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Töffl
Anmeldungsdatum: 31.01.2007 Beiträge: 15
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Verfasst am: 09.02.2007, 01:06 Titel: MDF beschichten |
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Hallo, ich bin der Neue.
Das Forum lese ich seit ein paar Wochen regelmäßig und mit viel Genuß.
Jetzt mal eine Frage an die Selbermacher:
Hat schon jemand eine gute und vor allem bezahlbare Idee zum Beschichten von MDF? Man kann es ja nicht im Originalzustand belassen, z.B. weil viel zu saugfähig. Ein Schreiner bei dem ich angefragt habe meint Beschichten mit Resopal macht nur Sinn wenn es mit einer professionellen Presse unter Wärme und Druck ausgeführt wird. Es soll ja auch ein paar Jahre halten. Hat schon mal einer mit Resopal Direkt (R) gearbeitet? Das sind selbstklebende Platten, was das kostet weiß ich aber auch nicht.
Auch wichtig: Kantenschutz, erstens mal wegen der Optik und zweitens zum Oberflächenschutz.
MDF ist eben verlockend weil leicht verfügbar und bezahlbar.
Wer weiß was dazu? |
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klaschatx Moderator

Anmeldungsdatum: 08.02.2006 Beiträge: 1812
Wohnort: Mülheim an der Ruhr
Kickertisch: Soccer-Eigenbau
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Verfasst am: 09.02.2007, 08:51 Titel: |
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Hi Töffl, herzlich willkommen.
Erst mal: professionelle Schreiner haben - wie Vertreter übriger Berufe auch - oft professionelle Meinungen und lassen daneben gar nichts gelten; da gibt es dann nur schwarz oder weiß. Entweder ein Werkzeug ist das Profiding für 1000 Euro oder man kann damit überhaupt nichts gescheites anfangen. Klar, dass dann Heimwerkermöglichkeiten per se schon mal nicht als ausreichend bewertet werden können. Ich mag diese Hyperprofis nicht ...
Beschichten kann man durchaus mit einem guten Kontaktkleber. Da gibt es zwei verschiedene chemische Ansätze. Soweit ich es behalten habe, funktioniert der eine über Wärme, der andere über eine chemische Reaktion; so genau ist meine Erinnerung aber nicht. So, genug theoretisches Zeugs gelabert; kommen wir lieber zur Praxis
Als Laie kannst du verarbeitungstechnisch recht problemlos Pattex nehmen. Das hält schon _ziemlich_ gut, wenn man es richtig verarbeitet (Zahnspachtel, gleichmäßig, aber auf keinen Fall zu dick auftragen). Schwieriger ist die Verarbeitung von Resopal an sich, weil es nur mit sehr guten Werkzeugen wirklich gut zu verarbeiten ist. Billige Sägen oder Bohrer aus normalem Werkzeugstahl machen da sehr schnell schlapp. Bei meinem zweiten Projekt habe ich ein Laminat verarbeitet, das eine 0,2 mm starke Harzbeschichtung hat (zum Vergleich: Resopal 0,8 mm). Nach drei bis vier Löchern für die Lagerbohrung war der billige Forstnerbohrer im Grunde stumpf. Nach 16 Löchern, die ich mit Hängen und Würgen so gerade eben fertig bekommen habe, kann ich den Bohrer schlicht und einfach wegwerfen. Hartmetallbestückt und damit entsprechend teuer sollte das Werkzeug also schon sein. Oder beim Schreiner zuschneiden lassen.
So, nun ist auch eine gute Alternative zur Sprache gekommen: Laminat, mit Pattex geklebt. Schau dir etwas weiter unten den Beitrag "no 2 - erste Bilder" an; da habe ich das so gemacht. Geht gut und reicht allemal aus.
Gruß
klaschatx _________________ "It's a long long way to the top of the world, but it's a short fall back down."
--- Ketzer auf tischfussball-online.com ---
http://www.kickerbau.org ::: mit Special "Kicker-Tuning" ::: und freien Vorlagen für Urkunden |
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ypsilon
Anmeldungsdatum: 28.05.2006 Beiträge: 253
Wohnort: Hamburg
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Verfasst am: 09.02.2007, 11:21 Titel: |
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Moin.
Ich unterstütze da mal was klaschatx sagt. Mir haben uebrigens auch mehrere professionelle Tischler gesagt, dass man das mit Pattex kleben kann. Aus meiner persönlichen Erfahrung kann ich nur sagen: Als ich probiert habe kleine Fehler zu korrigieren hat sich herausgestellt, dass wenn man probiert das Resopal wieder vom MDF zu bekommen eher eine Schicht MDF mitkommt als, dass das Resopal wieder abgeht. Ob das mit hohem Druck noch besser wäre? (Abgesehen davon ich auch daran glaube, dass 8 Schraubzwingen durchaus einigen Druck aufbauen können.)
Wenn es dir ansonsten nur um das saugfähige geht: Furnier oder ganz profaner Lack wäre sonst wohl das Mittel der Wahl. Resopal nimmst du ja vor allem da wo es wirklich um stakre physikalische Belastung (Banden) geht.
Gruesse
PeeR _________________ -----------------------------------
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klaschatx Moderator

Anmeldungsdatum: 08.02.2006 Beiträge: 1812
Wohnort: Mülheim an der Ruhr
Kickertisch: Soccer-Eigenbau
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Verfasst am: 09.02.2007, 12:04 Titel: |
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Jo. Das ist eine gute Ergänzung, ypsilon/Peer. Das hatte ich bei meiner Antwort untern Tisch fallen lassen. Noch mal ergänzend zum Thema Lack: MDF ist etwas aufwändiger zu lackieren, weil man hier aufgrund der Saugfähigkeit insbesondere der Kanten zwingend grundieren bzw. vorstreichen muss. Dafür gibt es spezielle Vorstreichfarbe. Bei MDF auf diesen zusätzlichen Arbeitsgang zu verzichten, sieht einfach nur besch... aus (bei anderen Materialien macht man's dagegen schon mal ganz gerne).
Gruß
klaschatx _________________ "It's a long long way to the top of the world, but it's a short fall back down."
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