Einheitliche Sportkleidung bei Challengern usw.


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LieberEinzel!
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46. Deutsche Tischfußballmeisterschaften

Beitrag von LieberEinzel! » 08.01.2016, 15:50

michi1367 hat geschrieben: Ich weiss nicht, ob du von meinem Post mehr gelesen hast, als diesen einen Satz :mrgreen:
Na logo! War ja ein guter Beitrag.

Aspekt der spieltechnischen Notwendigkeit:
Das beim Tischfußball atmungsaktive, schweiß- & geruchsunempfindliche, kurzärmlige Funktionsbekleidung sinnvoll ist, muss man wohl nicht in Frage stellen. Die Frage ist also eher, ob man von Verbandsseite dies vorschreiben muss?
In den meisten Sportarten ist das so. Ohne Fußballschuhe darfst du nicht professionell Fußball spielen. Das geht rechtlich durchaus in Richtung Arbeitssicherheit. Der Schiri kontrolliert z. B. bei jedem Fußballspiel auch jeden Spieler, ob Piercings abgeklebt sind u. Ä.
Wenn man Tischfußball als Sport etablieren will, sollte man die Sportkultur und deren Strukturen berücksichtigen. Und dazu gehören auch Einschränkungen bei den Freiheiten der Spieler (Anti-Doping-Regelungen, Kleiderordnungen und Verhaltensvorschriften, Änderungen von Spielmodi und -zeiten zur besseren TV-Vermarktung,...).
Womit wir den Übergang zur Medientauglichkeit haben.

Aspekt der Medientauglichkeit:
In vielen Kulturen steht ein einheitliches Aussehen für Zusammengehörigkeit. Wenn man also wirklich Null Ahnung von einem Sport hat, kann man meist trotzdem über das Aussehen der Spieler zumindest feststellen, wer gegen wen spielt. Und auch der subjektive Eindruck eines jeden Zuschauers zu der Sportart wird vom Aussehen der Spieler beeinflusst. Der Einzug der Nationen bei Olympia im einheitlichen Dress (modisch, seriös) und Flagge wirkt definitiv professioneller als der WalkOn beim Darts.

Der Tischfußballsport muss sich somit überlegen, wo er sich positionieren will. Und er muss sich überlegen welche Folgen diese Positionierung hat. Und ja, hier geht es mal wieder ums Geld und um die Frage, ob der Sponsor schlussendlich DildoKing oder Allianz heißt.

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46. Deutsche Tischfußballmeisterschaften

Beitrag von michi1367 » 08.01.2016, 17:01

@ Märchenopa:

Im November gibt's die 47. DM, dafür kann man dann einen neuen Thread machen ;-)
Und bis dahin schreibt doch hier sonst sowieso keiner mehr was rein :)
LieberEinzel! hat geschrieben: Na logo! War ja ein guter Beitrag.
Danke ;-)

Ich freue mich, dass du das Thema aufgenommen hast. Für 80% der Sportarten würde ich dir auch uneingeschränkt recht geben, habe aber teilw. das Gefühl, dass TFB in die verbleibenden 20% fällt (und Alleinstellungsmerkmale sind doch zur Vermarktung manchmal besser, als in der Masse unterzugehen - wieso also anpassen und darauf verzichten? Siehe die Diskussion zu den Damen in der Herren-Bundesliga...)
LieberEinzel! hat geschrieben:
Aspekt der spieltechnischen Notwendigkeit:
Das beim Tischfußball atmungsaktive, schweiß- & geruchsunempfindliche ....
Mein Eindruck war der, dass gerade die atmungsaktiven Stoffe zwar den Schweiß ableiten und damit für Trockenheit unter dem Shirt sorgen, dafür aber umso mehr zu einer Geruchsbelastung für die Umwelt führen. Ein normales Baumwollshirt saugt zwar eher auf, aber riecht meist nicht so.
Aber egal, wer da jetzt genau recht hat:
Ich persönlich bevorzuge zum Kickern Baumwolle - und trage gerne die Konsequenz, alle paar Spiele das Shirt zu wechseln ;-)

LieberEinzel! hat geschrieben: Ohne Fußballschuhe darfst du nicht professionell Fußball spielen.
Das ist ungenau. Verboten sind nur Schuhe, die den Gegner gefährden (Stahlkappen, Spikes, etc.). Wenn dagegen ein Spieler mit den Schuhen seines Hochzeitsanzuges spielen möchte, kann der Schiedsrichter nichts dagegen tun. Sofern "professionell" das Argument ist: Klar wird keiner auf dem nassen Rasen von Wembley ohne Stollen spielen - aber das machen ja dann alle freiwillig - eine Vorschrift oder Kontrolle "gegen die Gefahr des Ausrutschens" gibt es nicht (-> Hochzeitsschuhe auch im WM-Finale erlaubt).

LieberEinzel! hat geschrieben: Wenn man Tischfußball als Sport etablieren will, sollte man die Sportkultur und deren Strukturen berücksichtigen. Und dazu gehören auch Einschränkungen bei den Freiheiten der Spieler (Anti-Doping-Regelungen, Kleiderordnungen und Verhaltensvorschriften, Änderungen von Spielmodi und -zeiten zur besseren TV-Vermarktung,...).
Da bin ich im Grundsatz völlig bei dir. Z.B. Anti-Doping hat mMn auch im Tischfussball durchaus seine Berechtigung. Verhaltensvorschriften ( Müll oO) machen bei großen Menschengruppen immer Sinn. Usw usw.
Die Frage ist halt, ob man "Sportkultur" so vereinheitlichen kann, oder ob man nicht bei jeder einzelnen Sportart schauen muss, was nötig ist, und was vielleicht nicht.
American Football und Rugby sind gewissermaßen ähnliche Sportarten, aber unterscheiden sich bei der Kleidung fundamental (Helm, Schulterschutz einmal ja, einmal nein und beide haben gute Gründe für ihre jeweilige Entscheidung).


LieberEinzel! hat geschrieben:
Aspekt der Medientauglichkeit:
In vielen Kulturen steht ein einheitliches Aussehen für Zusammengehörigkeit. Wenn man also wirklich Null Ahnung von einem Sport hat, kann man meist trotzdem über das Aussehen der Spieler zumindest feststellen, wer gegen wen spielt.
Wenn alle durcheinander laufen, wie beim Fußball, dann ist das elementar (das meinte ich mit "spieltechnische Notwendigkeit" - beim 60m Pass muss der Passgeber eine optische Hilfe haben, wer der Passempfänger ist, und wer der Gegner).
Aber schon beim Tennis-Doppel, reicht das Netz als optische Trennung. Dass der blaue und der gelbe hier zusammen spielen, kann man nicht ernsthaft bezweifeln.
https://www.youtube.com/watch?v=iRAN-IqacJA

Nimmt man zum Beispiel die Team-Events im Skispringen, dann sieht man dort, dass die vier deutschen Springer auch alle in ihrem individuellen Anzug springen (wenn ganz bunt wird, dann auch mal jeweils einer in gelb, rosa, grau und schwarz) - Die Kennzeichnung erfolgt über Nummern (Team A = A1 A2 A3 A4, Team B = B1 B2 usw.) und das reicht völlig.

Dazu kommt: die Bild-Übertragung von Tischfussball-Spielen lebt ja von der Perspektive von oben auf den Tisch. Meistens sieht man dann von den Spielern nicht mehr als die Hände.
Polemisch: Man sollte über einheitliche Handschuhe für jedes Team nachdenken, nicht über Trikots :P

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46. Deutsche Tischfußballmeisterschaften

Beitrag von Pierre » 08.01.2016, 18:58

michi1367 hat geschrieben:
LieberEinzel! hat geschrieben:
Aspekt der Medientauglichkeit:
In vielen Kulturen steht ein einheitliches Aussehen für Zusammengehörigkeit. Wenn man also wirklich Null Ahnung von einem Sport hat, kann man meist trotzdem über das Aussehen der Spieler zumindest feststellen, wer gegen wen spielt.
Wenn alle durcheinander laufen, wie beim Fußball, dann ist das elementar (das meinte ich mit "spieltechnische Notwendigkeit" - beim 60m Pass muss der Passgeber eine optische Hilfe haben, wer der Passempfänger ist, und wer der Gegner).
Aber schon beim Tennis-Doppel, reicht das Netz als optische Trennung. Dass der blaue und der gelbe hier zusammen spielen, kann man nicht ernsthaft bezweifeln.
https://www.youtube.com/watch?v=iRAN-IqacJA

Nimmt man zum Beispiel die Team-Events im Skispringen, dann sieht man dort, dass die vier deutschen Springer auch alle in ihrem individuellen Anzug springen (wenn ganz bunt wird, dann auch mal jeweils einer in gelb, rosa, grau und schwarz) - Die Kennzeichnung erfolgt über Nummern (Team A = A1 A2 A3 A4, Team B = B1 B2 usw.) und das reicht völlig.

Dazu kommt: die Bild-Übertragung von Tischfussball-Spielen lebt ja von der Perspektive von oben auf den Tisch. Meistens sieht man dann von den Spielern nicht mehr als die Hände.
Polemisch: Man sollte über einheitliche Handschuhe für jedes Team nachdenken, nicht über Trikots :P
Meiner Meinung nach sind da weder Tennis, noch Skispringen sinnvolle Vergleiche. Beim Skispringen kommen natürlich mehrere Springer aus Deutschland, aber sie sind kein Team sondern Einzelsportler. Ähnlich ist es beim Tennis, da treten 2 Spieler als Doppel an, aber im Endeffekt sind sie auch Einzelsportler, auch weil der Doppelpartner häufig wechselt. Wer sich für Tennis interessiert ist zb. Federer-Fan, aber es gibt wohl niemanden der sagt, dass er Fan vom Doppel Federer/XYZ ist.

Da kommen wir dann zum Punkt, warum ich es für sehr sinnvoll halte, gerade bei Teamwettbewerben auf einheitliche Kleidung zu setzen. SOLLTE man ernsthaft im Fernsehen in Erscheinung treten, ist mMn. die Bindung an die Fans durch Gesichter und Teams noch wichtiger als die Hochklassigkeit des Sports an sich. Gerade Dart zieht doch auch einen Großteil des Interesses aus den Spielern als Typen und so müsste man auch beim Kickern dann einen Bezug von Zuschauern zu Sportlern schaffen. Nur mit Bildern vom Tisch geht das mMn. überhaupt nicht und wenn die Zuschauer dann zb. Fans der Bundesliga werden sollen ist es für mich da sehr wichtig, dass die Spieler gleich auftreten.

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46. Deutsche Tischfußballmeisterschaften

Beitrag von Tex-Hex » 08.01.2016, 21:17

Pierre hat geschrieben:
michi1367 hat geschrieben:
LieberEinzel! hat geschrieben:
Aspekt der Medientauglichkeit:
In vielen Kulturen steht ein einheitliches Aussehen für Zusammengehörigkeit. Wenn man also wirklich Null Ahnung von einem Sport hat, kann man meist trotzdem über das Aussehen der Spieler zumindest feststellen, wer gegen wen spielt.
Wenn alle durcheinander laufen, wie beim Fußball, dann ist das elementar (das meinte ich mit "spieltechnische Notwendigkeit" - beim 60m Pass muss der Passgeber eine optische Hilfe haben, wer der Passempfänger ist, und wer der Gegner).
Aber schon beim Tennis-Doppel, reicht das Netz als optische Trennung. Dass der blaue und der gelbe hier zusammen spielen, kann man nicht ernsthaft bezweifeln.
https://www.youtube.com/watch?v=iRAN-IqacJA

Nimmt man zum Beispiel die Team-Events im Skispringen, dann sieht man dort, dass die vier deutschen Springer auch alle in ihrem individuellen Anzug springen (wenn ganz bunt wird, dann auch mal jeweils einer in gelb, rosa, grau und schwarz) - Die Kennzeichnung erfolgt über Nummern (Team A = A1 A2 A3 A4, Team B = B1 B2 usw.) und das reicht völlig.

Dazu kommt: die Bild-Übertragung von Tischfussball-Spielen lebt ja von der Perspektive von oben auf den Tisch. Meistens sieht man dann von den Spielern nicht mehr als die Hände.
Polemisch: Man sollte über einheitliche Handschuhe für jedes Team nachdenken, nicht über Trikots :P
Meiner Meinung nach sind da weder Tennis, noch Skispringen sinnvolle Vergleiche. Beim Skispringen kommen natürlich mehrere Springer aus Deutschland, aber sie sind kein Team sondern Einzelsportler. Ähnlich ist es beim Tennis, da treten 2 Spieler als Doppel an, aber im Endeffekt sind sie auch Einzelsportler, auch weil der Doppelpartner häufig wechselt. Wer sich für Tennis interessiert ist zb. Federer-Fan, aber es gibt wohl niemanden der sagt, dass er Fan vom Doppel Federer/XYZ ist.

Da kommen wir dann zum Punkt, warum ich es für sehr sinnvoll halte, gerade bei Teamwettbewerben auf einheitliche Kleidung zu setzen. SOLLTE man ernsthaft im Fernsehen in Erscheinung treten, ist mMn. die Bindung an die Fans durch Gesichter und Teams noch wichtiger als die Hochklassigkeit des Sports an sich. Gerade Dart zieht doch auch einen Großteil des Interesses aus den Spielern als Typen und so müsste man auch beim Kickern dann einen Bezug von Zuschauern zu Sportlern schaffen. Nur mit Bildern vom Tisch geht das mMn. überhaupt nicht und wenn die Zuschauer dann zb. Fans der Bundesliga werden sollen ist es für mich da sehr wichtig, dass die Spieler gleich auftreten.
Das Bsp Tennis wurde ja nur gewählt, weil es genau wie beim TFB zwei verschiedene Seiten gibt. Die gegnerischen Parteien sind also klar räumlich voneinander getrennt und einheitliche Kleidung ist somit nicht nötig, um zu sehen, wer gegen wen spielt.

Und wegen Team: Bei einem Team Event (wenn bspw die Nationalmannschaft spielt oder BuLi) würde ich Einheitspflicht ja noch halbwegs ok finden, aber bei einem Challanger find ichs schon sehr übertrieben.

Ich hatte das Thema angesprochen, nachdem ich in Köln war. Da waren über 95% aller Anwesenden sowieso Tischfussballspieler (wie eigtl immer auf nem Challanger). Der Rest waren Bsp Personal hinter der Theke, die wirds kaum gejuckt haben, ob paarweise gleiche TShirts getragen wurden. Und nur für den unwahrscheinlichen Fall, dass das nun doch noch irgendwer von außen mitbekommt, und der vagen Hoffnung, dass es demjenigen dann wirklich mehr wie Sport vorkommt, müssen sich 200 Leute absprechen und gucken ob sie das gleiche Trikot/TShirt haben. Das steht halt in keinem Verhältnis.

Das Thema stört mich auch, weil ich das immer als einen unfassbaren Vorteil gegenüber allen anderen sportähnlichen Hobbies gesehen hab: Egal in welcher Stadt ich gerade bin, egal wie ich gerade angezogen bin, ob ich auf Geschäftsreise bin oder in Strandklamotten, ich kann in eine Kickerkneipe spazieren und 50c auf den Tisch legen. Ich brauche keine Tasche mit Sportklamotten packen und muss nicht meinen Golfschläger, meine Fussballschuhe oder sonst was mithaben. Ich brauche mir keine Sorgen zu machen, meinen Sonntagsanzug zu verschmutzen oder mir die Knie aufzuschürfen. Es ist halt so wunderbar einfach und unkompliziert.
Aber wenn man keine Probleme hat, dann schafft man sich halt welche: Oh nein, könnte ja jemand sehen wie locker alle rumlaufen, nachher übersieht derjenige wie ernst das ganze doch ist. Schnell Alkoholverbot am Tisch und Einheitsklamottenpflicht. Ach ja <- Polemik. :wink:

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Beitrag von maerchenopa » 08.01.2016, 22:22

LieberEinzel! hat geschrieben:@maerchenopa Kannst du das Thema nicht vielleicht teilen? Es geht ja um die Beiträge...

Euer Wunsch ist mir Befehl...

Bevor hier weiterhin jeder zweite schreibt: "ist zwar Off Topic, aber..." hab ich mal "On Topic" draus gemacht. :wink:

Ich bin halt der Meinung, dass eine ausführliche Diskussion zu einem neuen Thema einen eigenen Thread verdient.

In diesem Sinne: weitermachen.

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46. Deutsche Tischfußballmeisterschaften

Beitrag von LieberEinzel! » 09.01.2016, 16:46

michi1367 hat geschrieben: Aber schon beim Tennis-Doppel, reicht das Netz als optische Trennung. Dass der blaue und der gelbe hier zusammen spielen, kann man nicht ernsthaft bezweifeln.
https://www.youtube.com/watch?v=iRAN-IqacJA
Und wie wäre es, wenn jetzt in deinem Beispiel Gasquet ebenfalls in gelb und Beneteau ebenfalls in blau spielen würde?
Tex-Hex hat geschrieben:Ich hatte das Thema angesprochen, nachdem ich in Köln war. Da waren über 95% aller Anwesenden sowieso Tischfussballspieler (wie eigtl immer auf nem Challanger). Der Rest waren Bsp Personal hinter der Theke, die wirds kaum gejuckt haben, ob paarweise gleiche TShirts getragen wurden. Und nur für den unwahrscheinlichen Fall, dass das nun doch noch irgendwer von außen mitbekommt, und der vagen Hoffnung, dass es demjenigen dann wirklich mehr wie Sport vorkommt, müssen sich 200 Leute absprechen und gucken ob sie das gleiche Trikot/TShirt haben. Das steht halt in keinem Verhältnis.

Das Thema stört mich auch, weil ich das immer als einen unfassbaren Vorteil gegenüber allen anderen sportähnlichen Hobbies gesehen hab: Egal in welcher Stadt ich gerade bin, egal wie ich gerade angezogen bin, ob ich auf Geschäftsreise bin oder in Strandklamotten, ich kann in eine Kickerkneipe spazieren und 50c auf den Tisch legen.
Aber genau das ist doch das Problem! Dein Kneipengedaddel hat absolut NICHTS mit dem organisierten Sport Drehstangen-Tischfußball zu tun. Böse formuliert: Du kannst auch "egal in welcher Stadt" mit Inlinern, nem Besen und nem Tennisball über nen Realparkplatz fahren, aber mit der Sportart Inline-Hockey hat das nichts zu tun.

DTFB-Challenger sind QUALIFIKATIONSTURNIERE für die DTFB-DEUTSCHE MEISTERSCHAFT! Das sind keine Kneipen-Spaß-DYPs! Aber dadurch, dass jeder teilnehmen kann und sich sogar Teile der Kicker-Community nen Schei* um Etikette scheren, haben viele das Gefühl es wäre halt irgendein Hobbygedaddel.
Die DTFB-DEUTSCHE MEISTERSCHAFT ist das wichtigste nationale Turnier des Drehstangen-Tischfußball-Sports. Und DTFB-Challenger sind die Qualifikationsturniere dafür.

Das ärgert mich wirklich:
Man stelle sich vor, ein Typ der bis 5 Uhr in London gesoffen und die Nacht durchgemacht hat, spielt am nächsten Tag ein Tennis-Ranglistenturnier gegen Roger Federer. Mit seiner Vorhand hat er schon mal ein paar Bälle gespielt, Rückhand kann er garnicht und er haut nahezu jeden Aufschlag ins Netz. Der Typ taucht nun verschwitzt, stinkend, mit Sandalen und nem verfleckten Feinrippshirt auf dem Court auf. Lässt sich 6:0, 6:0 abschlachten. Klar, dass er danach in Tennisforen erzählt, dass er Tennisspieler ist und auch schon mal gegen Federer gespielt hat. Tennis ist aber auch kein richtiger Sport, sondern mehr ein Hobby. :oops:
Drastisch gesagt, das wäre ein Schande für den Tennissport! :nono:
Aber genau so wird aktuell Tischfußball praktiziert. Mit kleinen Schritten versuchen einige Menschen gegen dieses Image anzukämpfen.
Ich unterstütze das und plädiere für mehr Respekt gegenüber dem Gegner, der Community und dem Sport.

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Einheitliche Sportkleidung bei Challengern usw.

Beitrag von Kicker69 » 09.01.2016, 16:49

Ich will auch mitmischen...

Ich stehe auch deutlich auf der Kontraseite....
Bei buli und teamwettbewerben, ja gerne...hier sehe ich in der Abgrenzung durch Sport Kleidung einen Sinn..
Bei challengern ist das ein Witz...erst war es nur Sport Kleidung...da haben sich alle “nichtsportler“ in ihre ollen Zuhause joggingpeitschen geschwungen, jetzt ist noch einheitliche oberbekleidung hinzugekommen
Folge: diejenigen die nicht eh bundesliga oder gesponsert sind haben mal richtig in ein 3 Euro Shirt von kodi investiert und tragen jetzt joggingpeitsche kodi Shirt look.....

Und das soll was zur Professionalität im Tischfussball beitragen? Unsinn!
Genauso die Damen-Herren Trennung....Normale damen-herren waren neulich bei den landesmeisterschaften NRW dann auch schon verboten....absurderweise hat mann dann in der gemeinsamen Vorrunde doch gegen gemischte Doppel aus dem Junioren und Senioren Bereich gespielt...
Das war dann den Mixed doppeln die nicht antreten durften schwierig zu erklären/vermitteln....

Da find ich das Verhalten des dtfb und der landesverbände echt schräg!
Das es auch anders geht beweist p4p...hier kann man auf solche mätzchen verzichten...trotzdem wird p4p professionell wahrgenommen!
Hier scheint man sich auf den Sport an sich zu konzentrieren...

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Beitrag von LieberEinzel! » 09.01.2016, 17:43

Kicker69 hat geschrieben:Da find ich das Verhalten des dtfb und der landesverbände echt schräg!
Das es auch anders geht beweist p4p...hier kann man auf solche mätzchen verzichten...trotzdem wird p4p professionell wahrgenommen!
Hier scheint man sich auf den Sport an sich zu konzentrieren...
Denke der organisatorische Aufwand und die Ziele des DTFB sind deutlich höher einzuschätzen als die bei P4P. P4P macht sehr gute Arbeit, verfolgt aber auch einen anderen Ansatz. Mit einer klaren Kleiderordnung und 25 Euro Teilnahmegebühr für jedes Challenger, könnte man auch beim DTFB (ohne Mätzchen) die aussortieren, die man nicht dabei haben will. Aber der DTFB will den Tischfußballsport für alle voranbringen. Auch für die, die bei P4P 2-Spiele-raus machen würden.
Die deutschen Kickerhochburgen Saarland, NRW, Hamburg, Berlin werden von P4P ebenfalls wenig "gefördert". Warum gibt es hier kaum P4P-Turniere?

Böse formuliert:
Players4Darmstadt hätte gern 12 Euro für 2-Spiele-raus, 17 Euro für Single-KO-DYP und kommt nach Darmstadt/Bonn oder lasst es. Dafür dürft ihr anziehen was ihr wollt. Denn solange immer 400 Teilnehmer kommen, ists uns egal wie Tischfußball national wahrgenommen wird. :wink:

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Beitrag von Kicker69 » 10.01.2016, 15:57

Ok, auch böse Formuliert...

P4p ist zumindest näher an Tischfussball als es jeder Vergleich gegen wenn Roger Federer beim Tennis spielt, je sein wird!
Tischfussball entspringt nämlich nicht irgendwelchen Vereinen mit Jahres Beiträgen grösser 1000 Euro und ner millionenschweren ATP Tour Ufer die sich gar nicht jeder qualifizieren kann, sondern der Kneipe!

Und wenn jetzt gegen p4p als Argument gebracht wird, ist aufgrund der Kosten nicht fuer jedermann, dann kann man die Kleidungspflicht bei challengern dafür genauso rannehmen.....wie soll man sich denn dann vom Hobbyspieler weiterentwickeln?

Den spielmodus bei p4p finde ich ähnlich bescheiden...nur hat das nix mit kleidungspflicht bei Challengern zu tun....

Bei jedem halbwegs ernsthaften Turnier wie p4p, challenger, Master , landesmeisterschaft etc etc etc....sind immer dieselben der bundesweiten 750 kickerfreaks da....oder meinetwegen 1500....
Für wenn soll denn da was durch die Sport Kleidung simuliert werden? Team Events wie auf einer itsf wm oder buli sind wie gesagt ne andere geschichte.....
Aber bei einem “normalen“ doppelturnier? Ichbleibe bei lachhaft.....ich hab schon erlebt wie 15 jährige rookies in den naheliegenden Supermarkt geschickt wurden für ne joggingpeitsche....die sahen vorher ordentlicher aus. Und Senioren aufgrund einer Jeans dann die Punkte abgezogen wurden von “topgekleideten“ amateuren/profiS, die es nicht verwinden konnten, das die Senioren einfach besser waren....das ist für mich ein Witz....Statt sich über jeden zu freuen, der ernsthaft spielen und weiterkommen will!

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46. Deutsche Tischfußballmeisterschaften

Beitrag von michi1367 » 12.01.2016, 16:41

Pierre hat geschrieben:
Meiner Meinung nach sind da weder Tennis, noch Skispringen sinnvolle Vergleiche. Beim Skispringen kommen natürlich mehrere Springer aus Deutschland, aber sie sind kein Team sondern Einzelsportler. Ähnlich ist es beim Tennis, da treten 2 Spieler als Doppel an, aber im Endeffekt sind sie auch Einzelsportler, auch weil der Doppelpartner häufig wechselt. Wer sich für Tennis interessiert ist zb. Federer-Fan, aber es gibt wohl niemanden der sagt, dass er Fan vom Doppel Federer/XYZ ist.

Da kommen wir dann zum Punkt, warum ich es für sehr sinnvoll halte, gerade bei Teamwettbewerben auf einheitliche Kleidung zu setzen. SOLLTE man ernsthaft im Fernsehen in Erscheinung treten, ist mMn. die Bindung an die Fans durch Gesichter und Teams noch wichtiger als die Hochklassigkeit des Sports an sich. Gerade Dart zieht doch auch einen Großteil des Interesses aus den Spielern als Typen und so müsste man auch beim Kickern dann einen Bezug von Zuschauern zu Sportlern schaffen. Nur mit Bildern vom Tisch geht das mMn. überhaupt nicht und wenn die Zuschauer dann zb. Fans der Bundesliga werden sollen ist es für mich da sehr wichtig, dass die Spieler gleich auftreten.

Ich stehe völlig auf deiner Seite, dass Skispringen und Tennis im Grundsatz "Einzelsportarten" sind, und die Teamevents (also Team mit mehr als 2 Mitgliedern, spricht Tennis-Bundesliga, Skisprung-Team-WM usw.) eher die Ausnahme bilden.
Aber wieso das jetzt beim TFB anders ist, verstehe ich nicht. Ich kenne kaum ein Doppel, das "eine monogame Beziehung" führt. Manche wechseln die Doppelpartner wie die Unterhosen.
Im übrigen sollte wir auch hier mal eine klare Trennung vornehmen:
Es gibt beim Tennis Einzel, Doppel und Team. Team ist nicht dasselbe wie Doppel. Team heisst, es werden zB. im "Davis-Cup" vier Einzel und ein Doppel gespielt, bei 3 Siegen hat das Team das Duell gewonnen.
Nichts anderes haben wir im Tischfussball. Einzel, Doppel und Team. Und bei den Team-Events wird aus Einzeln und Doppeln ein Gesamtergebnis der Begegnung gebildet.
Und im Grundsatz sind doch alles für sich genommen "Einzelspieler". Weil jeder, wenn er will, auch einfach nur noch Einzel-Challenger, P4P-Einzel-Disziplinen, oder die DTFB-Deutsche-Meisterschaft im Einzel spielen kann. Und bei Bedarf bilden diese Einzelspieler dann ein Doppel oder ein Team.
Dass die Doppel beim TFB mehr im Fokus stehen, als beim Tennis, kann da mMn nicht der ausschlaggebende Punkt sein. Die Strukturen sind im Grundsatz völlig identisch.

Wenn ich auf YouTube ein Video von Frederic Collignon anschaue und in die Suchleiste "Collignon" eintippe, dann nur und ausschließlich wegen Frederic Collignon. Mit anderen Worten: Es ist mir dann ziemlich egal, ob Jamal Allalou, Rob Atha, Billy Pappas, ein Mitspieler aus der belgischen Nationalmannschaft oder irgendein Neuling, der ihm im DYP zugelost wurde, sein Partner ist - die "nimmt man dann auch mit", genauso wie die Gegner - aber ausschlaggebend war Collignon als Einzelperson. Wenn ich Pappas sehen möchte, suche ich nach Pappas und es ist Zufall, wenn dann gerade Collignon sein Partner ist usw usw. "Fans" von festen Doppeln wirst du auch im Tischfussball mMn nicht finden - sondern eher von Spielern und dann egal, mit wem sie Doppel spielen.

Zu den Spielern "als Typen": Damit wirfst du ja selbst die Frage auf... sollen sich jetzt alle TFBaller die Arme tatowieren oder lustige Frisuren schneiden lassen? Oder kann man sich möglicherweise dadurch "individualisieren", dass man seinen eigenen Style trägt? (Polemik, ich weiß)
Aber es gibt auch konkrete Beispiele:
Andreas Hubatsch zB trägt häufig Trikots vom FC Bayern - das polarisiert schon mal von vorneherein.
Oder wenn man an die alten Fotos und Videos mit Dieter Thiele denkt - man kann davon halten was man will (und bitte nicht falsch verstehen: ich möchte keinesfalls dafür plädieren, dass jetzt alle so rum laufen), aber eins steht fest: Ein Typ mit Wiedererkennungswert war er zu 100% !
Von daher wirkt es für mich, als wiedersprechen deine eigenen Argumente deiner Position ;-)

Und noch ein (nicht gaaanz ernst gemeinter) Gedanke:
Wenn jetzt irgendjemand, der noch nie TFB gesehen hat, ein Spiel anschaut und sieht einen, der bspw. ein ACDC T-Shirt trägt und der gewinnt dann zufällig das Spiel. Und der Zuschauer ist selbst ACDC-Fan, dann hat das evtl. mehr Einfluss auf den Zuschauer, als wenn er denkt: Boah wie professionell, alle mit Sporttrikot... bei mehreren Hundert Spielern pro Event könnte man einige Zielgruppen bedienen :D

LieberEinzel! hat geschrieben:
michi1367 hat geschrieben: Aber schon beim Tennis-Doppel, reicht das Netz als optische Trennung. Dass der blaue und der gelbe hier zusammen spielen, kann man nicht ernsthaft bezweifeln.
https://www.youtube.com/watch?v=iRAN-IqacJA
Und wie wäre es, wenn jetzt in deinem Beispiel Gasquet ebenfalls in gelb und Beneteau ebenfalls in blau spielen würde?
Das kannst du unmöglich ernst meinen... aber für einen Moment hab ichs geglaubt... Guter Scherz!
(nur für den unwahrscheinlichen Fall, dass du es ernst meinst: selbstverständlich macht das keinen Unterschied! In Wimbledon spielen beim Doppel sogar alle vier Spieler in ein und der selben Farbe (weiß) und trotzdem weiß jeder, wer gegen wen spielt)

Pierre
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Beitrag von Pierre » 12.01.2016, 21:04

michi1367 hat geschrieben:
Ich stehe völlig auf deiner Seite, dass Skispringen und Tennis im Grundsatz "Einzelsportarten" sind, und die Teamevents (also Team mit mehr als 2 Mitgliedern, spricht Tennis-Bundesliga, Skisprung-Team-WM usw.) eher die Ausnahme bilden.
Aber wieso das jetzt beim TFB anders ist, verstehe ich nicht. Ich kenne kaum ein Doppel, das "eine monogame Beziehung" führt. Manche wechseln die Doppelpartner wie die Unterhosen.
Im übrigen sollte wir auch hier mal eine klare Trennung vornehmen:
Es gibt beim Tennis Einzel, Doppel und Team. Team ist nicht dasselbe wie Doppel. Team heisst, es werden zB. im "Davis-Cup" vier Einzel und ein Doppel gespielt, bei 3 Siegen hat das Team das Duell gewonnen.
Nichts anderes haben wir im Tischfussball. Einzel, Doppel und Team. Und bei den Team-Events wird aus Einzeln und Doppeln ein Gesamtergebnis der Begegnung gebildet.
Und im Grundsatz sind doch alles für sich genommen "Einzelspieler". Weil jeder, wenn er will, auch einfach nur noch Einzel-Challenger, P4P-Einzel-Disziplinen, oder die DTFB-Deutsche-Meisterschaft im Einzel spielen kann. Und bei Bedarf bilden diese Einzelspieler dann ein Doppel oder ein Team.
Dass die Doppel beim TFB mehr im Fokus stehen, als beim Tennis, kann da mMn nicht der ausschlaggebende Punkt sein. Die Strukturen sind im Grundsatz völlig identisch.

Wenn ich auf YouTube ein Video von Frederic Collignon anschaue und in die Suchleiste "Collignon" eintippe, dann nur und ausschließlich wegen Frederic Collignon. Mit anderen Worten: Es ist mir dann ziemlich egal, ob Jamal Allalou, Rob Atha, Billy Pappas, ein Mitspieler aus der belgischen Nationalmannschaft oder irgendein Neuling, der ihm im DYP zugelost wurde, sein Partner ist - die "nimmt man dann auch mit", genauso wie die Gegner - aber ausschlaggebend war Collignon als Einzelperson. Wenn ich Pappas sehen möchte, suche ich nach Pappas und es ist Zufall, wenn dann gerade Collignon sein Partner ist usw usw. "Fans" von festen Doppeln wirst du auch im Tischfussball mMn nicht finden - sondern eher von Spielern und dann egal, mit wem sie Doppel spielen.

Zu den Spielern "als Typen": Damit wirfst du ja selbst die Frage auf... sollen sich jetzt alle TFBaller die Arme tatowieren oder lustige Frisuren schneiden lassen? Oder kann man sich möglicherweise dadurch "individualisieren", dass man seinen eigenen Style trägt? (Polemik, ich weiß)
Aber es gibt auch konkrete Beispiele:
Andreas Hubatsch zB trägt häufig Trikots vom FC Bayern - das polarisiert schon mal von vorneherein.
Oder wenn man an die alten Fotos und Videos mit Dieter Thiele denkt - man kann davon halten was man will (und bitte nicht falsch verstehen: ich möchte keinesfalls dafür plädieren, dass jetzt alle so rum laufen), aber eins steht fest: Ein Typ mit Wiedererkennungswert war er zu 100% !
Von daher wirkt es für mich, als wiedersprechen deine eigenen Argumente deiner Position ;-)

Und noch ein (nicht gaaanz ernst gemeinter) Gedanke:
Wenn jetzt irgendjemand, der noch nie TFB gesehen hat, ein Spiel anschaut und sieht einen, der bspw. ein ACDC T-Shirt trägt und der gewinnt dann zufällig das Spiel. Und der Zuschauer ist selbst ACDC-Fan, dann hat das evtl. mehr Einfluss auf den Zuschauer, als wenn er denkt: Boah wie professionell, alle mit Sporttrikot... bei mehreren Hundert Spielern pro Event könnte man einige Zielgruppen bedienen :D

Zu deinem 1. Abschnitt:

Bin da bei dir, hätte mich vielleicht deutlicher Ausdrücken müssen. Bei Team-Events finde ich es sehr sinnvoll auch optisch als Team aufzutreten, bei Challengern sehe ich das allerdings auch als Schwachsinn an.

Zu meinem Spruch mit den Typen:

Ich meine damit nicht, dass Tischfußballer sich jetzt bunte Hemden oä. zulegen sollten, sondern, dass man zum einen durch Trikots bei Teamevents vielleicht schneller eine Bindung zu den Teams aufbinden könnte und zum anderen bei Übertragungen über den reinen Sport am Tisch hinaus gehen müsste.
Wie das genau aussehen sollte kann ich dir auch nicht sagen, aber ich finde, dass es da nur förderlich wäre die Spieler so zu präsentieren, dass der Sport möglichst schnell "Gesichter" bekommt.

LieberEinzel!
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Beitrag von LieberEinzel! » 16.01.2016, 15:56

Kicker69 hat geschrieben: Bei jedem halbwegs ernsthaften Turnier wie p4p, challenger, Master , landesmeisterschaft etc etc etc....sind immer dieselben der bundesweiten 750 kickerfreaks da....oder meinetwegen 1500....
Für wenn soll denn da was durch die Sport Kleidung simuliert werden?
In erster Linie muss die Kicker-Community verstehen, dass sich Tischfußball als Sport etablieren will. Viele von diesen 1500 Spielern verstehen nicht, was dafür notwendig ist.
Fairness und ein respektvoller Umgang mit "Mensch und Material" sind da das Mindeste. Und trotzdem wird noch viel beschissen, beleidigt, Bälle geklaut, Müll auf den Boden geschmissen,... Und auch wenn das schade ist, Regeln helfen da.
michi1367 hat geschrieben: Zu den Spielern "als Typen": Damit wirfst du ja selbst die Frage auf... sollen sich jetzt alle TFBaller die Arme tatowieren oder lustige Frisuren schneiden lassen? Oder kann man sich möglicherweise dadurch "individualisieren", dass man seinen eigenen Style trägt? (Polemik, ich weiß)
Individualisierung sollte im Sport auch in einem abgesteckten Rahmen stattfinden. Auch hierfür sind Regelungen und Vorgaben sinnvoll. Denn wie soll man sonst eine Grenze ziehen zwischen nem FC-Bayern -Shirt, nem "Mein Vorbild -Uli Hoeneß" Logoshirt, nem ACDC-Shirt, nem Böhse Onkelz-Shirt, nem Che-Shirt,...

Das ist nicht so einfach. Sieht man auch in anderen Sportarten:
http://www.sport1.de/handball/em/2016/0 ... ogen-binde

ChiliChip
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Beitrag von ChiliChip » 16.01.2016, 21:13

LieberEinzel hat geschrieben: In erster Linie muss die Kicker-Community verstehen, dass sich Tischfußball als Sport etablieren will. Viele von diesen 1500 Spielern verstehen nicht, was dafür notwendig ist.
Kein Zuschauer oder Pressevertreter wird auf eine Verkleidung mit Sportkleidern reinfallen, wenn er zuerst an Rauchern, Kiffern und Biertrinkern vorbei muss, um in die Turnierhalle zu gelangen. Und möglicherweise ist es 1300 von den 1500 Spielern auch furchtbar egal.

Kicker69
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Beitrag von Kicker69 » 17.01.2016, 15:21

Ich habe rein gar nichts dagegen, dass sich TFB als Sport etabliert...ganz im Gegenteil!
Das wird aber nix indem man die Teilnehmer in Klamotten zwingt in denen sie aussehen als kommen sie gerade von Zuhause vorm Fernseher...joggingbuchse und billigshirt...

Wie jeder andere vernunftgesteuerte Mensch hab auch ich was gegen vollpfosten, die Müll durch die Gegend s schmeissen, pöbeln oder sich sonst wie daneben benehmen. Pseudosportkleidungszwang bringt TFB aber sicher nicht weiter....
Es ist nämlich ein reiner Sport für aktive Spieler! Das meinte ich mit den immer selben Leuten....es gibt einfach keine Zuschauer!
Dtfb und konsorten sollten sich lieber darauf konzentrieren das beste für den Sportler rauszuholen, statt nicht vorhandene Medien und nicht vorhandene Zuschauer zu beeindrucken.....
IMHO kAnn man das mit TFB Attraktivität nur was werden wenn Mann das wie beim Darts macht...ueber Bindung zum Spieler....
Als nicht selber spielender Zuschauer kann man mit dem Geschehn einfach zu wenig anfangen....

Genau so daneben finde ich übrigen auch Pseudo Neulings Kategorie bei p4p....auch hier werden potentielle neu Spieler durch Modus und zu hohe Spielstärke weg gehalten und meinetwegen auch durch zu hohe Preise....
Genau das haben die challenger anders gemacht....und jetzt nehmen die sich leider auch zu wichtig...

Aber gut....jeder hat da eine andere Meinung.....

LieberEinzel!
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Beitrag von LieberEinzel! » 26.01.2016, 10:29

ChiliChip hat geschrieben:Kein Zuschauer oder Pressevertreter wird auf eine Verkleidung mit Sportkleidern reinfallen, wenn er zuerst an Rauchern, Kiffern und Biertrinkern vorbei muss, um in die Turnierhalle zu gelangen.
Das bedeutet ja nur, dass die Spieler selbst Schuld sind, an der schlechten Außendarstellung des Tischfußballsports.
Und genau deshalb sollte sich jeder Spieler mal hinterfragen, ob sein Verhalten nicht vielleicht einen negativen Einfluss auf unseren Sport hat. Und ob es nicht vielleicht sogar schlecht für ihn selbst ist.
ChiliChip hat geschrieben:Und möglicherweise ist es 1300 von den 1500 Spielern auch furchtbar egal.
Ja. 1300 von 1500 Spielern ist es egal, dass es die Zeitschrift Zwei-Fünf-Drei nicht mehr gibt. 1300 von 1500 Spielern ist es egal, dass es die DYP-Tour nicht mehr gibt. 1300 von 1500 Spielern engagieren sich nicht für die Liga, nicht für die Region und nicht für die Verbände. Dafür lassen sich diese 1300 Spieler von den anderen 200 Spielern alles organisieren und hinbrezeln, setzen sich ins gemachte Nest und benehmen sich dann wie sie eben gerade Lust haben. :nono:

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