OLYMPIA 2016 - Medienattraktivität von Sportarten


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Bollo
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Re: OLYMPIA 2016 - Medienattraktivität von Sportarten

Beitrag von Bollo » 14.08.2016, 22:38

Besten Dank für die Info, dann ist es ja noch ein weiter Weg.

Kubala
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OLYMPIA 2016 - Medienattraktivität von Sportarten

Beitrag von Kubala » 15.08.2016, 09:54

Tex-Hex: Sehr gut ausgeführt, danke.

Bollo: Natürlich sind Nichtturnierspieler keine Idioten. Das hilft ihnen trotzdem erst mal nicht, das Geschehen bei einem Turnierspiel zu verstehen und man muss es erst mal verstehen, um Interesse daran zu haben. Ich sehe das fast jede Woche. Ich trainiere in einem Verein, in dem lagebedingt ungewöhnlich viele Hobbyspieler (bzw "wir ham nen Kicker auf der Arbeit") vorbeikommen, um sich mal den Verein anzusehen. Die sind oft gar nicht schlecht und trotzdem verstehen sie das Spiel erst mal nicht. Selbst für die als interessierte Spieler wäre die Übertragung eines P4P Endspiels ein großes Rätsel. Ich will ja auch nicht sagen, dass es unmöglich ist, dahinter zu kommen. Aber z.B. beim Tennis versteht man das Spiel von Spitzenspielern leichter und auch ohne überhaupt jemals einen Tennisschläger in der Hand gehabt zu haben als beim Tischfußball. Ich will auch nicht sagen, dass das ein Masseninteresse ausschließt. Aber es erschwert es.

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OLYMPIA 2016 - Medienattraktivität von Sportarten

Beitrag von Dako » 15.08.2016, 13:05

Zum Thema Tischfussball und Olympia hat sich übrigens Klaus Gottesleben (Präsident des Deutschen Tischfussball Bundes) geäußert: http://www.tischfussball-online.com/blo ... n-127.html
(die fünfte Frage).
michi1367 hat geschrieben: Die formalen Voraussetzungen liegen aber nicht vor, beispielsweise müssten 10.000 (?) aktive, in Vereinen organisierte Spieler/innen nachgewiesen werden, um die Relevanz der Sportart zu unterstreichen. Die gibt es aber noch nicht.
Wieviele aktive Spieler gibt es denn momentan in Deutschland... Weiß das jemand? Klaus? :-)
Allein in Hamburg müsste es ca. 1.000 geben.

Was sind denn die nächsten konkreten Schritte um irgendwann beim DOSB anerkannt zu werden?

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Re: OLYMPIA 2016 - Medienattraktivität von Sportarten

Beitrag von Tex-Hex » 15.08.2016, 14:01

In dem Artikel spricht er ja von 7000 Aktiven, was ich leider etwas ernüchternd finde. Bin mir relativ sicher, dass ich letztens mal über ein Interview von 2012 von ihm gestoßen bin, wo er von 6000 (oder 6200 oder so) gesprochen hat und hoffte, dass die 10000 in 3-5 Jahren geknackt würde (also 2015-2017). Das war (wird) dann wohl nichts :/

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Beitrag von michi1367 » 15.08.2016, 15:10

https://www.xing.com/news/klartext/espo ... 36_datc1_1

nicht zu Olympia, aber zum Thema Anerkennung als Sport (und im DOSB), Abbau von Vorurteilen etc.

Klaus G.
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Beitrag von Klaus G. » 15.08.2016, 20:42

Dako hat geschrieben: Wieviele aktive Spieler gibt es denn momentan in Deutschland... Weiß das jemand? Klaus? :-)
Allein in Hamburg müsste es ca. 1.000 geben.

Was sind denn die nächsten konkreten Schritte um irgendwann beim DOSB anerkannt zu werden?
Ich weiß es. :-)

Die Entwicklung der Mitglieder in unseren Landesverbänden seit 2007 sieht wie folgt aus:
Jahr Mitglieder
2007 3.791
2008 4.347
2009 5.009
2010 5.662
2011 6.038
2012 6.381
2013 6.547
2014 7.060
2015 7.076
2016 7.149

Es geht also kontinuierlich aufwärts, auch wenn der Schwung an der ein oder anderen Stelle etwas nachgelassen hat.

Ich sehe die vom DOSB erwartete Anzahl von 10.000 Mitgliedern weniger kritisch.
Meiner Einschätzung nach könnten wir mit gezielter Mitgliederwerbung, bei der alle Vereine mitziehen, in absehbarer Zeit in dieser Region landen.

Weitere Voraussetzungen, die wir zu erfüllen haben, sind die Mitgliedschaft der Hälfte unserer Landesverbände im jeweiligen Landessportverband sowie eine entsprechende Jugendarbeit.
Diese Hürden erfordern nach aktuellem Stand etwas mehr Geduld und Aufwand.

Klaus G.
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Beitrag von Klaus G. » 15.08.2016, 21:03

Ganz vergessen: Der Hamburger Landesverband hat aktuell 920 Mitglieder.

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Re: OLYMPIA 2016 - Medienattraktivität von Sportarten

Beitrag von eumelzock » 21.08.2016, 14:30

So, jetzt zum Ende der Spiele in Rio kocht die Diskussion hoch, warum Deutschland in den Kernsportarten seit den 90ern so abgestürzt ist.
Schwimmen, Fechten, Leichtathletik schwer unter Beschuss, auch bei den Radsportlern sah es schon mal besser aus.
Ich würde sagen, lasst uns fix die 10000er Marke knacken ..., da öffnen sich vielleicht Möglichkeiten für Sportarten, die für den Medaillenspiegel "liefern" können und ich bin fest überzeugt das da "geliefert" werden kann :easy

Update : Man sollte vielleicht über itsf/ustsf an Birmingham/Alabama heran treten.
Soweit ich mitbekommen habe, wählt der Austragungsort die Einladungssportarten für die Worldgames aus (ok, müssen dann noch durch die IWGA abgesegnet werden) und die stehen wohl für 2021 noch nicht fest.
Wäre ein Versuch wert, um einen Fuß in die weltsportliche Tür zu bekommen. Wenn ich mir die Disziplinen so ansehe, passt der Drehstangen Sport doch trefflich unter die Präzisionssportarten.
Make foosball great again, Tablesoccer first ! tablesoccerapp

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Beitrag von KiPa-Matze » 08.09.2016, 17:00

Moin allerseits,

ich möchte auch ein paar Gedanken zum Thema loswerden, da es schließlich nach wie vor aktuell bleibt. Ich habe jetzt nicht alle Beiträge gelesen. Also, entschuldigt bitte, falls sich etwas wiederholen sollte.

Aber aus der Ferne betrachtet, sehe ich, dass es mit dem Thema "Jugendarbeit" in Hamburg sehr gut klappt! Da läuft Vieles sehr vorbildlich! Ich verstehe eigentlich kaum, dass es woanders nicht auch so oder so ähnlich geht, will aber gleichwohl zugeben, dass die Voraussetzungen für eine gute Jugendarbeit auch nicht über all gleich gut sind. Da spielen viele Faktoren eine Rolle. Ich selbst habe positive, als auch negative Erfahrungen gemacht.

Grundsätzlich denke ich, und das sage ich eigentlich auch immer wieder, ist es wichtig, dass man den Tischfußballsport dahin bringt, wo die Jugendlichen nun mal zu finden sind. Und wo sind die Jugendlichen in großer Zahl zu finden? In den Schulen und in den Jugendtreffs! Warum also ist das so schwer?

Man geht in eine Schule rein, macht ein Angebot, bestellt einen ordentlichen Kickertisch, stellt ihn auf und schon kann es losgehen. Bei allem Verständnis für Arbeit, Studium oder Ausbildung! Es muss doch möglich sein, dass man mal 2 Stunden in der Woche in einer Schule eine Kicker-AG z.B. macht. Andere schaffen es schließlich auch. Die haben auch Anderes zu tun, haben Verpflichtungen. Klar, der eine mehr, der andere weniger vielleicht, wenn jemand Kinder hat z.B. Ist alles ok.

Aber, was mich dann mittlerweile auch aufgeregt hat, ist einfach die Tatsache, dass, wenn man etwas machen wollte oder will, wenig oder gar kein Geld in die Hand genommen wurde dafür und auch sonst kaum jemand dabei war und auf Angebote und Ideen reagiert hat. Ich habe diesbezüglich meine Erfahrungen gemacht und habe mich daher aus dem Thema praktisch verabschiedet, weil ich auch müde von diesen unsinnigen Konflikten geworden bin, die immer wieder angeschoben werden, anstatt einfach mal etwas zu tun. Finde das sehr schade, weil sicherlich schon längst mehr möglich gewesen wäre, wenn man es organisiert hätte. Aber allein und ohne Kommunikation geht es leider schlecht. Da müssen sich auch mal Andere fragen, was sie hätten besser machen können.

Aber es gibt ja zum Glück auch Leute, die es wirklich in die Hand nehmen und gute Projekte machen.

Und zum Thema "Anerkennung als Sport" ist es natürlich wichtig, dass möglichst viele Landesverbände in den landeseigenen Sportverbänden Mitglied werden. Berlin beispielsweise hätte schon längst LSB-Mitglied werden können, soweit ich das beurteilen kann. Ich hatte mit Vertretern des LSB mal Gespräche geführt. Und eine Mitgliedschaft bringt ja nun wirklich sehr viele Vorteile mit sich. Beispielsweise hat man dann auch Zugriff auf viele Sporthallen (kostenlos!), um dort Turniere auszurichten, um nur einen Vorteil zu nennen.

Das sind so meine spontanen Gedanken dazu.

Gruß
KiPa-Matze

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