World Cup 2017


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Klaus G.
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World Cup 2017

Beitrag von Klaus G. » 30.11.2016, 20:23

Ab Donnerstag, 01.12.2016, startet der Online VVK für die WM-Wochentickets. Sichert Euch ein WM-Ticket zum Vorzugspreis von 19€ unter http://www.deinwmticket.de. Für Studenten, Schüler, Azubis, Jugendliche und Rollstuhlfahrer gibt es natürlich einen rabattierten Preis. Die WM-Wochentickets sind insgesamt auf 800 Stück limitiert und werden in drei Stufen in unserem Ticketshop verkauft.

LieberEinzel!
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Re: World Cup 2017

Beitrag von LieberEinzel! » 10.07.2017, 20:28

@Klaus

Kann man schon abschätzen, ob sich der World Cup 2017 in Hinblick auf die Etablierung des Tischfußballsports "gelohnt" hat?
Konnten ITSF und DTFB medial das erreichen, was sie sich vom World Cup erhofft hatten?

Vielleicht hast du ja mal Zeit für ein kleines World Cup Review von Verbandsseite. Mich würde es sehr freuen und interessieren.
...ist nicht eilig...
Gruß

Klaus G.
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Re: World Cup 2017

Beitrag von Klaus G. » 21.07.2017, 22:37

Hallo Sven,

jetzt habe ich endlich etwas Zeit gefunden, Dir zu antworten.

Unser gemeinsames Fazit mit den Zuständigen in Hamburg steht noch aus. Daher weiß ich nicht im Detail, wie dort die Sicht ist.
Aber vielleicht meldet sich jemand vom TFVHH mit einem groben Blick aus deren Brille.

Im Endeffekt ist solch ein Fazit abhängig von der Erwartungshaltung, die im Vorfeld herrschte.
Für den ITSF sowie den DTFB kenne ich diese.

Beim ITSF ist es so, dass der World Cup verständlicherweise eine Pflichtveranstaltung im Kalender ist. Alle zwei Jahre muss er ausgetragen werden. Und allen Beteiligten ist bewusst, dass dies jedes Mal aufs Neue eine große Herausforderung darstellt.

Ein großes Ziel ist dabei, dass sich alle Teilnehmer, die aus der ganzen Welt kommen, wohl fühlen und mit einem guten Gefühl und neuer Motivation nach Hause fahren. Es soll ein Erlebnis sein, das Belohnung für die Leistungen in der Qualifikationsphase ist und gleichzeitig Energie für die Phase bis zum nächsten World Cup gibt. Das wurde meiner Einschätzung nach erreicht und das Feedback, das von allen Kontinenten kam, war mehrheitlich extrem positiv.

Die durch die positiven Erfahrungen in Hamburg erzeugte Vorfreude auf den kommenden World Cup in Spanien hilft auf jeden Fall bei der Etablierung unseres Sports in vielen Teilen der Erde.

Aus DTFB-Sicht hatten wir den Wunsch, dass die Eindrücke, die alle Anwesenden sammeln, für neuen Schwung innerhalb unserer Strukturen, also bei den Aktiven, den Vereinen und Landesverbänden sorgen. Ob und in welcher Form dieser Wunsch in Erfüllung geht, werden die kommenden Monate und Jahre zeigen bzw. werden die Landesverbandsvorsitzenden sicherlich auch als Feedback bei unserer kommenden Präsidentenrunde geben.

Für mich persönlich war der World Cup ein Erfahrungssammeln in komprimierter Form und ich habe viele positive als auch weniger positive Eindrücke mit nach Hause genommen. Und natürlich hoffe ich, dass wir möglichst viele Maßnahmen daraus ableiten, die uns nach vorne bringen.

Sehr enttäuschend war die Unterstützung von öffentlicher Seite. Bei allen bisherigen World Cups hatten die Städte, in denen die Veranstaltung ausgetragen wurde, intensiv unterstützt. Im Vorfeld waren wir uns sicher, dass dies auch in Hamburg, wo man sich als Sportstadt bezeichnet, geschehen würde. Dem war jedoch nicht so. Die Unterstützung der Stadt war im Endeffekt gleich null. Die Konsequenz daraus war, dass wir deutlich mehr Organisationsstress als erwartet hatten und gleichzeitig auch das Erreichen der Medien sehr schwierig war.

Unsere Pressesprecherin machte einen tollen Job, mit der Unterstützung der Stadt im Rücken wäre aber weitaus mehr möglich gewesen. Und man muss auch immer wieder feststellen, dass die mangelnde gesellschaftliche Anerkennung unseres Sports es schwer macht, Türen zu öffnen, wenn man keine Fürsprecher wie z.B. eine Stadt an der Seite hat. Sehr schade! Natürlich sind wir hier selbst gefordert, für unser Image zu kämpfen. Werden wir auch tun, nachdem uns das mal wieder so klar verdeutlicht wurde!

Die Entscheidung für Kampnagel als Austragungsort halte ich im Nachhinein für einen Fehler. So kultig die Location ist und so schön viele Dinge dort waren, der Aufwand den wir aus organisatorischer und finanzieller Sicht erbringen mussten, war viel zu heftig. Generell würde ich zukünftig für Großevents keine Location mehr auswählen, wo nicht der Betreiber dieser Anlage in irgendeiner Form Partner der Veranstaltung ist.

Wie schön so etwas sein kann, hatten wir im vergangenen Jahr beim Leo-WS in St. Wendel erlebt. Dort hatten wir volle Unterstützung der Stadt und damit auch für alles, was mit deren Sporthalle zu tun hatte. Das war extrem angenehm. Für eine so große Stadt wie Hamburg sind wir bzw. unser Sport vermutlich zu unbedeutend.

Herausragend für mich war bei diesem World Cup vor allen Dingen die Leistung, die die vielen Ehrenamtlichen über einen sehr langen Zeitraum im Vorfeld und dann auch während der Veranstaltung erbracht haben. Das war außergewöhnlich und oftmals über der Belastungsgrenze. Das Team war einfach sensationell und hat aufopferungsvoll gekämpft, damit alles bestmöglich funktioniert. Das wird zumindest bei mir ewig haften bleiben.

Und außergewöhnlich war auch die Unterstützung unseres Hauptsponsors Silpion sowie unseres Technikpartners Neumann&Müller inkl. deren Mitarbeiter. Ohne deren Hilfe wären wir niemals in der Lage gewesen, auch nur annähernd solch eine schöne Veranstaltung auf die Beine zu stellen.

Außerdem bin ich sehr froh über den race-Modus bei den Teamwettbewerben. In meinen Augen ist das etwas, was unserem Sport in den kommenden Jahren gut tun wird.

Aus sportlicher Sicht war es schön bzw. ja sogar ein Fall für die Geschichtsbücher, dass erstmals deutsche Herren mit einer Goldmedaille bei einer offiziellen Weltmeisterschaft dekoriert wurden. Dass dies sowohl im Einzel als auch im Doppel gelang, machte es noch emotionaler. Und genial war natürlich auch das Finale unseres Juniorenteams. Da war Stimmung in der Halle, wie wir sie gerne häufiger haben könnten.

Insgesamt dürfen wir stolz darauf sein, unseren vielen Tischfußballfreunden aus der ganzen Welt ein guter Gastgeber gewesen zu sein.

Und was sich im Nachgang noch ergibt, wird die Zeit zeigen.

Viele Grüße,
Klaus

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