Trainingspensum & Co


Kicker Schusstechniken, Tricks und Spielverhalten
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Aramir
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Beitrag von Aramir » 06.04.2016, 05:31

Hallo an alle Tischfußball-Begeisterte hier.

Mich interessiert, wie viel ihr im Schnitt trainiert und wie euer Training so ausschaut, bzw. zu der Zeit ausgeschaut hat als ihr noch nicht alles im Schlaf konntet. (Falls das überhaupt möglich ist) :D.
Wenn ihr wollt könnt ihr auch dazuschreiben, wie lange ihr schon spielt und wo ihr so spielt ( Nur in der Kneipe, mit Freunden, welche Tuniere)

Vielleicht kann ich mir da ja was abschauen oder ein Gefühl dafür bekommen wie viel man so üben muss.

Ich spiele seit ca. 3 Jahren. Im letzten 3/4 Jahr habe ich immer mindestens 10 h die Woche gespielt. Meistens eher 15h-20h.
Ich spiele bisher nur auf Studententurnieren und auf den Landesmeisterschaften.

Liebe Grüße
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Kubala
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Beitrag von Kubala » 06.04.2016, 10:22

Aramir hat geschrieben: Mich interessiert, wie viel ihr im Schnitt trainiert und wie euer Training so ausschaut, bzw. zu der Zeit ausgeschaut hat als ihr noch nicht alles im Schlaf konntet.
naja, im Schlaf kann ich eh alles. Die Probleme kommen, sobald ich aufwache :)

Auf Trainingszeiten wie bei dir komme ich nur, wenn ich am Wochenende nichts vorhabe und mal 4 h am Tag am Tisch stehen kann. Sonst sind es so 2 x 2 h die Woche Training mit anderen zusammen + 1/2 bis 1 h am Tag Einzel. Wenn ich spät zuhause bin, muss ich schon aufpassen, dass es beim schießen nicht zu laut wird. Daran kann´s liegen, dass ich mit der Entwicklung meiner Fünferreihe (maßvoll) zufrieden sein kann während es meinem Pin an Präzision und an der Quote fehlt.

Ansonsten versuche ich, meinen Pinshot feinzutunen. Rechts und links, kurz und lang, Kurbler schräg und geworfen. Gelegentlich Jets rechts und links in die Ecken, vielleicht wird das mal ein Leonhard-Ausweichsystem. Außerdem Pässe 5-3, immer wieder mit und ohne fakes, schneller oder langsam, den Ball weiter hinten unter den Fuß etc. Gelegentlich kommen jetzt auch Schüsse von der Zweierreihe dazu.

Im Vergleich zu jetzt habe ich früher mehr Grundübungen fürs Ballgefühl eingelegt, wozu ich auch jedem Anfänger raten würde. Also z.B. den Ball auf der Fünferreihe vor und zurück laufen lassen, dann im zickzack vorne und hinten geklemmt durchlaufen lassen. Sowas mache ich auch jetzt noch, in geringerem Umfang. Auf der Dreierreihe Außenfigur hinten - Mittelfigur vorne - andere Außenfigur hinten und umgekehrt.

Satai
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Re: Trainingspensum & Co

Beitrag von Satai » 08.04.2016, 22:37

So richtig gut finde ich die Fragestellung nicht, da du kein Ziel angibst.
Deshalb kurz ein paar Tipps:
- Je mehr du trainierst, umso besser wirst. Mit dem Pensum wirst du kein guter P4P Spieler, aber vielleicht einer der besten Studenten. Das schöne ist, jeder kann bei Tischfußball richtig gut werden mit genug Training. Wenn einer Talent hat, dann vielleicht nur schneller.
- Also ein Vereinskamerad ist relativ schnell gut geworden, aber er hat jetzt 2-3 Jahre 30 - 40 Std. die Woche trainiert.
- Die Frage ist, was du trainierst? Viele unterschiedliche Techniken oder extrem gesagt, ein heraus schießen System, ein Pass-System mit rechts und links und eine Jet Variante (Bspw. Links-lang)? Dafür hast du das bis zum erbrechen und Perfektion trainiert, bist effizient und erfolgreich? Ist nicht für jeden was, ich würde mental einschlafen und könnte das auch nicht so stupide üben.
- Letzter Tipp, wie effizient trainierst du? Also ich habe jetzt in den letzten 4 Monaten einen größeren Sprung gemacht, seitdem ich Mental voll dabei bin. D.h. ich trainiere sogar weniger, aber analysiere mehr meine Fehler und wenn mir was einfällt, dann stell ich mich gleich an den Tisch für 15 Min., um das auszuprobieren.

Wärst du in Deutschland und ein Soccer Spieler würde ich dir Raten das Kickerseminar zu besuchen für Gehirn - und Übungsfutter.

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Re: Trainingspensum & Co

Beitrag von Tex-Hex » 09.04.2016, 18:28

Satai hat geschrieben:Mit dem Pensum wirst du kein guter P4P Spieler
Diese Meinung teile ich nicht. Ich finde, 10-20h die Woche ist schon sehr viel und wenn das Talent stimmt, kann man mit so einem Pensum bestimmt ein guter P4P Spieler werden. Ich finde ehrlich gesagt bis zu 20h die Woche schon außerordentlich viel.
Satai hat geschrieben:er hat jetzt 2-3 Jahre 30 - 40 Std. die Woche trainiert
Finde ich schon unfassbar viel. Dafür muss man schon arbeitslos oder evtl noch Student sein, ansonsten würde das ja schon fast die gesamte Freizeit auffressen wenn man "nebenbei" noch Vollzeit arbeitet. Und ganz davon ab zweifle ich in den Regionen schon, ob es nicht auch kontraproduktiv ist. Zum einen steigt die Gefahr deutlich, sich irgendwann Probleme wie Tennisarm, chronische Sehnenscheidenentzündung o.ä. einzuhandeln. Zum anderen hört sich das auch etwas danach an, als wenn die Ziele vielleicht etwas zu hoch gesteckt sind oder man sich selbst zu sehr unter Leistungsdruck setzt. Ich könnte mir für mich jedenfalls nie vorstellen, über solch einen langen Zeitraum so viel Zeit nur ins Kickertraining zu stecken. Natürlich ist das nur meine Meinung und wenn es demjenigen dann trotzdem noch Spaß macht, dann soll er natürlich machen. Glaube aber nicht, dass das wirklich ein gutes Beispiel für jeden ist.

Ich finde jedenfalls, dass deine 10-20h die Woche sich schon recht vernünftig (wenn nicht sogar auch schon recht viel) anhören :easy
Also abwarten, wie sich alles entwickelt. Man muss natürlich bedenken, dass die meisten Elitespieler schon viele Jahre kickern, da sollte man nicht versuchen, durch übermäßiges Trainingspensum das gleiche Niveau in allzu kurzer zu erreichen. Zu hohe Ziele/Erwartungen erhöhen nur unnötig den Druck, den man sich selbst aussetzt.

Wie gesagt, alles nur meine eigene Meinung. Wahrscheinlich ist das auch alles nicht allgemein zu beantworten, sondern jeder muss selbst das Level finden, mit dem er sich am wohlsten fühlt.

PS: Ich spiele ca. einmal die Woche 2-3h mit anderen und trainiere ca. 5 mal die Woche für so 10-30 min allein zu Hause. Also so in etwa wie Kubala, bzw. etwas weniger.

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Beitrag von LieberEinzel! » 10.04.2016, 14:22

Mein Haupttraining war und ist das Spiel gegen andere Spieler.
Anfangs kam da natürlich das Training der Standardschüsse, -pässe, -banden,... dazu.

Hat man von den technischen Fertigkeiten das Niveau eines P4P-Amateurs, geht es meiner Meinung nach nur noch um Spielübersicht, Kondition, Umstellungsfähigkeit und mentale Stärke. Das heißt man muss Wettkampferfahrungen sammeln, möglichst multitable.
Also wieder weg vom Training alleine, hin zum Spiel gegen andere Gegner.

"Netto" habe ich sicher 12h/Woche auf 52 Wochen/Jahr. Aber das lässt sich schwer greifen. "Brutto" bin ich dauernd am Kickern. :mrgreen:
Deshalb sind Aussagen über Zeiten auch mit Vorsicht zu genießen. Wenn du 2mal die Woche zum Mannschaftstraining, zu einem DYP oder sonstwo zum Kickern hingehst ist das ein gutes/sehr gutes Pensum.

Und wen das Thema Expertise/Expertentum und Training (sprich: Übung macht den Meister) näher interessiert:
http://www.welt.de/gesundheit/psycholog ... erden.html
Ist zwar jetzt am Beispiel Musik, die gleichen Erkenntnisse sind aber auch im Sport/ in der Sportpsychologie Stand der Dinge.

Wobei es in Deutschland wahrscheinlich keinen Spieler gibt (geschweige denn U30- oder U20-Spieler) der 10000 h trainiert/gespielt hat.
Vielleicht Jamal. :easy

Kubala
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Beitrag von Kubala » 10.04.2016, 15:04

LieberEinzel! hat geschrieben:
Und wen das Thema Expertise/Expertentum und Training (sprich: Übung macht den Meister) näher interessiert:
http://www.welt.de/gesundheit/psycholog ... erden.html
Ist zwar jetzt am Beispiel Musik, die gleichen Erkenntnisse sind aber auch im Sport/ in der Sportpsychologie Stand der Dinge.
Diese These hat vor ein paar Jahren bei ihrer Veröffentlichung für Aufsehen gesorgt, weil sie nicht nur aussagt "Wer von früh an viel übt, kann alles erreichen", sondern die grundsätzliche Existenz von Talent in Frage stellt und damit weiter geht als frühere Überlegungen. Da lehnt sie sich vielleicht zu weit aus dem Fenster, denn die Datenbasis ist da für eine verlässliche Aussage zu gering. Wenn ich mich richtig erinnere, wurden weniger als 20 Musiker untersucht. Verglichen damit könnte man sich überlegen, viele Millionen Menschen auf der Welt spielen von Kindheit an Fußball, wieviel mehr hat Messi trainiert um Messi zu werden, oder liegt da nicht noch eine Begabung vor?

Die Aussage "viel trainieren von früh an" ist natürlich unbestritten und wird durch die Untersuchung sicher bestärkt. Interessant auch die weiteren Ausführungen im Artikel, bei denen es um die Qualität des Trainings geht. Mir fallen viele Leute auf, die schon sehr lange spielen, ein gewissen Niveau erreicht haben und da verharren. Jeder von denen könnte sich noch verbessern, manche erheblich. Dazu muss man sein Training aber auch verändern, sich von Gewohnheiten trennen, Dinge umstellen, aus Bequemlichkeiten raus. Und das will wiederum gar nicht jeder.

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Re: Trainingspensum & Co

Beitrag von Aramir » 10.04.2016, 15:16

Hallo, danke für die Antworten.
Zu meinen Zielen:
Naja ich strebe jetzt nicht unbedingt an sofort ein Profispieler zu werden. Ich trainiere soviel wie ich Zeit und Lust habe und 30-40 h werden das nur in Wochen, an dem ich an Tunieren teilnehme bzw. vielleicht noch davor zur intensiven Vorbereitung. Die Sache ist die. Neben der Arbeit sind 30 h zwar möglich aber dann bleibt keine Zeit mehr für anderes, und das ist mir oft zu viel des Guten.
Meine Ziele sind im Moment eher so gesteckt, dass ich mich bei den Landesmeisterschaften und itsf Challengern in der Nähe für die KO-Runde zu qualifizieren (P4P gibt es in Österreich leider nicht) und danach nicht in der ersten Runde auszuscheiden. Des Weiteren möchte ich den Sprung vom Rookie zum Semi Pro Spieler meistern und es in die A Mannschaft von unserem Verein schaffen.
Ich finde es nur sehr interessant wie andere Tischfußball-Begeisterte das Training so angehen, bzw. wie das Training von einem Top-Spieler so ausschaut. Deswegen habe ich die Frage gestellt und den einen oder anderen Tipp konnte ich auch schon mitnehmen. Danke dafür :)
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Re: Trainingspensum & Co

Beitrag von Aramir » 10.04.2016, 15:23

Haha die 10.000 h bevor ich 20 bin gehen schlecht ich habe erst mit 21 angefangen zu kickern.
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Re: Trainingspensum & Co

Beitrag von LieberEinzel! » 10.04.2016, 17:31

Aramir hat geschrieben: (P4P gibt es in Österreich leider nicht)
Dieses Jahr hast du Glück!
Merke dir schon mal das Wochenende 20.-21.08.16 vor.
Da gibts ein P4P im Arcotel Wimberger in Wien. Wenn du Lust hast können wir da auch gerne noch Dinge bequatschen.

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Re: Trainingspensum & Co

Beitrag von Aramir » 11.04.2016, 15:33

Das merke ich mir auf jeden Fall danke. Ich komme gerne darauf zurück :)
Ich habe leider nicht die Möglichkeit auf Ulrich Tischen zu trainieren. Ein Leo kommt dem Spielverhalten recht nahe oder?
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Re: Trainingspensum & Co

Beitrag von Henry » 11.04.2016, 18:56

Bei mir gestaltet sich das so:
Drei Stunden pro Woche Mannschaftstraining, bestehend aus Trainingsspielen.
Nach Möglichkeit zwei Stunden pro Woche Einzeltraining mit meinem Doppelpartner. Dabei machen wir normale Einzelspiele, 5 auf 3 Spiele, Goalie-War und gezieltes Schusstraining. Außerdem versuchen wir so zwischendurch mal unser Passsystem 2 auf 3.
Zusätzlich versuch ich mich ein bis zweimal die Woche alleine zum Techniktraining für ca. eine Stunde daheim an den Tisch zu stellen. Dabei mach ich je 20 Minuten 5er-, 3er- und 2er-Training.

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Re: Trainingspensum & Co

Beitrag von wickedtorsten » 13.04.2016, 20:37

Aramir hat geschrieben:Das merke ich mir auf jeden Fall danke. Ich komme gerne darauf zurück :)
Ich habe leider nicht die Möglichkeit auf Ulrich Tischen zu trainieren. Ein Leo kommt dem Spielverhalten recht nahe oder?
Mit einem Ullrich-Ball ja. Mit dem aktuellen Leo-Ball ist es schon ein größerer Unterschied, sowohl beim Passen als auch beim (Pin-)Schießen.

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