Fragen zu den Entscheidungen der DTFB-Präsidentenrunde 2017


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Klaus G.
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Fragen zu den Entscheidungen der DTFB-Präsidentenrunde 2017

Beitrag von Klaus G. » 22.10.2017, 16:03

Folgende Fragen wurden aus Facebook kopiert, um sie hier zu beantworten:

-Woher sollen 64 Spielerinnen zu 2019 generiert werden?
Antwort: Die gleiche Frage hatten wir auch bei der Senioren-Bundesliga, die wir in diesem Jahr von 4 auf 6 Aktive aufgestockt hatten. Dort hatte es funktioniert, da die Vereine mitgeholfen hatten, nach Interessenten zu suchen. Ich gebe zu, es hätte auch nicht funktionieren können. So hatten wir in diesem Jahr eine deutlich aufgewertete Senioren-Bundesliga.
Nun aber zurück zu den Damen-Bundesligen: Im Jahr 2016 hatten von den 32 Teams der beiden Damenbundesligen 27 Teams mindestens 6 Damen im Team gemeldet. Das Delta sollte also nicht ganz so groß sein. Aktuell haben wir im DTFB laut unseren Verbandsmeldungen 625 aktive Damen. Benötigt werden ab 2019 für die 32 Teams in den beiden Ligen selbst bei 8 Damen pro Team ca. 250. Es sind also aktuell mehr als 350 Damen aktiv, die nicht Bundesliga spielen, so dass wir die Chance sehen, dass beide Ligen in 2019 voll sind.

-Nehmt ihr das Risiko, dass die 2. Buli sich verschlechtert oder verkleinert in Kauf? Seid ihr euch dessen überhaupt bewusst? Seid ihr da anderer Meinung? Wie wollt ihr dem entgegen wirken?
Antwort: Natürlich gibt es dieses Risiko und zur Not würden wir dann z.B. auch ein Jahr 2. Liga mit 12 oder 14 Teams in Kauf nehmen. Oder wir treffen eine andere Entscheidung auf Basis der dann vorliegenden Daten. Wir sind bei den Damen-Bundesligen schon immer nach dem Prinzip verfahren, dass das Angebot die Nachfrage steigert und bisher hat das funktioniert. Da es quer durch die Landesverbände nur sehr wenige Möglichkeiten gibt, dass die Damen sich untereinander messen können, möchten wir es auf jeden Fall versuchen, noch mehr Damen diese Chance zu ermöglichen.

-Warum werden soviele Materialveränderungen in so kurzem Zeitraum entschieden? Wie sollen die Vereine damit umgehen? Woher sollen vor allem kleine Vereine die finanziellen Mittel nehmen? Nicht nur die Anschaffung, sondern auch der Platz wird so langsam ein Problem. Oder ist das so nachrangig, dass ihr an der Stelle eine zwei Klassengesellschaft auf Vereinsebene in Kauf nehmt?
Antwort: Wir sprechen hier über die Einführung eines einzigen neuen Tisches für das Jahr 2018 in den Bundesligen. Dass mit der Firma Ullrich einer unsere beiden großen Partner eine ITSF-Zulassung erhalten hat, sehen wir als große Chance und möchten sie nutzen. Hier wurden wir als DTFB zu unserem Glück mehr oder weniger gezwungen - zumindest ist das die Sicht der Funktionäre. Mit der Firma Ullrich wurde übrigens vereinbart, dass es ab der kommenden Woche, sobald ihr Umzug beendet ist, ein Einführungsangebot für unsere Vereine gibt, so dass der Turniertisch für 990,- Euro erworben werden kann. Uns war die finanzielle Komponente für die Vereine also schon bewusst und daher haben wir im Rahmen der Partnergespräche dieses Angebot klar gemacht. Die Frage ist einfach, was es für wen gebracht hätte, die Einführung des Beast um ein Jahr zu verschieben?

-Warum führt ihr eine Umfrage durch ohne euch mit dem Ergebnis auseinander zu setzen, adäquat zu informieren und in den Dialog zu gehen?
Antwort: Die Umfrage sollte lediglich dazu dienen, eine Tendenz zu erkennen. Eine Entscheidungsfindung und auch ein Dialog auf Basis einer Facebookabfrage war nicht vorgesehen. Sorry, falls das so rüberkam.

-Warum müssen die Spielmodi zum jetzigen Zeitpunkt angepasst werden? Warum könnte das nicht noch zB 3 Jahre warten, bis Nachwuchs sicher gestellt ist?
Antwort: Der Hauptgrund ist die Vereinheitlichung und damit einhergehend eine deutliche Vereinfachung bei der Organisation und Verwaltung - neben der damit verbundenen besseren Außendarstellung bzw. Kommunikation.

-Warum brauchen wir Tornado in den 1. Ligen, aber in den 2. wird er gestrichen? Warum wurde da keine Qualitätssicherung vor Einführung durchgeführt?
Antwort: Wir sind der Meinung, dass unsere Spitzenspieler, die sich international bei World Cup und WM und Champions League mit Aktiven aus anderen Nationen messen, Routine auf Bonzini und Tornado benötigen, da es ohne diese Erfahrung wenig zu gewinnen gibt. Der deutsche Tischfußballsport führt jetzt seit exakt 10 Jahren in Folge die ITSF-Nationenwertung an. Ein Grund dafür ist sicherlich die Multitable-Ausrichtung. Jetzt, wo der Tischfußballsport eine große Chance hat, bei z.B. den World Games dabei zu sein, möchten wir erst recht unseren Topspielern diese Möglichkeit bieten. Und daher sind wir dankbar, überhaupt für die ersten Ligen noch diese Möglichkeit mit Tornado zu haben.

-Wie sieht es denn mit der Qualitätssicherung der angestrebten Neuerungen vor? Wie können die Vereine sicherstellen, dass sich die Investitionen lohnen?
Antwort: Um ehrlich zu sein, ist das Risiko immer da. Wir schauen uns nicht die Bilanzen unserer Partner an und selbst solche Firmen wie Nokia waren schneller weg, wie man sich das hätte vorstellen können. Wir sind unendlich froh für jeden Hersteller, der uns überhaupt unterstützt. Ohne die Unterstützung unserer Partner wäre das, was wir in Deutschland haben, nicht möglich. Alle Länder um uns herum träumen von diesen Verhältnissen. Aber das Gute ist doch, dass die Tische kaum an Wert verlieren. Selbst für einen Tecball-Tisch erhält man heute noch gutes Geld. Und um bei dem Beispiel Beast zu bleiben: Wenn sich ein Verein den Tisch jetzt zum Einführungspreis von 990 Euro käuft, ist das Risiko eines finanziellen Verlust sehr überschaubar.

-Warum überlässt man die Materialwahl einem Hersteller?
Antwort: Weil es sein Business ist und die Arbeitsplätze seiner Mitarbeiter betroffen sind. Aber daher haben wir auch viele Partner, um eine Vergleichbarkeit herzustellen. Und wir haben nur Einjahresverträge. Wenn Material nicht ok ist, nehmen wir es nicht und wenn es im Laufe eines Jahres schlechter wird, entscheiden wir für das Folgejahr neu. Also um ganz klar zu sein: Der Hersteller entscheidet über sein Material und wir entscheiden, ob wir es einsetzen. Davon ab wäre es auch utopisch, daran zu glauben, dass wir als DTFB irgendeinen Einfluss auf z.B. Bonzini oder Tornado hätten.

-Warum werden Exklusivvereinbarungen mit Herstellern nicht auf feste Laufzeiten festgelegt und diese auch an die Vereine kommuniziert?
Antwort: Wir möchten uns Flexibilität bewahren, um auf Entwicklungen reagieren zu können. Am wichtigsten ist uns jedoch der Partnergedanke per se. Wenn einer der beiden Partner nach einem Jahr kein Interesse mehr an der Partnerschaft hat, soll er sie problemlos beenden können. Eine Zwangspartnerschaft hilft niemandem.

Meine Anfrage auf den P4P Post zuletzt, ist lediglich per Mail beantwortet worden, obwohl ich an der Stelle ausdrücklich um Transparenz gebeten habe. Auch damit sich alle anderen eine Meinung bilden können. Mir geht es hier nicht darum Multiplikatoren zu bilden, sondern dass alle die Chance haben auf einen ähnlichen Wissenstand zu kommen und ein Austausch und Information statt finden.
Antwort: Deine Anfrage ist nicht beantwortet worden. Ich hatte Dich gebeten, eine konkrete Frage zu stellen. Das ist bisher nicht geschehen.

Desweiteren finde ich die Diskussion gerade sehr einseitig. Ich füge Argumente an und versuche euch meine Sicht darauf zu vermitteln. Von euch sehe ich das nicht. Ich bin bisher keinen Deut schlauer als vorher.
Antwort: Auf konkrete Fragen lässt es sich leicht antworten. Das mache ich auch sehr gerne.

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Re: Fragen zu den Entscheidungen der DTFB-Präsidentenrunde 2017

Beitrag von e.t.chen » 23.10.2017, 09:23

Hi Klaus.

Danke für die ausführlichen infos.
Ich muss sagen, eine direkte offizielle Verlautbarung der Entscheidungen wäre schöner gewesen, als diesen beef den es dort bei Facebook gab. Das wirkt so als wollte man die Änderungen still und heimlich an der Community vorbei durchsetzen.

Bevor ich deine Ausführungen hier gelesen habe, konnte ich mir nicht vorstellen, wie diese Entscheidungen getroffen werden konnten und wie das dem Sport helfen soll.

Als Vorstandsmitglied des kleinsten Verbandes hab ich natürlich wenig Erfahrung in einigen Sachen, bin aber auf der anderen Seite auch noch nicht so betriebsblind wie jemand der das seit etlichen Jahren mit Hunderten Mitgliedern macht.

Im Grunde habe ich nur ein paar Fragen und Anmerkungen:
Was ist aus organisatorischer Sicht der große Unterschied für euch, was die Damen Bundesliga mit 4 Spielerinnen so viel aufwendiger macht als die Herren Bundesliga mit 6 Spielern?

Über 600 gemeldete Spielerinnen, aber in der Rangliste sind es nur ca 250? Dann gehe ich stark davon aus, dass es min. 300 Karteileichen gibt, von Spielerinnen, die irgendwann mal gemeldet waren, und nie abgemeldet wurden. Ich merke ja selbst bei unserer Größe, wie schwierig es ist die Startgebühren einzutreiben und die Anmeldungen immer aktuell zu halten. Spieler abzumelden ist halt auch immer nervig. Aber wenn ich jetzt überlege, ich müsste mich um die 2000 Saarländer kümmern... Ich meine, wer meldet sich an und bezahlt die Jahresgebühr und spielt dann kein einziges challenger im Jahr? Außerdem gibt es auch immer Spieler, die in mehreren Verbänden gemeldet sind und somit doppelt zählen.
Es ist natürlich klar, dass ihr stolz auf die Anzahl der gemeldeten Spieler seid, aber ich denke die Dunkelziffer liegt weitaus geringer und näher an der Anzahl der Spieler, die tatsächlich in den Ranglisten vertreten sind.
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Re: Fragen zu den Entscheidungen der DTFB-Präsidentenrunde 2017

Beitrag von Satai » 23.10.2017, 20:59

.. Es ist zwar gut, dass hier Fragen und Antworten gegeben werden, aber worauf eigentlich?
Vielleicht finde ich es ja einfach nicht, aber hier steht:
Über alle getroffenen Entscheidungen wird in den kommenden Tagen informiert. (http://www.dtfb.de/index.php/1938-praes ... stellungen )
Aber wo denn? Jetzt finde ich hierFragen und antworten, aber niocht die davor getroffenen Entscheidungen (okay, das Beas und ttb figuren nächsten Jahr BL erlaubt sind, habe ich in FB mitbekommen, aber der Rest?)
Ich finde keine weiteren offiziellen Infos, weder auf dtfl.de , dtfb.de, FB - dtfb oder dtfl Gruppe oder http://kickerium.de/
Wer kann mir helfen?
...

Klaus G.
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Re: Fragen zu den Entscheidungen der DTFB-Präsidentenrunde 2017

Beitrag von Klaus G. » 23.10.2017, 21:57

Hallo Etienne,

eine offizielle Verlautbarung war kurzfristig nicht möglich, weil die ein oder andere Entscheidung vor Veröffentlichung noch mit Betroffenen besprochen werden muss. Wenn z.B. ein Hersteller nicht mehr Bundesligapartner sein wird und das erst bei der Präsidentenrunde entschieden wurde, dann ist es mir wichtig, wenn er es von mir erfährt und nicht über unsere Webseite.

Und außerdem ist Uhle, der die wichtigsten Punkte in seinem Blog veröffentlicht hat, DTFB-Vorstandsmitglied und Landesverbandsvorsitzender gleichzeitig. Wieso es dann, wenn er gleich nach der Präsidentenrunde mit den Entscheidungen an die Öffentlichkeit geht, aussieht, als wollte man etwas still und heimlich durchsetzen, verstehe ich nicht. Diese Runde ist übrigens mehr oder weniger öffentlich. Auch dieses Mal hatten wir wieder interessierte Gäste dabei und bisher wurde der Wunsch auf Teilnahme als Gast noch nie abgelehnt. Ich halte uns und das, was dort entschieden wird, nicht für so wichtig, dass etwas geheim sein muss. Warum das von außen so wirkt, obwohl wir schon so viele Teilnehmer in dieser Runde mit entscheiden lassen, ist mir unverständlich. Wir könnten das ja auch alleine als Vorstand entscheiden, nehmen aber bewusst noch die Vertreter von allen Landesverbänden hinzu - auch wenn aus Meck-Pomm das Interesse überschaubar ist.

Der organisatorische Unterschied zwischen einer 4er- und einer 6er-Liga bei den Damen ist für uns, dass die 6er-Liga identisch zu allen anderen Bundesligen sein wird. Wenn z.B. die Aufstiegsrunde zu Jahresbeginn mit den Damen, Herren und Senioren gemeinsam stattfindet, haben wir unterschiedliche Spielordnungen und Formate zu beachten, das Penalty-Schießen läuft anders, ... Für unsere Helfer sind solche Events auch ohne dieses Wirrwarr schon anstrengend genug und bei der BuLi-Vorrunde mit 48 Herren- und 32-Damenteams macht dieses permanente Umdenken auch alle verrückt. Und wehe, es macht dann mal jemand von unseren Helfern einen Fehler, wenn er durcheinander kommt...
Daher hilft eine Vereinheitlichung aus organisatorischer Sicht sehr.

Aber der viel entscheidendere Punkt ist, dass wir mit solchen Aufstockungen auch mehr Aktiven die Möglichkeit geben möchten, am nationalen Ligabetrieb teilzunehmen. Im vergangenen Jahr hatten wir die Senioren von 4 auf 6 Spieler aufgestockt. Jetzt versuchen wir es bei den Damen.
Als wir 2010 die Damen-Bundesliga gegründet hatten, war die Skepsis extrem groß, ob das überhaupt gelingen kann. Im ersten Jahr wurde dann alles eingesammelt, was einzusammeln war. Im Jahr 2010 waren es 78 Damen. In diesem Jahr waren es 188 und ich bin mir sehr sicher, dass die Damen-Bundesligen viel dazu beigetragen haben, Damen für unseren Sport zu begeistern und auch zu binden.

Ab 2019 geben wir jetzt ca. 50 weiteren Damen die Chance, dabei zu sein. Ob wir beide Damen-Bundesligen im Jahr 2019 voll bekommen, weiß ich nicht, weiß niemand. Aber wenn es nicht 2019 ist, dann ist es eben 2020 oder 2021.

Bisher hat noch jedes Angebot, das wir geschaffen haben, für Nachfrage gesorgt. Und falls es dieses Mal wirklich nicht so sein sollte, dann korrigieren wir eben wieder. Das wäre dann auch nicht das größte Drama.

Nun noch zu unseren Mitgliederzahlen:
Aktuell haben wir exakt 659 Damen gemeldet - Doppelmeldungen sind dabei keine enthalten. Und diese Zahlen sind mit hoher Wahrscheinlichkeit auch real und ohne Karteileichen. Da in 10 von unseren 13 Landesverbänden die Mitglieder jährlich für die Mitgliedschaft zahlen müssen, kann ich mir nicht vorstellen, dass zumindest in diesen 10 Verbänden jemand Beitrag zahlt, ohne zu spielen. Und wenn doch, ist das ein Einzelfall. Es gibt sicherlich keine hohe Dunkelziffer.

Die Verteilung pro Landesverband ist wie folgt - falls es interessiert:

143 Hamburg
96 Berlin
93 NRW
69 Niedersachsen
59 Hessen
49 Bayern
42 Rheinland-Pfalz
32 Saarland
28 Mitteldeutschland
24 Bremen
15 Ba-Wü
5 Meck-Pomm
4 Schlesw.-H.

Nationale Turniere haben in diesem Jahr bisher 276 Damen gespielt. Das passt auch, da nicht jeder an nationalen Veranstaltungen teilnehmen möchte, viele Aktive - auch bei den Herren - keine Turniere und nur Liga spielen und es in vielen Regionen auch keine Challenger gibt.

Vielleicht schaffst Du doch noch irgendwann, am Präsidententreffen teilzunehmen. Dann muss ich weniger tippen.

Klaus G.
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Re: Fragen zu den Entscheidungen der DTFB-Präsidentenrunde 2017

Beitrag von Klaus G. » 23.10.2017, 22:02

Satai hat geschrieben:
23.10.2017, 20:59
.. Es ist zwar gut, dass hier Fragen und Antworten gegeben werden, aber worauf eigentlich?
Vielleicht finde ich es ja einfach nicht, aber hier steht:
Über alle getroffenen Entscheidungen wird in den kommenden Tagen informiert. (http://www.dtfb.de/index.php/1938-praes ... stellungen )
Aber wo denn? Jetzt finde ich hierFragen und antworten, aber niocht die davor getroffenen Entscheidungen (okay, das Beas und ttb figuren nächsten Jahr BL erlaubt sind, habe ich in FB mitbekommen, aber der Rest?)
Ich finde keine weiteren offiziellen Infos, weder auf dtfl.de , dtfb.de, FB - dtfb oder dtfl Gruppe oder http://kickerium.de/
Wer kann mir helfen?
...
Ist alles in Arbeit.
Ein Vorstandskollege hat ja schon bei Facebook einige Highlights veröffentlicht und der Rest befindet sich in der Nachbearbeitung.

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Re: Fragen zu den Entscheidungen der DTFB-Präsidentenrunde 2017

Beitrag von e.t.chen » 24.10.2017, 09:17

Hallo Klaus,

Das klingt alles recht schlüssig. Danke für die ausführlichen Infos.
Wenn das direkt so kommuniziert worden wäre und nicht die Gerüchteküche und die Gegenargumente auf Facebook so hochgekocht wären, hätte es auf mich gar nicht nach solch krass unpopulären Entscheidungen ausgesehen. Aber so ist das manchmal mit den sozialen Medien...

Mir war bspw nicht bewusst, dass es doch schon so viele Frauen Teams gibt, die ohnehin schon zu 6. oder mehr unterwegs sind. Es sah im ersten Moment so aus, als müssten alle Erstliga-Frauen-Teams sich die komplette zweite Liga dazukaufen um die Bedingungen für die Teilnahme zu stemmen. Wodurch dann die zweite Liga eher aussterben würde usw...

Ich finde bei der Kommunikation habt ihr da noch etwas Nachholbedarf. Dies hier ist ja nun das offizielle Partnerforum und hier die Informationen zu streuen bevor es einen Facebook-Shitstorm gibt, wäre die erste Wahl gewesen. Uhles Blog war mir bis gestern gänzlich unbekannt und auch die ersten Googletreffer helfen mir jetzt nicht, ihn zu finden. Hast du einen Link?
Und ich glaube ganz ehrlich, diese Diskussion hier, die nun wirklich sehr informativ ist, wäre gar nicht erst entstanden, wenn es diese Nachfragen auf Facebook nicht gegeben hätte.

Die Informationen, die die Partner betreffen, kann man ja im ersten Step weglassen, so dass ihr diese zuerst persönlich unterrichten könnt.

Zum Interesse aus MV: Kleinster Verband und größte Anreisestrecke ist einfach ne schlechte Kombination, wenn daneben nicht noch ein anderes größeres Event zu der Zeit in der Region stattfindet. Das hat nichts mit Desinteresse von unserer Seite zu tun. Was hindert uns in modernen Zeiten eigentlich an einem Livemeeting per Skype oder Ähnlichem, so dass sich auch die Verbände die nicht in deer Lage sind anzureisen, sich zumindest dazuschalten können? Oder hattet ihr das angeboten und ich habs verplant?

Ich bin auch gespannt, wie es sich mit dem Beast und dem P4P Tisch entwickelt. Der Einführungspreis für Vereine ist natürlich nett. Aber sollten jetzt plötzlich alle innerhalb eines Jahres von P4P auf Beast wechseln, wird der Gebrauchtmarkt von P4P Tischen überschwemmt, so dass die Preise in den Keller gehen. Der Vergleich mit dem Tecball hinkt meiner Meinung nach, weil es davon enfach nicht dermaßen viele Exemplare gab, wie es aktuell mit dem P4P der Fall ist. Ich beobachte den Gebrauchtmarkt immer wieder und weiß wovon ich rede, auch wenn es bei vielen anderen Dingen in diesem Thread vielleicht nicht der Fall ist :wink:
Ich kenne Vereine, die so ein Preisverfall hart treffen würde, weil sie auch sonst um jeden Cent kämpfen müssen. Für diese hoffe ich, dass die Übergangsphase vielleicht etwas länger sein wird, so dass sich die Lage auf dem Gebrauchtmarkt entspannen kann, die Vereine 2-3 Jahre auf beiden Tischen spielen können und ihre P4Ps nach und nach verkaufen können.

Nunja, wir werden sehen was die Zeit bringt.
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Re: Fragen zu den Entscheidungen der DTFB-Präsidentenrunde 2017

Beitrag von eumelzock » 24.10.2017, 17:40

e.t.chen hat geschrieben:
24.10.2017, 09:17

Ich bin auch gespannt, wie es sich mit dem Beast und dem P4P Tisch entwickelt. Der Einführungspreis für Vereine ist natürlich nett. Aber sollten jetzt plötzlich alle innerhalb eines Jahres von P4P auf Beast wechseln, wird der Gebrauchtmarkt von P4P Tischen überschwemmt, so dass die Preise in den Keller gehen. Der Vergleich mit dem Tecball hinkt meiner Meinung nach, weil es davon enfach nicht dermaßen viele Exemplare gab, wie es aktuell mit dem P4P der Fall ist. Ich beobachte den Gebrauchtmarkt immer wieder und weiß wovon ich rede, auch wenn es bei vielen anderen Dingen in diesem Thread vielleicht nicht der Fall ist :wink:
Ich kenne Vereine, die so ein Preisverfall hart treffen würde, weil sie auch sonst um jeden Cent kämpfen müssen. Für diese hoffe ich, dass die Übergangsphase vielleicht etwas länger sein wird, so dass sich die Lage auf dem Gebrauchtmarkt entspannen kann, die Vereine 2-3 Jahre auf beiden Tischen spielen können und ihre P4Ps nach und nach verkaufen können.
Der Verkauf eines p4p sollte in gutem Zustand eigentlich den Vorzugspreis des Beast begleichen können.
Sooo viele Vereine gibts jetzt auch wieder nicht in Deutschland, die Myriaden von p4p Tischen auf den Markrt schmeissen, damit der Preis in den Keller geht.
Lehmachertische bewegen sich zum Großteil immer noch um die 700-800 Euro, aber du hast Recht das der Vergleich mit dem Tecball etwas hinkt :
Der p4p ist und bleibt immer noch players Tisch, daran sollte sich auch in Zunkunft erstmal nix ändern, und für Landesverbands Challenger sollte er ja ebenfalls weiter nutzbar sein, so wie ich das verstanden habe. Der Tecball war nach 2011 ja garnix mehr, außer einem robusten Tisch mit hohem Tor in gelber Farbe ...
Somit verbleiben sicherlich auch genügend p4p Modelle in den Vereinen.
Die Diskussion ist doch eigentlich nur wegen der Bundesliga, soweit ich das verstanden habe, also eine sehr überschaubare Tischanzahl.
Ein Kneipenbesitzer wird seinen Ullrich professional wegen dem Beast bestimmt nicht aus dem Programm nehmen, allein schon mangels eines münzbetriebenen Beast.
Und ein geneigter "nicht Liga" Kickerkäufer besorgt sich normalerweise das, was in der Kneipe steht.
Somit denke ich, das der Preis auch weiterhin stabil bleiben wird, obwohl ich mir gerne die Halle mit p4p zum Schnäppchenpreis vollstellen würde ;)
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Re: Fragen zu den Entscheidungen der DTFB-Präsidentenrunde 2017

Beitrag von watchme » 25.10.2017, 13:09

eumelzock hat geschrieben:
24.10.2017, 17:40
Der Verkauf eines p4p sollte in gutem Zustand eigentlich den Vorzugspreis des Beast begleichen können.
Ja, aber auch nur den Vorzugspreis. Wenn man als Verein das Geld nicht _jetzt_ hat, sondern erst in 1-2 Jahren sich so einen Tisch zusammengespart hat, macht man Verlust.
eumelzock hat geschrieben:
24.10.2017, 17:40
Sooo viele Vereine gibts jetzt auch wieder nicht in Deutschland, die Myriaden von p4p Tischen auf den Markrt schmeissen, damit der Preis in den Keller geht. [.....] Die Diskussion ist doch eigentlich nur wegen der Bundesliga, soweit ich das verstanden habe, also eine sehr überschaubare Tischanzahl.
Es gibt (gerade im Ruhrgebiet) viele Vereine, die eher auf den P4P gesetzt haben als auf den Leo. Das Verhältnis der Tische soweit ich das kenne ist meistens 2 Ullrich kommen auf 1 Leo.
Auch wenn "nur" die Bundesliga umstellt sind die Landesverbände sicherlich daran interessiert möglichst viele ähnliche Tische zu erlauben, da ansonsten die Bundesliga Clubs einen Wettbewerbsnachteil haben. Insofern gehe ich davon aus, dass der Beast in einigen Landesverbänden erlaubt wird, und damit jede Mannschaft damit rechnen muss auf einem solchen Tisch zu spielen. Das sorgt wiederum dafür, dass man versuchen wird sich einen solchen Tisch in den Verein zu holen, damit man darauf auch trainieren kann.

Diese "Ereignis kette" sorgt aus meiner Sicht dafür, dass einige Vereine ihren Tisch auf den Markt schmeißen werden .....

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Re: Fragen zu den Entscheidungen der DTFB-Präsidentenrunde 2017

Beitrag von eumelzock » 25.10.2017, 13:44

watchme hat geschrieben:
25.10.2017, 13:09
Ja, aber auch nur den Vorzugspreis. Wenn man als Verein das Geld nicht _jetzt_ hat, sondern erst in 1-2 Jahren sich so einen Tisch zusammengespart hat, macht man Verlust.
Es geht ja nicht ums zusammensparen ... das müsste bei jeder Neuanschaffung getan werden !
Es geht quasi um einen Aktivtausch und wenn man den zeitnah durchführt, hat man keine finanziellen Nachteile.
Warte ich 1-2 Jahre, sinkt durch den Gebrauch auch weiterhin der VK des p4p, da mache ich dann zwangsläufig nicht mehr die Summe die ich abrufen hätte können.
watchme hat geschrieben:
25.10.2017, 13:09
Es gibt (gerade im Ruhrgebiet) viele Vereine, die eher auf den P4P gesetzt haben als auf den Leo. Das Verhältnis der Tische soweit ich das kenne ist meistens 2 Ullrich kommen auf 1 Leo.
Auch wenn "nur" die Bundesliga umstellt sind die Landesverbände sicherlich daran interessiert möglichst viele ähnliche Tische zu erlauben, da ansonsten die Bundesliga Clubs einen Wettbewerbsnachteil haben. Insofern gehe ich davon aus, dass der Beast in einigen Landesverbänden erlaubt wird, und damit jede Mannschaft damit rechnen muss auf einem solchen Tisch zu spielen. Das sorgt wiederum dafür, dass man versuchen wird sich einen solchen Tisch in den Verein zu holen, damit man darauf auch trainieren kann.

Diese "Ereignis kette" sorgt aus meiner Sicht dafür, dass einige Vereine ihren Tisch auf den Markt schmeißen werden .....
Und was spricht dagegen einen p4p zu verkaufen um einen Beast zu besorgen (besagter Aktivtausch) ?
Du sprichts ja gerade an, das der p4p im Ruhrgebiet sehr verbreitet ist, was lässt Dich also zweifeln , das nicht Hobbyspieler die p4p vom Markt kaufen werden , wie es auch beim Lehmacher der Fall war ?
Ich denke , das versucht wird, den "Brei" heißer zu essen , als er gekocht wurde.
Wie ein Verein seine "Einnahmen" generiert, ist eine Sache für sich.
Wenn ein Verein aber zu klamm ist, sich ein Weiteres oder ein Ersatzsportgerät zu besorgen, hat es meist andere Gründe als eine Entscheidung des dtfb.
Die generelle Vereinsarbeit scheint in vielen Vereinen auf die Schultern einiger Wenige verteilt zu sein, somit sinkt die Bereitschaft sich über das Maß einzubringen.
Wenn ein Verein zB. ein Grillfest im Ort organisiert mit Spendenaktion oder Tombola sollten locker 1-2 Beast unterm Strich dabei raus springen, das setzt aber voraus, das auch der faulste Mitspieler mal hinter der Theke steht !
Dann gibt es auch die Möglichkeit des Sponsoring, dazu braucht es aber auch gewillte Leute die die Verhandlungen angehen.
Desweiteren kann man mit seinen Aktivposten (zB. Tische) auch Einnahmen generieren : angeleitete Betriebsturniere, Kurse für Hobbyspieler, Tischverleih ect.
Aber auch hier gilt, es steht und fällt mit der Bereitschaft der Mitglieder ...
Was ich damit sagen will ist : Wo ein Wille ist , ist auch ein Weg. Der mag zwar erst mal steinig erscheinen, führt aber meist zum Platz an der Sonne.
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Re: Fragen zu den Entscheidungen der DTFB-Präsidentenrunde 2017

Beitrag von watchme » 25.10.2017, 18:39

@eumelzock das es möglich ist, da bin ich völlig bei dir. Was ich aufzeigen wollte ist, dass eine solche Entscheidung nicht nur die Bundesliga betrifft

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Markoan
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Re: Fragen zu den Entscheidungen der DTFB-Präsidentenrunde 2017

Beitrag von Markoan » 06.12.2017, 23:27

eumelzock hat geschrieben:
25.10.2017, 13:44
Aber auch hier gilt, es steht und fällt mit der Bereitschaft der Mitglieder ...
Was ich damit sagen will ist : Wo ein Wille ist , ist auch ein Weg. Der mag zwar erst mal steinig erscheinen, führt aber meist zum Platz an der Sonne.
Genau das denke ich auch. Selbst wenn der Weg mühsam ist kann er zum Erfolg führen. Man darf nur nicht aufgeben.

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