organisation des Spielers in Verein/Verband.
Wer sich so gut wähnt an einem DTFB Challenger teilzunehmen, der kann sich ja auch beim örtlichen Verein anmelden, ist ja kein Beinbruch.
Im Vergleich zur alten Lösung spart er ja ggf. sogar noch Geld.
Bei Landesverbands Challenger ist das ja soweit ich weis nicht der Fall, somit können diese Veranstaltungen weiterhin von Hobbyspielern besucht werden.

Wie steht das dann zB. mit schweizer Spielern ? Müssen die sich dann hier in Vereinen einschreiben oder gibt es da ne Sonderlösung ?
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Re: Challenger nur noch für Ligaspieler?

Beitrag von Murdoc » 14.02.2018, 12:41

Hi B.Martinez,

wo hast du denn die Information her, dass nicht gemeldete Spieler nicht zugelassen sind?
Meines Wissens nach, wurde bei der letzten Verbandspräsidentenkonfernz beschlossen, 10 Euro Gebühr pro nicht gemeldete Spieler zu verlangen.
Diese 10 Euro wurden uns nach den Challengern auch immer, vom Verband, in Rechnung gestellt.
Es kann natürlich sein, dass einzelne Veranstalter, nicht Gemeldete ausschließen. Aber vll. reicht da, einfach mal eine Mail an den Veranstalter zu schreiben.
Ich persönlich finde diese "Strafgebühr" auch sehr hinderlich bei der Gewinnung neuer Turnierteilnehmer und würde zumindest für ein kostenfreies "Probechallenger" plädieren.

Grüße

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Re: Challenger nur noch für Ligaspieler?

Beitrag von e.t.chen » 14.02.2018, 13:22

Ich hoffe es gibt keinen Ärger, wenn ich die Textpassage aus den Notizen vom Präsidententreffen hierzu veröffentliche:
Die Präsidentenrunde hat beschlossen, dass bei Challenger-Turnieren künftig nur noch
Spieler teilnehmen dürfen, die beim DTFB/ITSF gemeldet sind; gleichzeitig steht es dem
Landesverband frei, wenn es dieser als sinnvoll erachtet, ein Schnupperangebot oder was
auch immer zu realisieren, bei dem sie über einen Verein einen Gastspieler spontan melden
(z.B. gegen kleinen Obolus) um z.B. für eine begrenzte Zeit - z.B. 3 Monate, nachdem sie den
Spieler dann automatisch wieder austragen; im Verein selber könnte derjenige per Satzung
so gefasst werden, dass er kein Stimmrecht hat; die entsprechende Passage zum Startgeld für
Mitglieder fällt in Ausschreibungen weg
Diese und weitere Infos haben die Vorsitzenden der Verbände bekommen und diese haben die Aufgabe, die Infos an die Spieler weiterzugeben.
Trotzdem bin ich der Ansicht, dass diese Infos für alle zugänglich bei einer offiziellen Quelle (dtfb-Seite oder hier im Forum) einsehbar zu sein haben. (Und nicht nur bei Facebook!!!)
Die Informationspolitik sehe ich absolut als ausbaufähig.
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Re: Challenger nur noch für Ligaspieler?

Beitrag von Klaus G. » 14.02.2018, 13:35

Hallo,

aktueller Stand ist, dass nur Verbandsmitglieder an einem Challenger teilnehmen können.
Das hatte die letzte Präsidentenrunde beschlossen und daher ist das im Challengerformular auch fest verankert, siehe
http://www.dtfb.de/images/stories/2016/ ... eibung.pdf

Aber Ausgangspunkt war ja die Frage, warum an einem Challenger nur Mitglieder teilnehmen dürfen.

Neben dem Spielspaß, den Challenger für kleines Geld bieten sollen, steht natürlich auch im Fokus, den nachhaltigen Strukturaufbau und damit die Stärkung der Vereine zu fördern.

Wir hatten laut Einschätzung unserer Verbandsfunktionäre in den vergangenen Jahren regelmäßig mehr Mitglieder durch die Challenger verloren als hinzugewonnen.
Es gibt scheinbar vermehrt Spieler, die keine Lust auf Liga (mehr) haben, aber dennoch gerne hier und da Turniere spielen.
Also sind sie aus den Vereinen ausgetreten und spielten nur noch für 5 Euro Challenger.

Als Antwort darauf hatten wir eingeführt, dass Nichtmitglieder einen Zuschlag auf den Challengern zahlen.
Das hatte zur Konsequenz, dass die ausrichtenden Vereine froh waren, eine Zusatzgebühr zu kassieren für Nichtmitglieder und hofften, dass möglich viele Nichtmitglieder erscheinen. Und falls dann jemand gesagt hatte, dass er nicht mehr als 5 Euro zahlen wird, dann ließen es ihm die Ausrichter auch durchgehen. Besser 5 Euro als nichts.
Das führte dazu, dass diese Tür noch weiter auf war und wir erneut Mitglieder verloren, die nur noch Turniere spielen wollten – kostete im Extremfall immer noch nicht mehr.

Daraufhin kamen wir auf die tolle Idee gemeinsam mit den Landesverbänden, die Gebühr auf zusätzliche 10 Euro pro Spieler zu setzen, die der Verein an die Deutsche Tischfußballjugend zahlen muss.
Das war organisatorisch ein dermaßen großer Aufwand für uns, dass wir auch das wieder sein ließen.

Nun ist die aktuelle Regelung eben so, dass nur noch registrierte Mitglieder teilnehmen können.
Bisher kam noch kein negatives Feedback dazu aus den Landesverbänden.

Meiner Meinung nach ist die aktuelle Regelung auch der Idealzustand. Wir sind eine auf nachhaltigen Strukturaufbau ausgerichtete Sportorganisation und kein Turnierausrichter. In erster Linie sollten wir darum bemüht sein, unseren Mitgliedern wertige Leistungen anzubieten und das tun wir mit den Challengern.

Und in Zeiten von mehr und mehr überbuchten Challengern wäre es auch schade, wenn unsere Mitglieder, die die Strukturen tragen, nicht teilnehmen könnten, weil Startplätze von Nichtmitgliedern belegt sind.

Zum Schnuppern können Vereine gerne massenweise Mini-Challenger oder sonstige Events anbieten. Und falls jemand Interesse am Turniersport hat, kann er sicherlich auch als Zuschauer erkennen, was ihm ein Challenger bieten würde.

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Re: Challenger nur noch für Ligaspieler?

Beitrag von Murdoc » 14.02.2018, 13:44

Na das ist doch mal ein Wort, danke für die Info, e.t.chen und Klaus G.
Als jemand der immer nur am receiving end der Informationskette steht, finde ich die Informationsdistribution auch erschreckend schlecht. Gerade unter dem Gesichtspunkt, dass der große Sprung zum Breitensport angestrebt wird und somit die Vereine eher mehr als weniger involviert werden sollten. Aber ich spreche hier auch aus der absoluten Kickerprovinz und vll. sieht es in den Hochburgen ja besser aus.

Nochmal Danke und Grüße

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Re: Challenger nur noch für Ligaspieler?

Beitrag von phelan » 14.02.2018, 16:05

Ich möchte das Gesagte von Klaus unterstreichen und um folgendes ergänzen:

Im Sport geht es einzig und allein um die Mitgliederzahlen der Verbände! Der Erfolg unseres Nischensports steht und fällt mit der Zahl, die der DTFB bzw die einzelnen Verbände aufbringen können. Die magische Zahl die hier im Raum steht ist 10.000 für den DTFB (Anforderung Deutscher Olympischer Sportbund) und 1500 für die einzelnen Verbände (Anforderungen Landessportbunde (einzeln abweichend)).
Und diese ist im Moment alles andere als repräsentativ dafür, wer alles tatsächlich in Deutschland regelmäßig Tischfußball spielt und noch wichtiger, die Angebote der Vereine nutzt. Umso wichtiger ist es, alle Leute in DE ins Boot zu holen, um das Thema Tischfußball endlich mal Salonfähig zu machen. Den mit der Mitgliedschaft in den jeweiligen Sportbünden steht den Vereinen und Verbänden auch erst die entsprechende öffentliche Hilfe zur Verfügung, mit der der DTFB vielleicht mal NICHT 50.000 € Minus machen muss, um die Weltmeisterschaft in dem Rahmen auszuführen. Oder vielleicht können sich dann mal die Vereine richtige Vereinsheime leisten und sind nicht auf verrauchte Cafes und Kneipen angewiesen, in denen keine Jugendarbeit möglich ist. Gerade für Vereine in Ballungsgebieten ist es schlichtweg finanziell aufgrund von Immobillien und Quadratmeterpreis explosion nicht möglich, alleine auf den Beinen zu stehen.
Und gerade in Anbetracht dessen finde ich es mehr als gerechtfertigt, wenn man langsam eine Mitgliederpflicht für die Teilnahme an unseren Veranstaltungen einführt. Natürlich sollte es dann auch gegen einen so geringen Obulus wie möglich eine Option geben, an der jemand Mitglied werden kann, aber das ist Sache der Vereine / der Verbände, das herauszufinden. Zur Zeit verlangt der DTFB wohl für gemeldete Spieler eine Gebühr von 2 € wenn ich mich recht erinnere. Wenn der Verband und der Verein vielleicht auch noch ein paar € UKB erheben wollen, dann sind wir mit 5 € oder so als Mitgliedsgebühr der einfachsten Form, mit der man dann am Challenger teilnehmen kann, mit dabei. Und das kann nun wirklich jeder aufbringen!

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Re: Challenger nur noch für Ligaspieler?

Beitrag von B.Martinez » 14.02.2018, 16:57

Hallo zusammen,

vielen Dank für die ganzen Informationen. Mit diesem ganzen Hintergrundwissen ergibt das ganze dann auch wieder Sinn!

Vielen Danke dafür und sportliche Grüße

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Re: Challenger nur noch für Ligaspieler?

Beitrag von e.t.chen » 15.02.2018, 09:02

Um hier nochmal auf die Kosten einzugehen:
Wie phelan schon schreibt, ist es in den Vereinen extrem schwierig eine gut erreichbare Location zu guten Konditionen zu bekommen.
Finanziell geht es den Vereinen nicht gut.
Daher muss ich dem anderen Argument von ihm leider widersprechen, denn eine Jahresgebühr von 5 Euro pro Spieler zu erheben ist schlichtweg nicht möglich.
Wir in MV sind schon recht günstig mit 15 Euro. Allerdings gibts auch bei uns schon einige Kneipenspieler, denen das zu teuer ist.
Nun gibt es aber auch Vereine, die 80 oder mehr Euro pro Jahr verlangen. Für mich (wenn es um mein Hobby Nummer 1 geht) überhaupt keine Frage, dass ich auch das zahlen würde. Aber für Gelegenheitsspieler, die das ganze in Bier umrechnen schon eine harte Entscheidung.
Hinzu kommt, dass wir in diesem Jahr mit Material spielen müssen, das wir nach einem Turnier wegwerfen können (Siehe Leo Ball 2018 Thread). Da wir die Bälle bisher für die Turniere selbst gestellt haben, wieder ein großer Kostenfaktor. In Zukunft stellen wir wohl einen Ball pro Turnier, pro Tisch und wenn die Spieler einen neuen wollen, müssen sie ihn selbst mitbringen, bzw bei uns einen neuen kaufen. -> Wieder ein Kostenfaktor, der auf die Spieler umgewälzt wird.

Demzufolge bin ich mir unsicher, ob es wirklich hilfreich ist, die Nicht-Verbands-Spieler auszuschließen. Ich glaube nicht, dass man diese damit in die Vereine "hineinzwingen" kann. Es werden also höchstwahrscheinlich noch weniger Spieler zum Turnier kommen und noch weniger Einnahmen generiert.

Aus Sicht des DTFB zur Vergrößerung der Mitgliederzahl vielleicht sinnvoll. Aus Vereinssicht eher kontraproduktiv, denke ich.

Und was die 50 000 € Minus bei der WM angeht. Die waren soweit ich mich erinnere eingeplant und vorfinanziert. Ist es bei Großereignissen nicht immer so, dass der Veranstalter finanziell Verlust macht, um sich die Anerkennung zu erkaufen und als guter Gastgeber dazustehen? Siehe olympische Spiele, Fußball WM usw... Ich glaube, anders funktioniert so ein Ereignis gar nicht. Aber da könnt ihr mich gerne verbessern, wenn ich falsch liege.
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Re: Challenger nur noch für Ligaspieler?

Beitrag von phelan » 15.02.2018, 13:54

Hallo etchen,

gute Punkte! ABER:
Wir müssen von der Vorstellung weg dass die Mitglieder die Vereine finanziell tragen können. Dazu haben wir zu wenige ambitionierte Spieler (wenn man nicht gerade in Hamburg wohnt).

Stattdessen müssen wir darauf setzen, staatslich anerkannt zu werden in Form von Mitgliedschaften in den Landessportbünden und dem Deutschen Olympischen Sportbund. Anders wird es nie gehen! Beispielsweise unterstützt der Landessportbund Baden-Württemberg die Mitgliedsvereine mit 30 % beim *Bau* eines eigenen Sportheims und mit der Anschaffung von Sportgeräten (d.h. Tischen). Mal ganz davon abgesehen dass man an die örtliche Förderung der Städte ausschließlich über die Mitgliedschaft beim Sportbund kommt. Für den DTFB bedeutet die Mitgliedschaft im DOSB übrigens, dass dieser Geldmittel für die Veranstaltungen bekommt und nicht jedesmal ein Riesenloch in den Haushalt reißt, und das gesparte Geld anders einsetzen kann, z.b. in die Anstellung von Vollzeitkräften zur Erledigung der anfallenden Sachen im Betrieb. Alles hier wird stattdessen gemacht von Leuten in ihrer Freizeit.

Daher sind die Mitgliederzahlen so unglaublich wichtig. Und in meinem Beispiel geht es nicht um 5 € pro Turnier, sondern um 5 € PRO JAHR für die Mitgliedschaft. Dafür darf dann derjenige alle Turniere mitspielen, wird in der Rangliste geführt und darf an den Meisterschaften teilnehmen wenn er will.

Ich meine, selbst bei P4P darf man nur das Turnier mitspielen wenn man Mitglied wird vor Ort (Kostenpunkt: 14 € im Jahr) und da meckert niemand, sondern es wird einfach so hingenommen, selbst von Leuten die *nur mal zum Schnuppern* auf ein P4P fahren (und dann natürlich sofort weggeschossen werden).

Klaus G.
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Re: Challenger nur noch für Ligaspieler?

Beitrag von Klaus G. » 16.02.2018, 20:40

Hallo Etienne,

ich denke, dass unser Sport es verdient hat, ein klein wenig mehr Selbstbewusstsein bei unseren Verantwortlichen auszulösen.
So mies, dass man für einen fast kompletten Tag Spielspaß bei einer Gebühr von 5 Euro sich nicht noch einen Ball hinzukaufen kann, ist Tischfußball nach meiner Einschätzung wirklich nicht.

Richtet einfach jede Woche an einem Wochentag an möglichst unterschiedlichen Standorten in der Gegend ein Mini-Challenger aus, das günstiger als 5 Euro ist und bei dem auch Nichtmitglieder schnuppern können und einmal im Monat ein Challenger.
Die Ergebnisse werft ihr alle in eine Rangliste (begrenzt auf die z.B. 15 besten Ergebnisse pro Spieler) und dann schaust Du mal, was sich am Ende des Jahres getan hat. Wenn dann ab und an noch ein Teamwettbewerb ausgerichtet wird, kann es nur aufwärts gehen.

Ich werfe auch einfach mal die These in den Raum, dass die 5 Euro als Challengergebühr kontraproduktiv sind. Nach vielen Diskussionen glaube ich, dass die Challenger bei 10 Euro Startgebühr noch besser besucht wären. Was nichts bzw. wenig kostet, hat in unserer Gesellschaft häufig keinen Wert.

Aber unabhängig davon wären 10 Euro definitiv für die Ausrichter noch mehr Motivation, Veranstaltungen häufiger und so attraktiv wie möglich für die Teilnehmer zu gestalten.

Ich drücke auf jeden Fall die Daumen, dass es bei Euch irgendwann boomt.

Viele Grüße,
Klaus

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Re: Challenger nur noch für Ligaspieler?

Beitrag von dudeheit » 18.02.2018, 09:33

Klaus G. hat geschrieben:
16.02.2018, 20:40
Ich werfe auch einfach mal die These in den Raum, dass die 5 Euro als Challengergebühr kontraproduktiv sind. Nach vielen Diskussionen glaube ich, dass die Challenger bei 10 Euro Startgebühr noch besser besucht wären. Was nichts bzw. wenig kostet, hat in unserer Gesellschaft häufig keinen Wert.
Wenn ein Anteil der 10€ als Preisgeld ausgeschüttet würde, dann ja. Ansonsten glaube ich das nicht.

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