TFBÖ inkompetent?


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Renerico
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TFBÖ inkompetent?

Beitrag von Renerico » 04.10.2017, 20:46

Hallo Leute.

Wie ihr aus dem Titel bereits entnehmen könnt, hab ich (und sicherlich viele andere Spieler auch) das ein oder andere Problem mit den Verantwortlichen des TFBÖs. Das Fragezeichen im Titel steht deshalb dort, weil es sein könnte, dass der TFBÖ vll. nichts für die Probleme kann oder nicht allein schuldig ist. Es geht darum, dass es bei uns in AT seit Jahren Probleme mit dem Tisch bzw. dem Ball gibt.

Nun hatten wir bis vor Kurzem eine braune Kugel (High Control/Pro Play). Diese war ultralangsam und blieb bei zu schwachem Antippen direkt wieder stehen. Außerdem gabs nicht eine einzige Kugel, die wirklich rund war. Jeder einzelne Ball war ein bisschen wie ein Ei, was ja schon mal von vorne herein nicht sein darf. Weiters hatte er eine raue Außenschicht, die sich sofort abzureiben anfing. Man sah dann direkt die Partikel/Brösel im Tisch liegen. Nach spätestens einer Woche war er abgespielt und damit ultrarutschig. Dass er von vorne herein ein Ei war, hab ich erwähnt. Unterm Strich war das also ein sehr schlechter Ball über den sich auch viele Spieler aufgergt haben. Ich meine, das war der offizielle Ball zwischen 2008 und 2017.

Seit 2017 gibts einen neuen offiziellen Ball. Und was soll ich sagen? Ich hab ihn nun seit Januar ausgibig getestet und muss sagen, dass auch dieser Ball eine einzige Frechheit ist. Es handelt sich dabei um den sog. Garlando Speed Control Ball. Das ist im Grunde eine angeraute etwas härtere Version des Bärenherz Magic Balls, der vor 2008 oder 2009 gespielt wurde. Und auch dieser Ball ist ein Ei, von Beginn an nicht rund. Darüber hinaus hat er nach dem ersten Lattenschuss direkt die erste Delle, weil er weich ist. Dadurch wird der ball noch unrunder und mit jedem weiteren Stangenschuss wird er noch unrunder. Somit ist auch dieser Ball eher für die Tonne. Btw. kostete der alte Ball 5,50 Euro pro Stück. Der jetzige Ball kostet für Landesverbände immerhin "nur" 3,50 Euro, sonst 4,50 Euro. Bei dem schnellen Verschleiß kommt auf Dauer aber ein schönes Sümmchen zusammen, was eigentlich eine Frechheit ist, wo es die Probleme ja schon seit vielen Jahren gibt.

Abgesehen vom Unrundsein nutzten/nutzen beide genannten Bälle extrem schnell ab. Der Grund dafür sind abgesehen von der schlechten Konstrution der Bälle die Torstangen bzw. -latten. Diese sind sehr hart und tun den Bällen überhaupt nicht gut. Die Torstangen stehen leicht ins Feld hinein, damit der Ball nicht seitlich ins Tor reinrollen kann (derTorwart kommt sonst nicht weit genug ins Eck, um das zu verhindern). Darum hat man wohl diese Torstangen eingeführt, dies seit vll. 10 Jahren gibt. Anstatt der Torstangen an den Torecken hätte man zB. die Torpuffer (die auch schlecht sind, dazu komme ich noch) etwas kürzen können oder die Tore etwas verkleinern können.

Zu den Puffern: Die Puffer sind relativ hart und schlucken nur wenig Energie, sodass so manche Spieler sehr schnell Foul schreien (oft nur so zur Sicherheit oder um sich Bälle zu ergaunern, aber das nur am Rande). Bis vor wenigen Jahren waren die Puffer noch härter als gegenwärtig, immerhin eine Verbesserung, aber noch weit weg von Fireball- oder Tornadopuffern. Warum da nichts gemacht wird, weiß ich nicht.
Die Torpuffer sind ganz "besonders". Denn die haben auf einer der Pufferseiten eine Metallplatte drauf, die dazu führen, dass der Puffer des Torwarts überhaupt nichts dämpft. Was für ein Schwachsinn?!

Und dann gibts da noch die Rampen, die auf jeder Bande aus zwei Teilen bestehen und genau an der Mitte enden. Dh. die Rampenteile bilden genau an der Mitte eine kleine Ritze. Diese Ritzen an beiden Bandenseiten sind nicht exakt gleich hoch. Das führt glgtl. dazu, dass der Ball bei Pässen an die Bande abheben oder leicht hängen bleiben, was zu unkontrolliertem Ballverhalten führt und entsprechend zu Ballverlusten führen kann. Dieses Problem wirkt sich zugegebenermaßen nicht sehr oft aus, kommt aber immer mal wieder vor. Dabei wäre es eigentlich kein Problem die Bandenteile aus einem Stück zu fertigen oder die Teile wenigstens nicht genau dort zu trennen, wo man den Ball entlang spielen muss.

Unterm Strich haben wir also so einige Probleme mit den Tischen und Bällen, seit Jahren! Und ich hab darüber mit vielen Spielern gesprochen, die das ganz genauso sehen. Darum frage ich mich, warum da nichts gemacht wird. Das obligt doch dem TFBÖ, nehme ich a. Doch die Damen und Herren in Wien wollen scheinbar nichts machen. Was ist da los und was kann man als Spieler dagegen machen? Angesprochen hab ich den TFBÖ bereits mehrfach, doch gebracht hat es nichts. Das Einzige was sie gemacht haben, ist, einen schlechten Ball durch einen anderen schlechten Ball zu ersetzen. Und diese genannten Probleme (von sozialen Geschichten rede ich noch gar nicht) gibts seit ich spiele, also seit 2007. Was davor war, weiß ich nur bedingt. ZB. waren die Puffer davor sehr schlecht und die Bärenherz-Bälle auch unrund.

Darum würde ich gern mal wissen, was ihr darüber denkt. Vll. sind auch einige Österreicher hier im Forum. Es gibt im Stillen sogar erste Ansätze von Bestrebungen was eigenes auf die Beine zu stellen, quasi ein P4P in Österreich. Bisher ist der Unmut aber wohl nicht groß genug oder es mangelt an der Vernetzung um was zu machen. Wie macht man eigentlich seinen eigenen Verband? Wie lief das in Deutschland ab? Das wird ja keine Nacht-und-Nebel-Aktion gewesen sein.
Zuletzt geändert von Renerico am 04.10.2017, 23:05, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: TFBÖ behindert?

Beitrag von phelan » 04.10.2017, 21:14

Also zunächst mal folgendes: Menschen als "behindert" zu bezeichnen, die ganz klar einen Großteil ihrer Freizeit in eine Sache stecken, die eigentlich nur eine ganz kleine Gemeinde interessiert, ist absolut falsch und total unangebracht. Wenn du ein Problem mit einer Sache hast, die den Verband betrifft, dann gibt es genau einen Weg der der richtige ist.
Richtig:
Sich an seinen verantwortlichen Landesverband wenden, dort die Sache in die Delegiertenversammlung bringen, einen Konsens erreichen und dann die Meinung in die nächsthöhere Instanz bringen. Oder, falls du ein Verantwortlicher in deinem Landesverband sein solltest (d.h. Verantwortung übernehmen und Zeit investieren), dann direkt auf die Mitgliederversammlung des TFBÖ marschieren und dort einen Antrag stellen, die Sachen zu ändern. Am besten vorher mit den anwesenden Parteien sprechen um im Vorfeld zu wissen, wie eine Abstimmung ausgehen sollte.
Falsch:
Sich mit irgendwelchen Leuten unterhalten und denken "jetzt wo ich mich beschwert habe, passiert schon was". Da nix passiert, ausrasten und in ein völlig bezugsloses Onlineforum einen Shitpost veröffentlichen samt übelster Beleidigung.

Ich hab keine Ahnung von der Situation in Österreich oder des Tisches und des Balls, aber ich weiß wie man auf zivilisierte Art und Weise Veränderungen auf den Vormarsch bringt und wie man sich verhält gegenüber Leuten, die wirklich etwas bewegen. Also wirklich, allerunterste Schublade.

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Re: TFBÖ inkompetent?

Beitrag von Renerico » 04.10.2017, 23:05

Behindert mag provokant sein, ist aber eher als unwillens oder inkompetent zu verstehen, Ehrenamt hin oder her. Wenn ein regulärer Konsensweg "einfach" möglich wäre, würde ich nicht nach P4P und Meinungen/Erfahrungen fragen. Und ich sehe nicht, dass ich irgendwo ausraste und übelste Beleidigungen ausspreche. Finde deine Reaktion übertrieben. Aber bleiben wir mal lieber beim Inhaltlichen. An meinen sozialen Gepflogenheiten arbeite ich natürlich weiter. :)

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Re: TFBÖ inkompetent?

Beitrag von petermitoe » 04.10.2017, 23:35

P4P ist auf jeden Fall als Initiative aus der Löwen-Tour entstanden, sprich zuerst Turnierserie unter Regie eines Herstellers, dann Turnierserie unter Vereinsregie.
In D ist die Liga ja auch Tischmäßig offener, also mehrere mögliche Tische.
Und wenn es in Ö mehr Interesse gibt mit anderen Tisch/Ball-Kombinationen zu spielen als Garlando/Eierball setzt das den Hersteller am meisten unter Druck. Das kann auch von bzw aus den Vereinen bzw Initiativen kommen.

Btw: Der Bärenherz Magic war doch gut, langlebig und rund?

Grüße
Peter
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Re: TFBÖ inkompetent?

Beitrag von eumelzock » 05.10.2017, 13:38

@Renerico : Wie Phelan schon angemerkt hat, gibt es keinen Grund abfällig gegenüber ehrenamtlichen Verbandsmitgleidern zu werden.
Sie opfern Ihre Freizeit dafür, das überhaupt irgendwas geht !

Bälle sind ja schon seit geraumer Zeit immer wieder ein Streitthema, es gibt nur wenige Geräte die heute noch mit Ihrem ursprünglichen Ball betrieben werden.
Zu leicht, zu weich, zu hart, zu rutschig, zu schwer, zu klebrig, zu schnell kaputt ... man kann es den verschiedenen Spielstilen nicht mit einem Wunderball recht machen.
Und da fängt dann das Problem des Verbands an, alle Wünsche halbwegs unter einen Hut zu bringen ... nahezu unmöglich !
Wenn eine Interessensgruppe "Neuer Ball" dem Verband entgegen tritt, sollte da auch eher eine Lösung kommen, als wenn zig Einzelpersonen per Gießkanne sich kund tun.
Ggf. wäre zu überlegen ob man weitere Tische im Verband aufnimmt, wie Peter das schon durch die Blume angesprochen hat.
Make foosball great again, Tablesoccer first !

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Re: TFBÖ inkompetent?

Beitrag von Renerico » 06.10.2017, 16:56

Habt ihr alles gelesen, was ich geschrieben habe? Und darf man nichts kritisieren, nur weil einer was ehrenamtlich macht? Kann man Inkompetenz mit Ehrenamtlichkeit rechtfertigen?

Ich rede nicht davon, dass man es allen recht machen kann. Es gibt immer Dinge, die manche Leute mögen und andere wiederum nicht mögen. Ich rede davon, dass sie ein Produkt anfertigen lassen, das offenkundig Ausschuss ist. Wenn ich einen Ball produzieren lasse, dann erwarte ich, dass er rund ist. Und wenn ich sage, dass die Bälle unrund sind, dann meine ich das genau so. Und sowas darf nicht sein, schon gar nicht über mehrere Jahre hinweg und nicht mehrmals hintereinander. Der Bärenherz Magic war nicht rund, der High Control war extrem unrund, der Garlando Speed Control ist ebenfalls unrund, und zwar alles ab Werk, also 100% unrund und 0% rund und zwar so unrund, dass es sich auf das Spiel auswirkt. Bei aller Liebe zur Ehrenamtlichkeit. Sowas kann man nicht schönreden. Diesbzgl. gibts auch schon länger Streiterein mit dem TFBÖ (in die ich nicht involviert bin). Es ist nicht so, dass ich da aus heiterem Himmel wild rumkritisiere. Es steht auch ernsthaft im Raum was eigenes auf die Beine zu stellen. Die aufgeführten Kritikpunkte dienen nur dazu, dass ihr euch ein Bild machen könnt.
Darum hab ich hier gefragt, wie sich das bei euch mit P4P entwickelt hat und ob ihr das rückblickend für gut erachtet.

Danke :)

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Re: TFBÖ inkompetent?

Beitrag von petermitoe » 06.10.2017, 18:35

Von der Tischentwicklung, bzw. für die Tischentwicklung war P4P super, durch die florierende Turnierserie war immer Interesse seitens der Tischhersteller als Partner.
Die haben und hatten immer mehrer Angebote an Tischen und auch Bällen zur Auswahl und können bei der Entwichklung mitreden.

Allerdings wurden und werden die Bälle immer kontrovers diskutiert.
Vielleicht könnt ihr ja unter den aktuellen Bällen die verwendet werden einen runden Guten suchen und mit dem einfach mal mehrere Turniere spielen, von der Beschaffenheit geht der Bärenherz ja gut auf Leo, dann wirds andersrum wahrscheinlich auch mit Leoball und Garlando funktionieren ...
Grüße
Peter
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Re: TFBÖ inkompetent?

Beitrag von Selbermacher » 07.10.2017, 07:06

Ich möchte einmal kurz anmerken, dass Renerico in seinem ersten Beitrag nicht ein einziges mal den Begriff "behindert" benutzt hat!

Mit freundlichen Grüßen ;-)

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Re: TFBÖ inkompetent?

Beitrag von Tex-Hex » 07.10.2017, 08:03

Ich möchte noch einmal kurz anmerken, dass Renerico seinen Beitrag nachträglich bearbeitet hat ;-)

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Re: TFBÖ inkompetent?

Beitrag von Renerico » 08.10.2017, 14:01

Ja, stimmt leider. Hab den Ghettoslang zu langsam wegeditiert. Ihr hättet ruhig etwas langsamer lesen können. ;)

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