Einheitliche Sportkleidung bei Challengern usw.


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Krezip
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Einheitliche Sportkleidung bei Challengern usw.

Beitrag von Krezip » 08.12.2015, 15:56

Tex-Hex hat geschrieben:Und jetzt doch noch ein wenig Sarkasmus:
Hauptsache man braucht auf Challangern jetzt einheitliche Oberbekleidung. Das wird den Sport nach vorne pushen :easy
Gibt es dafür eine Quelle, in der man das nachlesen kann? Leider ist die Ranglistenturnierordnung auf der DTFB Seite nicht mehr unter den Dokumenten gelistet.

*Edit* Dies ist die Fortsetzung des Themas 46. Deutsche Tischfußballmeisterschaften.

MfG maerchenopa

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46. Deutsche Tischfußballmeisterschaften

Beitrag von Tex-Hex » 08.12.2015, 17:16

Krezip hat geschrieben:
Tex-Hex hat geschrieben:Und jetzt doch noch ein wenig Sarkasmus:
Hauptsache man braucht auf Challangern jetzt einheitliche Oberbekleidung. Das wird den Sport nach vorne pushen :easy
Gibt es dafür eine Quelle, in der man das nachlesen kann? Leider ist die Ranglistenturnierordnung auf der DTFB Seite nicht mehr unter den Dokumenten gelistet.
Ich war in Köln, da wars Pflicht. Wurde mir bei der Anmeldebestätigung geschrieben und haben sie (glaube nachträglich) in die Ausschreibung gesetzt.
Sollen sie machen, finds halt nur etwas übertrieben. Ist ja kein wirklicher Mannschaftssport wie wer schrieb, sondern bei zwei gegen zwei, räumlich getrennt, ist es halt vergleichbar mit Tennis oder ähnlichem. Und da ist es mWn meist nicht geregelt, meistens muss man nicht einheitlich.
Ist halt ein wenig nervig wenn man mal spontan ein challanger mit irgendwem spielen will. Und was daran schlimm sein soll wenn einer ein Simpsons Shirt und der andere whatever an hat, ist mir noch nicht klar. Aber sei es drum, genug off-topic von mir. Schöner Bericht nebenbei :wink:

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46. Deutsche Tischfußballmeisterschaften

Beitrag von schnulliwulli » 09.12.2015, 10:47

Tex-Hex hat geschrieben:
Krezip hat geschrieben:
Tex-Hex hat geschrieben:Und jetzt doch noch ein wenig Sarkasmus:
Hauptsache man braucht auf Challangern jetzt einheitliche Oberbekleidung. Das wird den Sport nach vorne pushen :easy
Gibt es dafür eine Quelle, in der man das nachlesen kann? Leider ist die Ranglistenturnierordnung auf der DTFB Seite nicht mehr unter den Dokumenten gelistet.
Ich war in Köln, da wars Pflicht. Wurde mir bei der Anmeldebestätigung geschrieben und haben sie (glaube nachträglich) in die Ausschreibung gesetzt.
Sollen sie machen, finds halt nur etwas übertrieben. Ist ja kein wirklicher Mannschaftssport wie wer schrieb, sondern bei zwei gegen zwei, räumlich getrennt, ist es halt vergleichbar mit Tennis oder ähnlichem. Und da ist es mWn meist nicht geregelt, meistens muss man nicht einheitlich.
Ist halt ein wenig nervig wenn man mal spontan ein challanger mit irgendwem spielen will. Und was daran schlimm sein soll wenn einer ein Simpsons Shirt und der andere whatever an hat, ist mir noch nicht klar. Aber sei es drum, genug off-topic von mir. Schöner Bericht nebenbei :wink:
Muss da noch mal kurz einhaken weil diese Anmerkungen wohl an mich gerichtet sind. Auch wenn das etwas Off-Topic ist. :wink:
DIe Maßnahme auf einheitliche Spielkleidung zu pochen mag bei einem Challenger-Turnier, wie du es beschreibst, zu kleineren Schwierigkeiten in der Abstimmung mit dem eventuellen Spielpartner führen, besonders dann wenn man sich kurzfristig entscheided daran teil zu nehmen. Kann ich gut verstehen.
Aber was ist daran nicht zu verstehen, wenn Menschen darum kämpfen, dass unser Drehstangen-Fussball-Spiel als Sport anerkannt wird, und dass man dann eben auch auf der Ebene Kleidung versucht in den Köpfen, sowohl der spielenden Menschen, als auch in denen der zuschauenden Menschen ein "Sportlerbild" zu etablieren versucht. Eben mit einheitlichen Trikots!
Der DTFB geht sogar so weit, bei seinen Wettbewerben nicht nur einheitliche, sondern auch Sportkleidung vorzuschreiben. Siehe Spielordnung Punkt 3.1.4.
Und das machen die nicht, weil die die schlecht gehenden Sportartikel-Industrie ankurbeln wollen.

Und der Vergleich mit Tennisspielern will mir wiederum nicht ganz einleuchten, haben die doch auf dem Tennisplatz auch auch eine Kleiderordnung die vorschreibt:
(§ 38 Turnierordnung:) 1. Während eines Wettspiels (einschl. des Einschlagens) dürfen nur Tenniskleidung und für den Belag geeignete Tennisschuhe getragen werden.
Bei manchen Tennis Veranstaltungen geht es sogar noch so weit, dass 90% der Kleidung weiß sein muss. SIehe Wimbledon.
Vielleicht solltest du dich doch endlich mal von deinem Bart Simpson Shirt trennen. :mrgreen:
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46. Deutsche Tischfußballmeisterschaften

Beitrag von michi1367 » 09.12.2015, 11:32

Wenn schon off-Topic, dann richtig.
Jetzt ham wir das Thema, dann kann mans auch behalten :D

Ich möchte nochmal versuchen, das ganze ein bisschen systematisch anzugehen. Das Argument: "Sport -> Sportkleidung" halte ich für nicht zutreffend. Nur weil alle Bäume grün sind, heisst das nicht, dass alles, was grün ist, auch ein Baum sein muss.


A. Einheitlichkeit:

Einheitliche Kleidung ist nur sinnvoll, wenn eine spieltechnische Notwendigkeit besteht. Das ist bei Sportarten der Fall, wo Mannschaften auf einem Spielfeld "durcheinander" laufen können, vor allem den sogenannten Torschussspieln (Fußball, Handball, Basketball, etc.)
Bei Rückschlagspielen werden die Parteien durch ein Netz getrennt, es besteht grundsätzlich kein Bedarf, beispielsweise Tennis-Doppel. Während der eine Spieler die drei Streifen aus Herzogenaurach auf einem blauen Shirt trägt, kann der andere auf rotem Grund den "swoosh" eines amerikanischen Unternehmens tragen - beide stehen auf der selben Seite des Netzes, das reicht. Ausnahme Volleyball: Die Teams tragen einheitliche Trikots, damit der Libero kenntlich wird, für den besondere Regeln gelten. Es geht also nicht darum, zu zeigen, dass alle auf einer Seite zusammen gehören, sondern darum, dass der Besondere eindeutiger hervortritt, als wenn alle bunt gemischt auftreten.

Andere Sportarten, bei denen Team-Wettbewerbe nur darin bestehen, die Summe der Einzelsportler zu addieren sind beispielsweise:
sämtliche Skisportarten, Golf (Ryder Cup), Tennis (Davis Cup bzw. Fed Cup) --> kein Bedarf aus sportlicher Sicht, weil die Wettkampfteilnahmen zeitlich nacheinander folgen, sodass eine Zusammengehörigkeit nicht aus spieltechnischen Gründen visualisiert werden muss.

Tischfussball:
Doppel: Da beide Spieler auf der selben Seite stehen, und im Regelfall immer zwei in die gleiche Richtung spielen bzw. das selbe Tor verteidigen und auf das jeweils andere angreifen, ist völlig klar, wer zusammen spielt. Zu allem Überfluss sind auch noch jeweils 11 Puppen in der gleichen Farbe gehalten, sodass auch jeder Vollpf*sten sofort sieht, dass bspw. auf P4P die beiden auf der einen Tischseite die "blauen" spielen, die anderen die "schwarzen". Auf Einheitlichkeit kommt es einfach nicht an.

Mannschaftsevents: Da die einzelnen Spiele nacheinander stattfinden, kommt es nicht darauf an, ob das Doppel1 und das Doppel2 die gleiche Kleidung tragen oder nicht. Es besteht zu keiner Zeit die Gefahr, dass der Eindruck entstehen könnte, dass sie gegeneinander spielen. Also muss man dem auch nicht visuell vorbeugen...


B. Sportkleidung generell:

Sport geht auch ohne Sportkleidung:

Darts: Hawaii-Hemden

Reitsport: Jackets mit Hemd und Krawatte



Andere Fälle:
Sportkleidung erfüllt immer einen funktionellen Zweck: Entweder sie stellt eine für die Sportausübung erforderliche Beweglichkeit her (bspw. die ultra-kurzen Hosen im Tischtennis), sie fördert die erzielbaren Leistungen (bspw. die Materialschlachten bei den Anzügen im Schwimmen und Ski) oder es geht darum, sie schützt den Sportler vor spezifischen Gefahren (Rennsport) oder sie verdeckt besondere Schutzvorrichtungen, die unter normaler Kleidung keinen Platz finden (Eishockey, Football - beim Boxen gerade umgekehrt: Die Kleidervorschriften sorgen dafür, dass kein Schutz versteckt werden kann).
Bei Sportarten mit "B-Note" sollen durch Kostüme zumindest die Punktrichter unterbewusst beeinflusst werden (Tanzen, Eislaufen, Reiten).

Der einzige Fall, bei dem die Sportkleidung in besonderer Weise der Vermarktung dient, ist das Beachvolleyball der Damen. Aber auch da war zuerst das Fernsehen und dann die Reglementierung, wie viele cm Stoff das Höschen haben darf, nicht umgekehrt.

Beim Tischfussball sehe ich nichts davon. Sorry.
Wenns aber auf die Kleidung nicht ankommt, dann kommts eben nicht drauf an. Bei der Geschlechter-Trennung gabs einen riesen Aufschrei, weil man sich damit ein "Alleinstellungsmerkmal" des Tischfussballs genommen hat und das Argument, dass in der überwiegenden Mehrheit aller anderen Sportarten nach Geschlechtern getrennt wird, wurde genau damit wegargumentiert, dass es beim Tischfussball nicht darauf ankommt.
Wäre man ehrlich zu sich selbst, wäre das Kleider-Thema obsolet.


C. Kleidung im Allgemeinen ("Kleider machen Leute"):

Ich hatte im Studium genug von der Sorte, die sich in den Vorlesungen "berufstypisch" gekleidet und gestylt in der 1. Reihe präsentiert haben. Anzug und Krawatte etc.
Man kann zwar nicht alles generalisieren, aber meistens waren die richtig hellen Köpfe doch eher die anderen. Wer sich auf seine Leistungen verlassen kann, muss nichts kompensieren.

Sonst wären am Leonhart auch diese beschi**nen Figuren schon längst re-designed worden.
Aber die wissen halt, dass die Tische gut sind und es deswegen nicht drauf ankommt, ob da Baumeister-Bob im Playmobil-Style montiert wird oder nicht.
So von wegen Spielzeug vs. Sportgerät usw.
Die Figur muss nicht gut aussehen, die funktioniert auch so.

Wenn ich in der Kneipe am Tisch stehe und ein Griffband aufziehe oder einen Handschuh benutze, und mich jemand schief anschaut oder fragt, was das soll, dann kann ich ihm das erklären.
Und meistens begreifen die Leute dann, dass man damit tatsächlich besser werden kann.
Wenn mich einer fragen würde, wieso ich ein Sporttrikot trage, müsste ich ihm sagen: Sorry, kein Plan, es gibt keinen objektiven Grund.


Nur meine bescheidene Meinung.

Viele Grüße ;-)

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46. Deutsche Tischfußballmeisterschaften

Beitrag von schnulliwulli » 09.12.2015, 12:24

michi1367 hat geschrieben:Wenn schon off-Topic, dann richtig.
Jetzt ham wir das Thema, dann kann mans auch behalten :D

Ich möchte nochmal versuchen, das ganze ein bisschen systematisch anzugehen. Das Argument: "Sport -> Sportkleidung" halte ich für nicht zutreffend. Nur weil alle Bäume grün sind, heisst das nicht, dass alles, was grün ist, auch ein Baum sein muss.


Die verschiedenen Argumente kann ich gut nach vollziehen, aber ich möchte darauf nicht im einzelnen eingehen, weil sie mit dem Wunsch, (beim DFTB und ITSF sogar Vorgabe), dass bei offiziellen Events eben in Sportkleidung gespielt werden muss, wenig zu tun haben. Es geht nicht um Funktionalität, oder Unterscheidbarkeit oder Schutz, oder... Es geht, so schon mehrfach von mir versucht begreiflich zu machen, dass man als Sportart wahrgenommen werden möchte und aus diesem Grund wird die freie Wahl der Kleidung eben (etwas) eingeschränkt und für Teams einheitlich Sportkleidung vorgeschrieben.
Natürlich gibt es immer gute Gründe gegen etwas. Natürlich auch gegen eine Kleiderordnung. Aber wo ist bitte das Problem den Regelungen die ein Veranstalter, aus meiner Sicht aus verständlichem Grund, aufstellt auch zu folgen.
Unabhängig davon ob eine Kleiderordnung in deinen oder in den Augen anderer Sinn macht, gibt es sie nun mal. Wenn ich mich an der Stelle meiner Freiheit beraubt sehen würde, kann ich einer solchen Veranstaltung ja auch einfach fernbleiben und mich in einer verrauchten Kneipe mit ner Pulle Bier in der Hand und einer Kippe im Mund an einen Kickertisch stellen. :-D
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46. Deutsche Tischfußballmeisterschaften

Beitrag von michi1367 » 09.12.2015, 17:41

schnulliwulli hat geschrieben:
michi1367 hat geschrieben:Wenn schon off-Topic, dann richtig.
Jetzt ham wir das Thema, dann kann mans auch behalten :D

Ich möchte nochmal versuchen, das ganze ein bisschen systematisch anzugehen. Das Argument: "Sport -> Sportkleidung" halte ich für nicht zutreffend. Nur weil alle Bäume grün sind, heisst das nicht, dass alles, was grün ist, auch ein Baum sein muss.


Die verschiedenen Argumente kann ich gut nach vollziehen, aber ich möchte darauf nicht im einzelnen eingehen, weil sie mit dem Wunsch, (beim DFTB und ITSF sogar Vorgabe), dass bei offiziellen Events eben in Sportkleidung gespielt werden muss, wenig zu tun haben. Es geht nicht um Funktionalität, oder Unterscheidbarkeit oder Schutz, oder... Es geht, so schon mehrfach von mir versucht begreiflich zu machen, dass man als Sportart wahrgenommen werden möchte und aus diesem Grund wird die freie Wahl der Kleidung eben (etwas) eingeschränkt und für Teams einheitlich Sportkleidung vorgeschrieben.
Natürlich gibt es immer gute Gründe gegen etwas. Natürlich auch gegen eine Kleiderordnung. Aber wo ist bitte das Problem den Regelungen die ein Veranstalter, aus meiner Sicht aus verständlichem Grund, aufstellt auch zu folgen.
Unabhängig davon ob eine Kleiderordnung in deinen oder in den Augen anderer Sinn macht, gibt es sie nun mal. Wenn ich mich an der Stelle meiner Freiheit beraubt sehen würde, kann ich einer solchen Veranstaltung ja auch einfach fernbleiben und mich in einer verrauchten Kneipe mit ner Pulle Bier in der Hand und einer Kippe im Mund an einen Kickertisch stellen. :-D


Also: Ich habe einen ganzen Schrank voller Sportklamotten, die ich auch privat und in der Freizeit gerne trage, bin bei allen Events immer brav im Sportdress erschienen und hab sogar das Glück, für unseren Verein die offizielle Spielkleidung gesponsort wird.
Mit anderen Worten: Die Chance, dass ich in Sportklamotten am Tisch stehen würde, wäre auch dann sehr groß, wenn es die Vorschrift nicht gäbe. Und nein, ich will keine Initiative zur Erhaltung des Feinripp-Unterhemdes am Kickertisch gründen.

Im Übrigen ist mir das Argument (ITSF, DTFB), dass man als Sportart wahrgenommen werden möchte, sehr gut bekannt.

Aber genau da geht doch der Blödsinn los: Wieso sollte man denn jemanden, der Sportkleidung trägt als "Ausübenden einer Sportart" wahrnehmen? Das war vllt vor 100 Jahren mal so.
Ich kann heute die Sportklamotten beim Zeitunglesen, bei der Gartenarbeit, beim Bahnfahren und sogar auf dem stillen Örtchen tragen. Nichts davon wird dadurch zum Sport.

Ein Ballonfahrer ist auch Luftfahrer, er trägt dabei aber weder eine Piloten-Uniform noch einen Astronautenanzug.
Ein Frisör zählt zum Handwerk, hat aber trotzdem keinen Blaumann an.
Die meisten tragen beim Grillen keine schwerentflammbare Unterwäsche, obwohl sie "mit dem Feuer spielen".


Treiben wir's mal auf die Spitze:
Ich komme zum nächsten DTFB-Event in voller American-Football-Montur, mit Schulterpolstern und Helm. Die überwiegende Mehrheit würde mich für einen Spinner halten. Höchstwahrscheinlich zurecht.
Aber warum? Wahrscheinlich, weil sich der Bedarf nicht erschließt, es gibt keinen erkennbaren Grund, wieso man sich beim Tischfussball als Footballer kleiden sollte.
Wenn man jetzt aber ehrlich ist, ist es mit der "normalen" vorgeschriebenen Kickerkleidung ganz genauso, auch dafür gibt es keinen objektiven Bedarf (siehe vorhergehender Post, sowie die Überlegung, dass es jeder freiwillig anziehen würde und damit eine Vorschrift unnötig wäre, wenn man wirklich Sportklamotten bräuchte, um gut Tischfussball spielen zu können).


Es gibt nur diese Vorschrift... Aber die ist genauso sinnvoll, wie den Teams vorzuschreiben, dass sie nur einheitlich im Mannschaftsbus anreisen dürfen, weil man dann besser als Sport wahrgenommen wird. Es macht schlicht keinen Sinn...

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46. Deutsche Tischfußballmeisterschaften

Beitrag von schnulliwulli » 09.12.2015, 19:41

Deine Ausführungen mit Ballonfahrer, Friseur, Griller;... ist mir alles viel zu polemisch.

Meine Meinung - und daran ändert auch Polemik nichts: Wir Drehstangen-Spieler haben leider noch immer bei vielen noch den Ruf unser Spiel in dunklen, verrauchten und stinkenden Hinterzimmern von irgendwelchen Kneipen auszuüben. Und genau dagegen richtet sich meiner Meinung nach der Versuch uns Spieler, wobei ich selber nur als Hobbyspieler unterwegs bin, in Sportklamotten zu "zwingen".

Und ich glaube eben nicht wie du daran, dass alle in Sportkleidung kämen wenn man es ihnen nicht vorschreibt. :cry: :cry:
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46. Deutsche Tischfußballmeisterschaften

Beitrag von michi1367 » 10.12.2015, 01:38

schnulliwulli hat geschrieben: Und ich glaube eben nicht wie du daran, dass alle in Sportkleidung kämen wenn man es ihnen nicht vorschreibt. :cry: :cry:

Inhaltlich kommen wir glaub ich uns nicht näher, was auch völlig ok ist.

Möchte aber kurz drauf hinweisen, dass du mich zumindest in dem zitierten Punkt offensichtlich falsch verstanden hast ;-)
Alle WÜRDEN es freiwillig anziehen, WENN... aber das wenn ist mMn ja gerade nicht erfüllt. Also sind wir uns ja (zumindest da) einig :-D

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Beitrag von schnulliwulli » 10.12.2015, 11:14

michi1367 hat geschrieben:
schnulliwulli hat geschrieben: Und ich glaube eben nicht wie du daran, dass alle in Sportkleidung kämen wenn man es ihnen nicht vorschreibt. :cry: :cry:

Inhaltlich kommen wir glaub ich uns nicht näher, was auch völlig ok ist.

Möchte aber kurz drauf hinweisen, dass du mich zumindest in dem zitierten Punkt offensichtlich falsch verstanden hast ;-)
Alle WÜRDEN es freiwillig anziehen, WENN... aber das wenn ist mMn ja gerade nicht erfüllt. Also sind wir uns ja (zumindest da) einig :-D
Kann ja auch reichen, wenn man mal die Standpunkte anderer kennenlernt um vielleicht seine eigene Perspektive ein wenig zu öffnen. Ziel einer Diskusion muss ja am Ende auch nicht zwangsläufig die gleiche Meinung sein!
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46. Deutsche Tischfußballmeisterschaften

Beitrag von eumelzock » 10.12.2015, 12:54

Also ich kann die Argumentation "pro" Trikot zur Anerkennung als Sport schon ein bischen nachvollziehen.
Betreibe gelegentlich auch Paintball, dort geht es nicht nur um die sportliche Anerkennung sondern eher sogar um die Existenz der Sache ansich.
Um nicht mit den illegal im Wald spielenden Camouflage-Deppen in einen Topf geschmissen zu werden, trage ich, obwohl ich nicht in einem Verein organisiert bin, spezielle Kleidung. Für Außenstehende sehe ich dann wohl eher nach Motocross Fahrer statt dem sprichwörtlichen Stadtwald Rambo aus, die sind aber nach einer Aufklärung meist sehr interessiert, was denn so auf einem Speedballfeld abgeht.
Hätte ich Camo an, würden sich die Leute sicherlich schon vor einem Gespräch Ihre Meinung gebildet haben ...
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46. Deutsche Tischfußballmeisterschaften

Beitrag von michi1367 » 07.01.2016, 19:55

http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/44082


Ich weiss, Dart und Tischfussball kann man nicht vergleichen, weil es sowieso alles ganz anders ist... Aber der ein oder andere Punkt im Text gefällt mir trotzdem. Spitzensport geht auch ohne Sportswear :mrgreen:

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46. Deutsche Tischfußballmeisterschaften

Beitrag von LieberEinzel! » 08.01.2016, 01:05

Das neue Thema finde ich so gut, dass ich mich einklinke. 8)
michi1367 hat geschrieben: A. Einheitlichkeit:

Einheitliche Kleidung ist nur sinnvoll, wenn eine spieltechnische Notwendigkeit besteht.
Es ist klar worauf du hinaus willst. Und trotzdem "nein"! :mrgreen:

Gegenbeispiel:
Baseball würde ich auch zu den Rückschlagspielen zählen und wird trotzdem in einheitlichen Trikots gespielt!

Polemisch:
Beim Darts sind Lederschuhe und Stoffhose per Reglement verpflichtend!

Und das liegt daran, dass es neben spieltechnischer Notwendigkeit auch noch andere Gründe für Einheitlichkeit gibt.
In erster Linie sind dabei Medientauglichkeit, Sponsoring und psychologische Effekte zu benennen.

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Beitrag von michi1367 » 08.01.2016, 04:05

LieberEinzel! hat geschrieben:Das neue Thema finde ich so gut, dass ich mich einklinke. 8)
michi1367 hat geschrieben: A. Einheitlichkeit:

Einheitliche Kleidung ist nur sinnvoll, wenn eine spieltechnische Notwendigkeit besteht.
Es ist klar worauf du hinaus willst. Und trotzdem "nein"! :mrgreen:

Gegenbeispiel:
Baseball würde ich auch zu den Rückschlagspielen zählen und wird trotzdem in einheitlichen Trikots gespielt!

Polemisch:
Beim Darts sind Lederschuhe und Stoffhose per Reglement verpflichtend!

Und das liegt daran, dass es neben spieltechnischer Notwendigkeit auch noch andere Gründe für Einheitlichkeit gibt.
In erster Linie sind dabei Medientauglichkeit, Sponsoring und psychologische Effekte zu benennen.


Ich weiss nicht, ob du von meinem Post mehr gelesen hast, als diesen einen Satz :mrgreen: aber ich hatte mich bemüht, zwei verschiedene Aspekte der Diskussion zu trennen.

Einmal die Frage, ob man beim Tischfussball überhaupt Sportkleidung braucht (das war glaube ich unter B.) und zum anderen, ob bei Team-Events im Tischfussball eine Notwendigkeit besteht, dass die Team-Mitglieder einheitlich auftreten (unter A.).

Dass beides unabhängig von einander möglich ist, dürfte klar sein (das Team kann in uneinheitlichen Trainingsanzügen auftauchen, oder auch in einheitlichem Jeans-Dress).


So wie ich deinen Verweis auf das Dart-Reglement verstehe, siehst du aber schon als "Einheitlichkeit", dass alle einen ähnlichen Stil bzw. Typ tragen - das ist jedenfalls was anderes, als das was ich meinte (s.o.), weswegen mir nicht ganz klar ist, ob deine Argumente wirklich gegen A. oder nicht viel eher gegen B. gehen. Vielleicht kannst du das nochmal ausdifferenzieren.
Ich bin da an allen Meinungen und Beiträgen interessiert, weil mich bisher die gängige Argumentation (polemisch: wir wollen Sportler sein, also müssen wir aussehen, wie im Fitnesstudio) nicht überzeugt, aber ich mich freuen würde, wenns doch noch einer schafft ;-)




PS (off-Topic im off-Topic): Baseball ist kein Rückschlagspiel. Ich bin zwar auch kein Sportwissenschaftler, aber es geht bei dem Begriff um mehr, als nur, dass geschlagen wird. Schon dass beim Baseball die Teams die Rollen im Spielverlauf tauschen müssen, zeigt das. Bei Tennis etc. wechselt zwar auch das Aufschlagrecht, aber im Ballwechsel können beide jederzeit einen Punkt machen. Gerade das "Rückschlagen" lässt eine Trennung von Offensiv und Defensivaktionen eigentlich nicht zu, weil die erfolgreiche Abwehr voraussetzt, dass der Ball über das Netz (und ins Feld) geht, und damit zugleich eine Offensivaktionen gegen den Gegner vorliegt (der wiederum zugleich abwehrt und angreift) - Baseball hat da ja ein völlig anderes Spielprinzip.
https://de.wikipedia.org/wiki/R%C3%BCckschlagspiel

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Beitrag von maerchenopa » 08.01.2016, 11:48

Das ursprüngliche Thema war die Deutsche Meisterschaft. Ich fände es sinnvoll, für alles weitere jetzt doch ein neues Thema aufzumachen...

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Beitrag von LieberEinzel! » 08.01.2016, 14:58

@maerchenopa Kannst du das Thema nicht vielleicht teilen? Es geht ja um die Beiträge...

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