Jet vs. versetzte Abwehrstellung - beste Lösung?


Kicker Schusstechniken, Tricks und Spielverhalten
reapinho
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Re: Jet vs. versetzte Abwehrstellung - beste Lösung?

Beitrag von reapinho » 25.09.2016, 21:36

Hat "etwas" gedauert.. aber hier ist es nun:

https://www.youtube.com/watch?v=ZP7Z-8tGtcQ

Bin für alle Anregungen dankbar! :-)

michi1367
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Jet vs. versetzte Abwehrstellung - beste Lösung?

Beitrag von michi1367 » 25.09.2016, 22:08

Also wenn ich mir das Gesamtbild anschaue (der einfachere Links-Jet, Geschwindigkeit, Präzision, Größe der Lücke etc.) dann würde ich sagen, fehlen dir mal mindestens noch 2000 Trainingsschüsse (pro Variante). Selbst bei den "Erfolgen" fallen einige Schüsse auf, die vielleicht besser bei den "Fails" gelandet wären. Nicht alles was ein "Tor" ist, sollte im Training als Erfolg verbucht werden. Es geht ja eher darum, wie der Ball im Tor landet, mit anderen Worten, dass er den von dir gewünschten Weg aufgrund der von dir gewünschten Kausalkette (Handbewegung, Figurenbewegung, Ballkontakt, Flugbahn, Tor) nimmt.

Was mir als Nicht-Jetter sonst noch auffällt ist deine Handhaltung am Ende des Schusses. Es sieht zum Teil so aus, als würdest du an den Jet noch einen Handgelenksschuss anschließen, als müsstest du den Schuss nach dem Überschlag mit schon geschlossener Hand noch "zu Ende schiessen". Das könnte darauf hindeuten, dass du mit dem Überschlag nicht genug "Weg machst", also die Abrollstrecke an deinem Arm / deiner Hand nicht lang genug ist. Lösungsansatz wäre, den Griff beim Jet weiter oben am Arm anzusetzen. Also vielleicht nicht genau am Handgelenk, sondern schon 3-4 cm den Unterarm rauf.

(Im Übrigen ist die Kameraperspektive - sorry - mü...sslungen. Durch den schrägen Blick aufs Spielfeld sieht man die Abschuss- und Einschlagpunkte nicht richtig. Und die Bande verdeckt den Blick auf deine Hand. Beim nächsten Mal wärs besser, entweder mittig hinter einem Tor oder seitlich auf deine Seite hin versetzt die Kamera zu positionieren.)

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Starbuck
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Jet vs. versetzte Abwehrstellung - beste Lösung?

Beitrag von Starbuck » 25.09.2016, 22:54

michi1367 hat geschrieben:Was mir als Nicht-Jetter sonst noch auffällt ist deine Handhaltung am Ende des Schusses. Es sieht zum Teil so aus, als würdest du an den Jet noch einen Handgelenksschuss anschließen, als müsstest du den Schuss nach dem Überschlag mit schon geschlossener Hand noch "zu Ende schiessen". Das könnte darauf hindeuten, dass du mit dem Überschlag nicht genug "Weg machst", also die Abrollstrecke an deinem Arm / deiner Hand nicht lang genug ist. Lösungsansatz wäre, den Griff beim Jet weiter oben am Arm anzusetzen. Also vielleicht nicht genau am Handgelenk, sondern schon 3-4 cm den Unterarm rauf.
Sehe ich genauso- mach' doch bei Gelegenheit nochmal ein Video nur von der Handhaltung. Folgendes Tutorial kennst Du wahrscheinlich- ist vielleicht im Hinblick auf den richtigen Ansatz (so ungefähr bei 5:03) ganz hilfreich.
https://www.youtube.com/watch?v=dFnJiSRNs6Y

reapinho
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Re: Jet vs. versetzte Abwehrstellung - beste Lösung?

Beitrag von reapinho » 26.09.2016, 09:20

Also die Kameraperspektive seh ich ein, da muss ich mir fürs nächste mal eine bessere Position suchen. Ansonsten bin ich mir ziemlich sicher, dass ich insgesamt noch keine 2000 Jets geschossen habe :-D Bin (wie Eingangs erwähnt) als erster unter meinen Arbeitskollegen angefangen damit rum zu experimentieren.
Die Handhaltung ist ein interessanter Punkt.. da muss ich mal drauf achten.

Im Vergleich zu dem Leo Tisch, den wir bei der Arbeit haben, ist die Spielfläche auf meinem Tisch zu hause auch VIEL rutschiger. Dadurch ist es deutlich schwerer den Ball in der "Jet-Haltung" hin und her zu bewegen, ohne dass er aus der vorderen Klemmposition flutscht. Ich muss viel mehr Druck von oben mit der Puppe auf den Ball geben, was möglicherweise dazu führt, dass ich den Griff nicht hoch genug ans Handgelenk lege.

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Beitrag von Starbuck » 26.09.2016, 09:56

reapinho hat geschrieben:Im Vergleich zu dem Leo Tisch, den wir bei der Arbeit haben, ist die Spielfläche auf meinem Tisch zu hause auch VIEL rutschiger.
Dazu gab es hier irgendwo schon mal einen Beitrag. Kann ich aus dem direkten Vergleich Leo- Vector in der Intensität allerdings nicht bestätigen. Kann es vielleicht sein, dass Dein Spielfeld durch Schmiermittelrückstände (Silikon) besonders rutschig ist? Spielt ihr auf der Arbeit mit anderen Bällen als Du zuhause?
Auf jeden Fall viel Erfolg beim Üben :easy

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Jet vs. versetzte Abwehrstellung - beste Lösung?

Beitrag von e.t.chen » 26.09.2016, 12:13

Nach Beobachtung deines Videos würde ich den Vorrednern zustimmen, auch wenns etwas hart klingt.

Ich weiß ja nicht, wie Aussagekräftig deine Fehlversuch-Aufnahmen sind, aber wenn du wirklich so oft den Ball verfehlst, solltest du deinen Bewegungsablauf nochmal langsam und diszipliniert einstudieren. Dabei gilt meines Erachtens im Training:
- möglichst langsame Seitwärtsbewegung, aber stramme Schussbewegung
- Versuchen den Ball mit dem Handgelenk in der Frontpin-Position auf einer Linie zu führen (Bisschen hin und her fürs Ballgefühl)
- Den Ansetzpunkt so zu wählen, dass die Figur nach dem Schuss waagerecht steht
- Beim Schusstraining immer so langsam und sicher bleiben, dass man etwa 80 % Trefferquote hat. Mit der Zeit wird man dabei automatisch schneller
- Nach jedem Schuss analysieren, was gut und was schlecht war. Wenn man den Ball nicht gut getroffen hat, sofort überlegen, was man falsch gemacht hat und versuchen im nächsten Versuch entgegen zu wirken. Sonst kann es passieren, dass du dir den falschen Ablauf einstudierst und gar keinen Ball mehr triffst :easy

Das ist alles etwas mühsam, vor allem wenn man ungeduldig ist. Aber es zahlt sich aus.
Ich kenn das Gefühl, wenn man einen Schuss einmal in zehn Versuchen schnell und satt in die Ecke knallt und sich denkt "ich kanns doch. Ich bin der Pro usw". Aber die Kunst liegt im ersten Schritt darin, dass man den Schuss und den Bewegungsablauf immer wieder reproduzieren kann. (Im zweiten Schritt kommt dann das Lücken sehen und erahnen dazu.)

Viel Erfolg! :easy

PS: Ich würde behaupten, dass gute Jetter den Ball "nie" verfehlen. Es sei denn, sie versuchen absichtlich schräg zu jetten, aber welcher Mensch mit ein bisschen Verstand macht schon sowas :wink:
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Re: Jet vs. versetzte Abwehrstellung - beste Lösung?

Beitrag von reapinho » 26.09.2016, 13:57

Also keine Angst, ich hab rein gar nichts gegen klare Aussagen, deswegen hab ich diesen "Hilfe-Thread" ja auch erstellt :-)
Mir ist dabei auch bewusst, dass ich noch ganz am Anfang stehe und noch ein "Newbie" bin, Gedanken wie "Ich bin schon voll der Pro" hab ich eigentlich nie (nagut, vielleicht nach 4-5 Bier, wenn ich gegen meine Freunde gewinne, die gerade mit dem Dauerkurbeln aufgehört haben :mrgreen: ).


Ich habe gerade noch mal eine "Trainings-Session" aufgenommen mit anderer Kameraperspektive, ich denke diese sollte jetzt viel besser sein. Ich schneide das gleich mal etwas Zuschauerfreundlich zusammen. Achja und was ich noch gemacht habe:

- Tisch mit Glasreiniger grundgereinigt. Danach war die Rutschigkeit schon deutlich vermindert und mehr Grip da. Da waren wohl wirklich Silikonspray-Reste auf dem Tisch. Kurze Offtopic-Frage: Zink-Oxid-Behandlung des Balls, kann man das bedenkenlos mal ausprobieren?

- Der Ball im ersten Video ist ein recht abgenutzter Contus Avant. Bei der Arbeit spielen wir einen (ebenfalls sehr abgenutzten) Leo Ball. In dem neuen Video spiele ich einen recht neuwertigen Contus Artist. Hat jemand schon mal versucht, einen Ball mit etwas sehr feinem Schmiergelpapier anzurauhen um den Grip zu erhöhen? Die Idee wäre mir gekommen.

Ich schnippel die Aufnahen dann nachher mal zusammen und lad sie wieder hoch. Danke für euer Feedback :easy

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Beitrag von Starbuck » 26.09.2016, 14:21

Hi,
ich würde beim Vector- Spielfeld keine Zink-Oxid Ballbehandlung durchführen. Muss sehr vorsichtig dosiert werden und verteilt sich eventuell auch überall. Und stumpf werden soll das Spielfeld ja auch nicht :wink: .Balltuning mittels Schmirgelpapier ist auch nicht zwingend angesagt- lieber mal verschiedene Murmeln ausprobieren. Wovon ich wirklich abraten kann, ist Silikonspray (ich glaube, die Kicker- Kläuse legen das der Tischlieferung bei...). Da gibt es auch bei umsichtiger Anwendung einen ganz feinen Nebel, der sich wirklich auf alles legt. Wenn Silikon, dann in homöopathischer Dosierung als Öl verabreicht (bezüglich der Wahl des richtigen Schmiermittels und der Reinigungsmethoden des Spielfeldes gibt es hier natürlich einige wirklich religiöse threads...)
Die auf dem Silikonbenetzten Speilfeld verwendeten Bälle würde ich vielleicht auch nochmal säubern.

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Re: Jet vs. versetzte Abwehrstellung - beste Lösung?

Beitrag von reapinho » 26.09.2016, 14:28

Ja genau... ich hab immer ordentlich von diesem "Kicker-Speed" Silikonspray von KickerKlaus auf die Stangen getan. Wenn ich das alleine gemacht habe, dann habe ich schon versucht das vorsichtig und gezielt auf die Stangen zu machen. Aber wenn man 3 Kumpels da hat, die alle Zocken wollen, dann hat man das schon mal im Eifer des Gefechts aus 40-50cm Abstand einfach grob auf die Stange gesprayed. Das ist glaub ich keine gute Idee gewesen im Hinblick auf den allgemeinen Grip ;-)
Zuletzt geändert von reapinho am 26.09.2016, 14:34, insgesamt 2-mal geändert.

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Jet vs. versetzte Abwehrstellung - beste Lösung?

Beitrag von e.t.chen » 26.09.2016, 14:31

Der Avant ist auch nicht gerade der einfachste Ball zu spielen. Da find ich den Leo besser.
Zum Training kannst du aber auch den ultra-griffigen Ullrich-Ball nehmen. Nur nicht zu sehr an den Grip gewöhnen und dabei eine zu unsaubere Technik angewöhnen. :easy
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Re: Jet vs. versetzte Abwehrstellung - beste Lösung?

Beitrag von Ryu » 26.09.2016, 15:01

reapinho hat geschrieben: Im Vergleich zu dem Leo Tisch, den wir bei der Arbeit haben, ist die Spielfläche auf meinem Tisch zu hause auch VIEL rutschiger. Dadurch ist es deutlich schwerer den Ball in der "Jet-Haltung" hin und her zu bewegen, ohne dass er aus der vorderen Klemmposition flutscht. Ich muss viel mehr Druck von oben mit der Puppe auf den Ball geben, was möglicherweise dazu führt, dass ich den Griff nicht hoch genug ans Handgelenk lege.
Der Jet (genau wie jeder andere Schuss) wird eigentlich ohne Druck "von oben" geschossen. Das hängt damit zusammen, dass man idealerweise keine Muskeln vor dem Schuss anspannt, sondern komplett locker bleibt. Das scheint mir bei dir noch nicht der Fall zu sein, woher auch deine hohe Fehlerquote beim Links-Jet kommt. Kennst du die Übung mit zwei Bällen? Einen an der Ausgangsposition, den zweiten an der Schussposition. Geschossen wird nur der 2. Ball, und wenn das sicher klappt, dann auch den ersten in einem neuen Schuss hinterher. :wink:

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Re: Jet vs. versetzte Abwehrstellung - beste Lösung?

Beitrag von reapinho » 26.09.2016, 22:33

Hier das bereits angekündigte zweite Video: https://www.youtube.com/watch?v=H6KU4YyGJj8

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Beitrag von Starbuck » 27.09.2016, 08:44

Schickes Video :easy
Liegt das jetzt an der Perspektive oder stehst Du wirklich sehr dicht an der Wand? Sieht ja fast so aus als ob bei durchgezogener Stange der Ellenbogen die Mauer berührt. :wink:

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Beitrag von e.t.chen » 27.09.2016, 08:52

Deine Jets sehen meines Erachtens noch etwas "schlabberig" aus. Das muss mehr so "zack-zack" kommen, wenn du weißt, was ich meine... Also versuche den Schuss mal noch nicht als Einheit zu üben, sondern beide Bewegungen separat.
Wie ich bereits sagte: langsame Seitwärtsbewegung und zackiger Schuss. mit der Zeit verschmilzen die Bewegungen zu einer Einheit und die Seitwärtsbewegung wird auch automatisch schneller. Aber die Grundlage muss erstmal stimmen.
Zumindest war das bei mir so. Da jeder anders schießt und andere Trainingsansätze fährt und für richtig hält, möchte ich hier keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit beantragen :easy
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Re: Jet vs. versetzte Abwehrstellung - beste Lösung?

Beitrag von schnulliwulli » 27.09.2016, 09:01

reapinho hat geschrieben:Hier das bereits angekündigte zweite Video: https://www.youtube.com/watch?v=H6KU4YyGJj8
Also für mich sieht das nach akutem Platzmangel aus.
So wie du am Kickertisch stehst, fehlt dir meiner Meinung nach der Platz um dich richtig zu stellen und schlussendlich auch um richtig zu schießen. Um einen guten Schuss ausführen zu können, braucht es meiner Meinung nach ein lockeren Stand und ausreichend Bewegungspsielraum.
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